Ehrenpromotionsurkunde Thomas Mann

Universitätsgeschichtliche Forschungsstelle

Ehrenpromotionsurkunde Thomas Mann
Foto: Universitätsarchiv Jena

Die Universitätsgeschichtliche Forschungsstelle im Universitätsarchiv Jena widmet sich der Bearbeitung von Forschungsprojekten zur Jenaer Universitäts-, Wissenschafts- und Studierendengeschichte. Themen erstrecken sich von den frühneuzeitlichen Anfängen bis in die Gegenwart. Aufgrund der historischen Sonderstellung der Universität Jena mit ihren ernestinischen Erhalterstaaten ergeben sich beim Blick auf institutionelle Praxis und finanzielle Ausstattung notwendige Überschneidungen zur Regionalgeschichte. Zugleich geht die Perspektive jedoch weit über Jena hinaus, beispielsweise bei der Untersuchung von Wissenschafts- und Kulturbeziehungen. Angestrebt wird dabei eine integrierende Perspektive, die sowohl die studentische und wissenschaftliche Alltags- und Fachkultur als auch institutionelle Sozialstrukturen umfasst. Bei der Umsetzung von Forschungsprojekten arbeitet die Forschungsstelle eng mit Vertreterinnen und Vertretern betreffender Fachdisziplinen zusammen und ist offen für einen interdisziplinären Austausch.

Zu den Kernzielen der Forschungsstelle gehören die Aufarbeitung der jüngeren Geschichte mit ihren Brüchen und Kontinuitäten zwischen Weimarer Demokratie, nationalsozialistischer Rassen- und
sozialistischer Parteidiktatur, das Anstoßen explorativer Studien zur Erschließung und Bekannt-machung von Quellen des Archivs sowie die Zuarbeit im Rahmen anstehender Universitätsjubiläen für eine lebendige universitäre Erinnerungskultur.
Für die universitäre Lehre bietet die Forschungsstelle reguläre Aufbau- und Hauptseminare zu den Themen der laufenden Forschungen. Daneben werden in einzelnen Kursen archivwissenschaftliches Grundwissen sowie hilfswissenschaftliche Kenntnisse (Paläografie) vermittelt.

Die Projektergebnisse werden durch eine jährlich publizierte Reihe, den „Quellen und Beiträge zur Geschichte der Universität Jena“, sowohl einem Fachpublikum als auch einer breiteren Öffentlichkeit
präsentiert. Daneben veranstaltet die Forschungsstelle Tagungen und Ausstellungen.

Ansprechpartner

apl. Prof. Dr. phil. habil. Joachim Bauer Inhalt einblenden

Tel.: +49 3641/9-401900 (über Universitätsarchiv Jena)

email

Publikationsverzeichnis [pdf, 158 kb]

Aktuelle Projekte:

"Das Collegium Jenense - Gründungsstätte und Zentralort der Universität Jena. Archäologie, Geschichte und Zukunft eines universitären Bauensembles von europäischer Bedeutung"

Objekte aus kolonialen Kontexten in den Sammlungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ostasien-Beziehungen der Universität Jena im 19. und 20. Jahrhundert

PD Dr.phil.habil. Stefan Gerber Inhalt einblenden

Tel.: +49 3641/9-401908

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Publikationsverzeichnis [pdf, 182 kb]

Aktuelle Projekte:

"Das Collegium Jenense - Gründungsstätte und Zentralort der Universität Jena. Archäologie, Geschichte und Zukunft eines universitären Bauensembles von europäischer Bedeutung"

Objekte aus kolonialen Kontexten in den Sammlungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ostasien-Beziehungen der Universität Jena im 19. und 20. Jahrhundert

Dr. Andreas Neumann Inhalt einblenden

Tel.: +49 3641/9-401900 (über Universitätsarchiv Jena)

email

Publikationsverzeichnis [pdf, 68 kb]

Aktuelle Projekte:

"Akademische Ehrungen an der Universität Jena im kurzen 20. Jahrhundert. Von den institutionellen Umständen der Ehrungen bis zum politischen Handeln der Geehrten"

Projekte

"Akademische Ehrungen an der Universität Jena im kurzen 20. Jahrhundert. Von den institutionellen Umständen der Ehrungen bis zum politischen Handeln der Geehrten" Inhalt einblenden

Adresse:

Büro: Löbdergraben 24a - Raum 005

Postanschrift:

Universitätsarchiv
Bibliotheksplatz 2

07743 Jena

Mitarbeiter:

Dr. Andreas Neumann, wissenschaftlicher Mitarbeiter

email

Maximilian Zink, studentische Hilfskraft

Projektskizze [pdf, 103 kb]

"Das Collegium Jenense - Gründungsstätte und Zentralort der Universität Jena. Archäologie, Geschichte und Zukunft eines universitären Bauensembles von europäischer Bedeutung" Inhalt einblenden
Ostasien-Beziehungen der Universität Jena im 19. und 20. Jahrhundert Inhalt einblenden
Quellen und Beiträge zur Geschichte der Universität Jena Inhalt einblenden

Die Publikationen in der Reihe "Quellen und Beiträge zur Geschichte der Universität Jena" erscheinen im Franz Steiner Verlag.

Redakteur: Sören Groß

Seminar im Wintersemester 2020/21 in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Geschlechtergeschichte

Planziel oder Nebenwiderspruch? Die Frauenförderung an DDR-Hochschulen am Beispiel Jenaer Professorinnen Inhalt einblenden

Planziel oder Nebenwiderspruch? Die Frauenförderung an DDR-Hochschulen am Beispiel Jenaer Professorinnen

Dozent: Dr. Andreas Neumann

Laut ihrer Verfassung förderte die DDR Frauen „besonders in der beruflichen Qualifizierung“. Förderungspläne und der Ausbau von Kinderbetreuung sollten als staatliche Lenkungsmaßnahmen "von oben" eine hohe Zahl erwerbstätiger Frauen hervorbringen und somit den Beweis einer gelungenen Gleichberechtigung liefern. Diese Maßgabe galt auch für das von Männern dominierte Feld der Hochschule. Dort waren die Widerstände gegen Akademikerinnen auf Ebene handelnder Akteure (also "von unten") fest etabliert. Darüber hinaus überwogen die Kontinuitäten einer bildungsbürgerlichen Herkunft, der Konzentration auf frauenspezifische Fachbereiche sowie im Problem der Doppel- und Mehrfachbelastung durch Beruf und Familie. Auf welche Weise reagierte die DDR-Hochschulpolitik auf diese ungelösten „Frauenfragen“ im akademischen Feld: Versuchte sie diese durch Planziele zu lösen oder ordnete sie die anhaltenden Probleme universitärer Gleichstellung als ein Nebenwiderspruch der Klassenfrage unter? Zur Beantwortung dieser Fragen untersuchen wir im Seminar die Kluft zwischen ideeller Norm und institutioneller Praxis exemplarisch anhand der Karrierewege Jenaer Professorinnen.

Im Verlauf des Seminars erwerben die Studierenden neben Kenntnissen zur jüngeren Universitäts- und Regionalgeschichte kontextualisierendes Wissen zur Verfassungsstruktur und Funktion des DDR-Staates. Bei den explorativen Recherchen zu den Biografien der Professorinnen lernen sie zudem Grundkenntnisse im Umgang mit Archiven und Archivquellen.

Auf methodologischer Ebene reflektieren die Studierenden das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik.

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