Eines der beiden Kommunikationszentren wird neben dem Uni-Hauptgebäude entstehen (dunkler Block).

Damit Jenas Wissenschaftsnetzwerk weiter wachsen kann

Carl-Zeiss-Stiftung fördert zwei Kommunikationszentren der Universität Jena mit 18,4 Mio. Euro
Eines der beiden Kommunikationszentren wird neben dem Uni-Hauptgebäude entstehen (dunkler Block).
Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Meldung vom: 14. Oktober 2019, 14:00 Uhr | Verfasser/in: Axel Burchardt | Zur Original-Meldung

Axel Brakhage, Walter Rosenthal und Wolfgang Tiefensee (v.l.n.r.) am Modell zum FORUM. Axel Brakhage, Walter Rosenthal und Wolfgang Tiefensee (v.l.n.r.) am Modell zum Kommunikationszentrum FORUM, das neben dem Universitätshauptgebäude entstehen wird. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Kommunikation und Begegnung sind wesentliche Bestandteile von Wis­­sen­schaft. Die Diskussion der Wissenschaftler untereinander, mit Wirtschaft und Gesell­schaft schafft neue Perspektiven – und damit Innovation. Um dies im Jenaer Wissenschafts­netzwerk noch besser umzusetzen, werden zwei Kom­munikationszentren entstehen: das FORUM in der Innenstadt neben dem Universi­tätshauptgebäude und der FOCUS auf dem Beutenberg-Campus. Möglich werden die Neubauten vor allem durch eine Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung in Höhe von 18,4 Millionen Euro – eine der größten Einzelförderungen der Stiftung für die Friedrich-Schiller-Universität.

Dialog, Begegnung und Willkommenssignal

Das Jenaer Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft, Stadt und Gesellschaft arbeitet seit Langem eng zusammen. Die aus den Erfolgen der vergangenen Jahre er­wach­sene neue Dynamik am Standort bedarf fixer Angelpunkte, um diese Vernetzung weiter zu stärken und gezielt voranzutreiben. „Jena ist in den letzten Jahren zu einem international sichtba­ren Anziehungspunkt für die Spitzenforschung und für junge Talente aus aller Welt gewor­den. Neben exzellenten Forschungs- und Hochtechnologieneubauten benötigen wir aber auch offene und zentral gelegene Räume des interdisziplinären Dialogs, der inter­kultu­rel­len Begegnung und der sichtbaren Willkommenskultur“, sagte Universi­täts­präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal bei der Präsentation der beiden Kommunikations­zentren am 14. Oktober vor der Presse.

Mit der Förderung in Höhe von mehr als 18 Millionen Euro schafft die Carl-Zeiss-Stiftung in Jena neue Freiräume für wissenschaftlichen Austausch und interdisziplinäre Begeg­nung“, so Minister Wolfgang Tiefensee, der als Mitglied der Stiftungsverwaltung der Carl-Zeiss-Stiftung die Förderung symbolisch übergab. In den beiden Gebäuden entstehen u. a. Tagungs- und Besprechungsräume, Welcome Center, Wohnräume für Gastwissen­schaft­ler sowie gastronomische Versorgungseinrichtungen. „Vor allem am Beutenberg-Campus waren solche Angebote bislang rar“, sagte Tiefensee. „Die Förderung der beiden Zentren trägt dazu bei, ein attraktives und kreatives Umfeld für den Wissenschaftsstandort Jena zu schaffen.“

Bis 2024 sollen unter der Regie der Universität zwei Neubauten entstehen, die jeweils rd. 12 Millionen Euro kosten werden. Die Kommunikationszentren sollen als Knotenpunkte den Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern untereinander sowie mit Studierenden, mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, der Stadt und mit der interessierten Öffentlichkeit fördern.

Das JenaVersum

Das FORUM wird sich in direkter Verbindung zum Universitätshauptgebäude und zum neuen Campus, der auf dem Inselplatz entstehen wird, befinden“, so Präsident Walter Ro­senthal. Die Universität konnte im Exzellenz-Wettbewerb des Bundes einen Exzellenz­cluster für sich gewinnen und damit Millionen für die Forschung – für das Vorhaben zur Gründung des kooperativen Netzwerks JenaVersum gab es aber keine Mittel. Doch das Projekt wurde nicht aufgegeben, „sondern kann nun mit Unterstützung der Carl-Zeiss-Stiftung ebenfalls umgesetzt werden, wofür wir der Stiftung sehr dankbar sind“, so Ro­senthal weiter. Das neu zu gründende JenaVersum, ein kooperatives Netzwerk zwischen der Universität und ihrem Universitätsklinikum, Ernst-Abbe-Hochschule, außeruniversi­tä­ren Partnern, Stadt und Industrie, wird seinen Sitz im FORUM haben. Es soll Ausgangs­punkt für eine koordinierte Zusammenarbeit aller Akteure am Standort sein. Der Neubau wird zudem einen Welcome Service, einige Zimmer für Gastwissenschaftler, Räume für Gespräche und kleine Tagungen und eine Tiefgarage beinhalten. „Es soll vielfältige Mög­lichkeiten bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Ideen zu entwickeln“, betonte der Uni-Präsident und ergänzt: „Die Anziehungskraft für die besten Talente aus dem In- und Aus­land wird gesteigert und die Willkommenskultur für Wissenschaft, In­dustrie und Stadt ausgebaut.“ 

Das Zentrum in der Innenstadt umfasst außerdem das Gebäude, in dem Friedrich Schiller 1789 seine Antrittsvor­lesung hielt. Das sanierungsbedürftige Haus soll nach seiner Fer­tigstellung – in Anspielung auf Schillers Antrittsvorlesung – dazu dienen, auf die Frage zu antworten „Was heißt und zu welchem Zweck betreibt man Wissenschaft?“.

Der FOCUS auf dem Beutenberg

Ein ähnliches Kommunikationszentrum entsteht auf dem Beutenberg-Campus. „Damit wir die Kommunikation der Mikroorganismen untereinander besser verstehen, müssen die Wis­senschaftler auf unkomplizierte Art und Weise miteinander sprechen können“, sagte Prof. Dr. Axel Brakhage mit Bezug auf die Thematik des Exzellenzclusters „Balance of the Microverse“, dessen Sprecher der Mikrobiologe ist. Für den Beutenberg-Campus mit den zahlreichen außeruniversitären, universitären und medizinischen Instituten sei eine solche fächerübergreifende Kommunikations- und Begegnungsplattform eine Bereicherung, „die der Forschung weiteren Aufschwung bringen wird“, so Brakhage, der auch Direktor des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie ist.

Diese Seite teilen
Die Uni Jena in den sozialen Medien:
Ausgezeichnet studieren:
  • Logo der Initiative "Total E-Quality"
  • Logo des Best Practice-Club "Familie in der Hochschule"
  • Logo des Projekts "Partnerhochschule des Spitzensports"
  • Qualitätssiegel der Stiftung Akkreditierungsrat - System akkreditiert
Zurück zum Seitenanfang