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Demokratieverachtung

Internationales Symposion des „Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts“ und des „Imre Kertész Kollegs Jena“ vom 25. bis 27. Januar in den Rosensälen
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10.01.2018

"Demokratieverachtung. Autoritäre Dynamiken in der Zwischenkriegszeit und in der Gegenwart" - so lautet das Thema eines internationalen Symposions, das das "Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts" und das "Imre Kertész Kolleg Jena" gemeinsam vom 25. bis 27. Januar 2018 in den Rosensälen der Friedrich-Schiller-Universität Jena veranstalten.

Europa und die USA sehen sich seit einiger Zeit mit Nationalismus und Rechtspopulismus konfrontiert. Diese Wiederkehr autoritärer Sehnsüchte lenkt den Blick fast zwangsläufig zurück in die Zwischenkriegszeit, in der die repräsentative Demokratie ihre bis dato größte Krise erlebte - und nicht nur in Deutschland scheiterte.


Die Geschichte autoritärer Bewegungen und Regime

Ausgehend von der nationalsozialistischen "Machtergreifung" soll die Geschichte autoritärer Bewegungen und Regime in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg neu beleuchtet werden. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf nationale Entwicklungen ebenso wie auf grenzüberschreitende Verflechtungen und parallele Wahrnehmungen autoritärer Ideen und Akteure, Bewegungen und Regime: auf die Mobilisierung "von unten" ebenso wie auf die Konsolidierung autoritärer Herrschaft "von oben", auf die schlichte Verachtung und Ablehnung demokratischer Prinzipien ebenso wie auf Versuche ihrer rechten Umdeutung. Erst auf diese Weise, so die Ausgangsthese der Tagung, kann die komplexe historische Dynamik verstanden werden, die aus Demokratien Diktaturen werden ließ.

Die Vorträge der drei Konferenztage analysieren die Entwicklung autoritärer und antidemokratischer Bewegungen zwischen den beiden Weltkriegen in Deutschland, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Polen, Rumänien, Spanien, der Tschechoslowakei und den USA. Den Abendvortrag zum Thema "Trump, Demokratie und Autoritarismus in der Gegenwart" hält am 25. Januar um 18.00 Uhr der amerikanische Historiker Lawrence Douglas vom Amherst College, der die Präsidentschaft Donald Trumps seit dessen Amtsantritt regelmäßig im britischen "Guardian" analysiert und kommentiert. Zu den Gesprächsgästen der Abschlussdiskussion zählen u. a. der britische Historiker Sir Ian Kershaw und der ehemalige Richter des Bundesverfassungsgerichts Dieter Grimm.

Eine Anmeldung per E-Mail ist noch bis zum 19. Januar möglich an: .

Kontakt:
Dr. Kristina Meyer
Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Zwätzengasse 3
07743 Jena
Tel.: 03641 / 944458
E-Mail:

 

 

Meldung vom: 2018-01-10 07:33

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