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Zweifel im Studium

Wenn es nicht so recht laufen will

Jede/r Studierende zweifelt hin und wieder an der Richtigkeit seiner Studienwahl. Das ist ganz normal. Oft ist es sogar hilfreich, die eigene Situation und die getroffenen Entscheidungen zu hinterfragen, um neue Ziele zu fassen oder den bisherigen Kurs zu korrigieren.

Bei Zweifeln sollten Sie aber nicht gleich die Flinte ins Korn werden! Überprüfen Sie Ihre Situation erst einmal und hinterfragen, welcher Umgang mit den eigenen Zweifeln der richtige ist und wer in solchen Situationen als Ansprechpartner zur Verfügung steht. 

Die Zweifel klären und neu motiviert weiter studieren Inhalt einblenden

Sie haben Probleme, aber prinzipiell weiterhin den Wunsch Ihr Studium erfolgreich abzuschließen? Die folgenden Ansätze können Ihnen bei der Überwindung von Problemen oder Schwierigkeiten weiterhelfen.

Leistungsprobleme und Prüfungsangst: Schauen Sie auf Ihre bisherigen Prüfungserfahrungen. Sind Sie noch neu im Studium, hilft ein Blick auf die Schulzeit. Wann und wie klappte das Lernen besonders gut? Beobachten Sie genau, wie Sie am besten neues Wissen aufnehmen können. Bei der Stressbewältigung vor Prüfungen reicht eine optimale Vorbereitung manchmal aber nicht aus. Bei solchen Problemen steht Ihnen die Psychosoziale Beratungsstelle des Studierendenwerks Thüringen beratend zur Seite.

Zuviel zu Lernen: Versuchen Sie Ihren Alltag besser zu strukturieren. Terminkalender, To-Do-Listen und eine gute Balance zwischen Arbeit und Erholung sind nur wenige Beispiele, die helfen können das Studium besser zu organisieren. Häufig hilft es schon, die Lernumgebung störungsfrei zu organisieren.

Motivationsprobleme: Gerade in schwierigen Situationen ist Motivation sehr wichtig, weil Sie uns antreibt, die gesteckten Ziele zu erreichen. Überdenken Sie Ihre Erwartungen und Ziele. Sind diese realistisch. Es ist wichtig, dass Sie sich erreichbare Ziele setzten und hinterher auch belohnen.

Finanzielle Schwierigkeiten: Neben dem BAFÖG gibt es noch andere Möglichkeiten der Studienfinanzierung. Vielleicht kommt für Sie ein Studienkredit infrage oder Sie bewerben sich für ein Stipendium?

Familiäre Probleme/Krankheit: Erfordern momentan andere Dinge einfach Ihre volle Aufmerksamkeit? Ist Ihre Leistungsfähigkeit grundlegend eingeschränkt? Das kann sowohl physisch als auch psychisch sein. Eine Möglichkeit im Studium zu bleiben, aber der fehlenden Studierfähigkeit zu entgehen, wäre ein Urlaubssemester.

Perspektivlosigkeit: Sie wissen nicht so recht, was Sie nach Ihrem Studium anfangen sollen und haben Angst in die "Arbeitsmühlen" zu kommen? Das ist ein häufiges Problem der Studierenden, weil es ja auch den häufig erstmaligen Einstieg in das Berufsleben mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen beschreibt. Hier können Ihre Zukunftswünsche helfen. Malen Sie sich aus, wie Sie Zufriedenheit im Berufsalltag erlangen können.  Wenn Sie wissen was Sie suchen, ist es auch einfacher genau das zu finden. Auch ein Blick in die Praxis kann ggf. eine neue Perspektive schaffen und so Motivation und Spaß am Studium wieder herstellen.

Das Fach wechseln und in einer passenderen Richtung weiterstudieren Inhalt einblenden

Manchmal klappt es nicht, trotzt vielfältiger Bemühungen, um die Zweifel am Studium zu beheben. Hier kommt eventuell ein Wechsel des Studienfaches und/oder der Hochschule für Sie infrage. Das ist dann für Sie interessant, wenn für Sie sicher ist, dass Sie studieren wollen, nur die augenblickliche Studienrichtung oder Hochschule für Sie ungeeignet ist.

Studienfachwechsel: Sie fühlen sich in der Stadt und an der Universität wohl, aber die Inhalte Ihres Studiums haben Sie sich irgendwie anders vorgestellt? Vielleicht entspricht ein anderes Studienfach besser Ihren Interessen und Fähigkeiten.

Hochschulwechsel zu einer FH oder Dualen Hochschule: Falls Ihnen das Studium zu theoretisch ist, kommt für Sie vielleicht eine Fachhochschule oder Duale Hochschule mit wesentlich stärkerem Anwendungsbezug infrage.

Wechsel des Hochschulortes: Das Wohlfühlen vor Ort spielt im Studium, gerade zum Studienbeginn, eine entscheidende Rolle. Ist Ihnen die Stadt zu groß oder zu klein? Ist die Entfernung nach Hause akzeptabel? Ein Ortswechsel kann hier helfen, wenn Probleme bestehen, denn viele Studiengänge werden auch an anderen Orten angeboten. Der Ortswechsel kann im Fach oder mit einem Fachwechsel verbunden sein.

Teilzeit oder Vollzeit: Gerade für Studierende, die neben Ihrem Studium viel arbeiten müssen (mindestens 20 Stunden die Woche), kann ein Teilzeitstudium eine sinnvolle Option sein. Gleiches ist auch möglich, um Studium und Kindererziehung miteinander zu vereinbaren.

Das Studium abbrechen und etwas anders machen Inhalt einblenden

Wenn Sie nach kritischer Analyse zu dem Entschluss gekommen sind, dass ein Studienabbruch die beste Option für Sie ist, dann gibt es vielfältige Möglichkeiten. Ein Studium ohne Abschluss zu beenden, müssen Sie nicht als Versagen empfinden. Auch die berufliche Bildung bietet attraktive Karrierechancen. Sehen Sie es als Chance eine berufliche Laufbahn einzuschlagen, die besser zu Ihnen passt.

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Jena dient Ihnen hier als Anlaufstelle. Des Weiteren gibt es mit dem Projekt PereS in Jena auch eine Adresse, wo Sie intensiv an der Neuorientierung arbeiten und sich auch in berufliche Kontexten ausprobieren können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat auch eine sehr informative Internetseite zum Thema Studienabbruch gestaltet.

Kontakt

Zentrale Studienberatung
Universitätshauptgebäude / SSZ
Fürstengraben 1
07743 Jena
Telefon
+49 3641 9-31111
Fax
+49 3641 9-31112
Psychosoziale Beratung des Studierendenwerkes Thüringen
KuBIS
Philosophenweg 5
07743 Jena
Telefon
+49 3641 9-30690
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