Podiumsdiskussion

Eigentum und Verantwortung

Eine Podiumsdiskussion über Unternehmensformen und Verantwortungseigentum
Podiumsdiskussion
Foto: Jens Meyer (Universität Jena)
Diese Veranstaltung ist beendet.
Veranstaltung beendet
Beginn
Ende
Veranstaltungsart
Podiumsdiskussion
Ort
Veranstalter
Friedrich-Schiller- Universität Jena
Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierefreier Zugang
nein
Öffentlich
ja
Anmeldung erforderlich
ja

In Artikel 14 des Grundgesetzes steht: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Wie genau jedoch diese Verpflichtung und das Allgemeinwohl zu bestimmen sind, wird vielfach unterschiedlich ausgelegt.

Ein aufsehenerregendes Beispiel für die Frage nach dem Verhältnis von Eigentum und Verantwortung für das Allgemeinwohl ist das Outdoor-Bekleidungsunternehmen „Patagonia“. Das Unternehmen verkündete vor wenigen Wochen, zukünftig seine Gewinne an eine gemeinnützige Organisation, die dem Schutz der Umwelt und dem Erhalt des Planeten gewidmet ist, auszuzahlen. Die Steuerung des Unternehmens verbleibt gleichzeitig aber in den Händen einer Stiftung mit Beteiligung der bisherigen Eigentümer:innenfamilie.

Auch hierzulande finden solche und ähnliche Ideen – etwa unter der Überschrift des „Verantwortungseigentums“ – Zuspruch. Neue Rechts- und Unternehmemsformen sollen es dabei, wie im Fall von „Patagonia“, Unternehmerinnen und Unternehmer erleichtern, ökonomische Interessen und soziale und ökologische Verantwortung miteinander zu verbinden. Die entsprechenden Forderungen sind indes nicht unumstritten. Die Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer diskutieren, welche Vorschläge zur Änderung von Unternehmensformen es gibt und was mit ihnen erreicht werden soll, was die bereits existierenden Unternehmensformen heute schon möglich machen und wo Hürden und Grenzen der angedachten neuen Rechtsformen liegen.

Die Gäste auf dem Podium sind:

Claudia Henke ist Soziologin, Expertin zum Thema Genossenschaften und Mitbegründerin der Platform Cooperatives Germany eG, die sich der Förderung ökonomischer und sozialer Innovation verschrieben hat.

Tilman Reitz ist Professor für Wissenssoziologie und Gesellschaftstheorie an der Uni Jena. Er leitet das Projekt „Geistiges Eigentum“ im Sonderforschungsbereich „Strukturwandel des Eigentums“ und ist einer der drei Co-Sprecher des SFB.

Carla Reuter ist Mitglied Stiftung Verantwortungseigentum und dort die Projektleiterin Recht, sie ist zudem selbst Gründerin und Unternehmerin.

Joachim Rock ist Leiter der Abteilung für Arbeit, Soziales und Europa beim Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Moderiert wird die Veranstaltung von Isabell Stamm, die am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln und als assoziierte Wissenschaftlerin im SFB294 im Teilprojekt zu Unternehmenseigentum forscht.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden um Voranmeldung gebeten unter: yann.schosser@uni-jena.de