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Tinnitus den Schrecken nehmen

Tinnitus-Zentrum am UKJ informiert am 7. Februar mit Tag der offenen Tür und Telefonhotline
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01.02.2018


Im Familienurlaub in Namibia nahm Ingo Kugenbuch seine Ohrgeräusche zum ersten Mal bewusst wahr. Denn das laute Zirpen der Grillen am Abend hörte nur er - aufgrund seines Tinnitus. Das war 2015. Zweieinhalb Jahre später weiß er nun, wie er mit den Ohrgeräuschen leben kann - auch dank der tagesklinischen Behandlung am Tinnitus-Zentrum des Universitätsklinikums Jena (UKJ).

Wie läuft die Behandlung am Tinnitus-Zentrum Jena ab? Und für welche Patienten eignet sie sich? Das stellen die Experten des Tinnitus-Zentrums Jena anlässlich der "Welt Tinnitus Woche" beim Tag der offenen Tür am 7. Februar von 10 bis 16 Uhr vor. Außerdem können sich Betroffene und Angehörige an diesem Tag sowie am 9. Februar telefonisch über die Tinnitus-Hotline beraten lassen.


Ohrgeräusche unregelmäßig wahrgenommen

"Schon seit einigen Jahren habe ich die Ohrgeräusche unregelmäßig wahrgenommen, aber nie als störend empfunden", so Ingo Kugenbuch. "Seit Herbst 2015 habe ich das hohe Pfeifen in meinem rechten Ohr dauerhaft gehört. Dadurch fiel es mir zunehmend schwerer, mich auf die wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren." Deshalb ließ er sich von verschiedenen Ärzten untersuchen. Aber weder Medikamente oder Infusionen noch eine dreiwöchige Reha verringerten seinen Tinnitus. Im Internet erfuhr der Journalist schließlich von der multiprofessionellen Behandlung im Tinnitus-Zentrum Jena.

"Das Tinnitus-Zentrum vereint umfassende Diagnose und Therapie. Im fünftägigen tagesklinischen Programm werden unsere Patienten durch ein interdisziplinäres Team aus HNO-Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten und Hörgeräteakustikern betreut", beschreibt Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius, Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am UKJ, die Besonderheit des Konzeptes. "Auch wenn der chronische Tinnitus durch die Behandlung nicht verschwindet, können sich Patienten daran gewöhnen. Sie lernen in der Therapie, wie die störenden Ohrgeräusche in den Hintergrund der Wahrnehmung treten können", sagt Dr. Daniela Ivansic, Psychotherapeutin und Leiterin des Tinnitus-Zentrums. "Damit möchten wir unseren Patienten Lebensqualität wiedergeben."

"Während der Therapie habe ich mich sehr gut aufgehoben gefühlt und wurde von den Ärzten, Psychologen und Physiotherapeuten stets ernst genommen. Auch das hat zur Besserung meines Tinnitus beigetragen", ist der 48-jährige Kugenbuch überzeugt. Er weiß nun, dass die Geräusche in seinem Ohr ungefährlich sind und wie er am besten mit ihnen umgehen kann. "Wenn das Pfeifen im Ohr besonders laut und nervig ist, kann ich die Geräusche mit einem Hörgerät erträglicher machen. Damit bin ich dem Tinnitus nicht mehr hilflos ausgeliefert." 

"Welt Tinnitus Woche" am Tinnitus-Zentrum des UKJ im Überblick
Tag der offenen Tür

Mittwoch, 7.02., von 10 bis 16 Uhr
Ort: Tinnitus-Zentrum des Universitätsklinikums Jena, Haus B2, Ebene 00, Am Klinikum 1, 07747 Jena 

Tinnitus-Hotline für Betroffene und Angehörige
Termine:
* Mittwoch, 07.02., von 9 bis 11 Uhr
* Freitag, 09.02., von 8 bis 10 Uhr
Rufnummer: 01523 2183001
Expertinnen:
* Dr. phil. Daniela Ivansic, Leiterin des Tinnitus-Zentrums
* Tina Quaas, HNO-Ärztin

Kontakt:
Dr. Daniela Ivansic
Tinnitus-Zentrum am Universitätsklinikum Jena
Am Klinikum 1, Haus B2
07747 Jena
Tel.: 03641 / 9329393

 

 

Meldung vom: 2018-02-01 14:12
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