Aaron Reupert, Doktorand am Otto-Schott-Institut für Materialforschung

Flexible Lichtleiter für die Phototherapie

Doktorand der Materialwissenschaft auf weltgrößter Konferenz für Glastechnologie ausgezeichnet
Aaron Reupert, Doktorand am Otto-Schott-Institut für Materialforschung
Foto: Dietmar Güttler
  • Preise & Personalia

Meldung vom: 02. Juli 2019, 11:28 Uhr | Verfasser/in: Till Bayer

Der Materialwissenschaftler Aaron Reupert von der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat beim International Congress on Glass (ICG) im US-amerikanischen Boston den Preis für die beste Poster-Präsentation erhalten. Im Wettbewerb konnte er sich dabei gegen die internationale Konkurrenz von knapp 150 Vortragenden durchsetzen. „Es ist ein schönes Gefühl, so viel Wertschätzung von anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für seine Arbeit zu erhalten“, freut sich der Doktorand über den Preis, der mit 1.000 Euro dotiert ist. Der ICG findet im Abstand von drei Jahren statt und gilt als weltgrößte Tagung für Glaswerkstoffe und Glastechnologie.

Mit dem nun ausgezeichneten Poster stellte Reupert ein Verfahren vor, welches er im Rahmen seines Promotionsvorhabens bei Prof. Dr. Lothar Wondraczek vom Otto-Schott-Institut für Materialforschung in Kooperation mit Prof. Dr. Stefan Nolte vom Institut für Angewandte Physik der Universität Jena entwickelt. Bei der Methode geht es um Glasfasern – superdünne und flexible Wellenleiter, die ohne große Verluste Licht von einem Ende der Faser zum anderen transportieren können. Durch fokussierte Pulslaserbestrahlung erzeugen die Forscher in den Fasern kontrollierte Störungen. Dadurch kann das geleitete Licht seitlich aus ihnen austreten und etwa für die Beleuchtung von stark streuenden und absorbierenden Materialien wie menschlichem Gewebe eingesetzt werden.

Anwendung soll das Verfahren u. a. in der Phototherapie finden, bei der die leuchtenden Glasfasern beispielsweise in Tumore eingeführt werden. Das durch sie geleitete Licht aktiviert dann ein photoaktives "Gift", das die Tumorzellen angreift und absterben lässt. Die Methode der Jenaer Forscher hilft dabei, das Lichtfeld der Glasfaser individuell an die Patienten anzupassen und so bösartiges Gewebe sehr viel präziser als bisher zu bestrahlen.

Kontakt:

Aaron Reupert
Otto-Schott-Institut für Materialforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fraunhoferstraße 6
07743 Jena
Telefon
+49 3641 9-48518
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