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Schulleitungsreden als Ausdruck von Schul- und Lernkulturen

Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe Lehrerbildung
Mikrofone
Foto: jannoon028_ freepik
Diese Veranstaltung ist beendet.
Veranstaltung beendet
Beginn
Ende
Veranstaltungsart
Vortrag/Vorlesung
Referenten
Jun.-Prof.'in Dr. Nele Kuhlmann
M.Ed. Anne Lill
Veranstalter
Veranstaltungssprache
Deutsch
Veranstaltungswebseite
Barrierefreier Zugang
ja
Öffentlich
ja
Anmeldung erforderlich
ja

Schulleitungsreden als Ausdruck von Schul- und Lernkulturen

Zu Beginn eines jeden Schuljahrs werden die neuen Fünftklässler:innen und deren Eltern an weiterführenden Schulen willkommen geheißen. In den feierlichen Reden der jeweiligen Schulleitung werden die ‚Neuen‘ nicht nur begrüßt, sie werden im Sinne eines Initiationsritus zu neuen Mitgliedern der Schule gemacht: Aus Grundschüler/innen werden Gesamtschüler:innen, Gymnasiast:innen etc. Für diese Initiation werden die Anwesenden von den Schulleitungen in bestimmter Weise adressiert: Es werden implizite und explizite Erwartungen an sie formuliert, die für den Erfolg an dieser Schule bedeutsam sind und sein werden. Anders formuliert wird aufgezeigt, was jeweilig als Leistung gilt und für was Schüler:innen Anerkennung erfahren (werden). In dieser Funktion sind Schulleitungsreden in der erziehungswissenschaftlichen Schulforschung von besonderem Interesse, weil sie versprechen, schulische Anerkennungsordnungen und dadurch die jeweiligen Schul- und Lernkulturen empirisch zugänglich zu machen.

Der Beitrag wird diese Perspektivierung aufnehmen und anhand einer empirischen Analyse illustrieren. Konkret werden wir eine videographierte Rede einer Schulleiterin eines Gymnasiums daraufhin untersuchen, welche Anerkennungsnormen in die Adressierungen der neuen Schüler:innen sowohl inhaltlich-explizit als auch durch die Art und Weise des Sprechens implizit eingeschrieben sind. Dafür werden wir in einem ersten Schritt die theoretischen Annahmen und das methodische Design des Forschungsprojekts vorstellen, in dessen Rahmen die Rede videographiert wurde. Ausgehend von den methodischen Konkretisierungen der im Rahmen des Projekts weiterentwickelten Adressierungsanalyse werden wir in einem zweiten Schritt ausgewählte Passagen der Rede interpretieren. In einem ausblickenden Fazit wird die Frage diskutiert, welche Einsichten dieser kulturtheoretische Blick eröffnen könnte.

Information

ThILLM Nummer: 5094-77-1059/22

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