Ausstellung des Bundesjustizministeriums

Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit

Ausstellung bis 2. Januar 2019 im Uni-Campus
  • Liberty
  • Veranstaltung

Meldung vom: 07. Dezember 2018, 08:46 Uhr | Verfasser: Axel Burchardt

Den schwierigen, aber notwendigen Prozess, sich der eigenen Vergangenheit während des Nationalsozialismus zu stellen, hat die Friedrich-Schiller-Universität bereits intensiv durchlaufen – und stellt sich dieser Aufgabe weiterhin. Ein anderes Beispiel für die Aufarbeitung dieses Abschnitts der eigenen Vergangenheit zeigt eine Ausstellung, die noch bis zum 2. Januar 2019 im Foyer des Uni-Campus (Carl-Zeiß-Str. 3) zu sehen ist: „Die Rosenburg – Das Bundesministerium im Schatten der NS-Vergangenheit“ Sie ist Teil der Aufarbeitung der Geschichte des Justizministeriums.

Ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung des Historikers Professor Manfred Görtemaker und des Juristen Professor Christoph Safferling hat seit 2012 im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) mit dem „Rosenburg-Projekt“ untersucht, wie das Justizministerium in den 1950er und 60er Jahren mit der NS-Vergangenheit seiner Mitarbeiter, den personellen und sachlichen Kontinuitäten, der Verfolgung von Verbrechen im Zusammenhang mit dem Holocaust sowie mit Amnestie und Verjährung umging.

Die Ergebnisse des Abschlussberichts „Die Akte Rosenburg“ werden seit 2017 in einer Wanderausstellung vorgestellt. Diese gliedert sich in neun Bereiche, die durch Stelen und Multimedia-Inhalte repräsentiert werden. Sie nähern sich u. a. durch Biographien oder Original-Aussagen dem jeweiligen Thema an. Ziel dieser Ausstellung ist es, die Erkenntnisse der „Akte Rosenburg“ einem breiten Publikum vorzustellen und dadurch das Bewusstsein für das historische Unrecht zu schärfen.

Öffnungszeiten:
5. Dezember 2018 bis 2. Januar 2019
Montag bis Freitag, 6-22 Uhr
Wochenende, 8-22 Uhr
Eintritt frei

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