Vier bunte Buchstabenwürfel mit dem Gesamtbild "FAIR"

Wertschätzendes Verhalten und Schutz vor Diskriminierung

Respekt und Achtsamkeit gegen Benachteiligung und Belästigung
Vier bunte Buchstabenwürfel mit dem Gesamtbild "FAIR"
Foto: deeaf | AdobeStock

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena bekennt sich als Bildungseinrichtung und Arbeitsstätte in ihrem Leitbild und ihrer Grundordnung zu den Prinzipien der Gleichstellung und Diversität und wirkt auf die Beseitigung und Verhinderung jeglicher Benachteiligungen ihrer Mitglieder und Angehörigen hin.

Die Universität setzt sich für die Gestaltung diskriminierungsfreier Rahmenbedingungen für ihre Studierenden, Beschäftigten und Gäste ein und fordert alle Mitglieder und Angehörigen auf, die Universität durch ihr Verhalten zu einem Studien- und Arbeitsort zu machen, in dem ein von Fairness, Diskriminierungsfreiheit und grundsätzlichem Respekt gegenüber der Persönlichkeit und Würde jedes Gegenübers geprägter Umgang im Universitätsalltag beachtet und gepflegt wird. Hierzu gehört, dass Zuwiderhandlungen thematisiert und Lösungswege gesucht werden.

Betroffene und Beteiligte können sich im Falle erlebter sozialer Diskriminierung, (sexueller) Belästigung und/oder Gewalt an die unten genannten Stellen wenden. Diese bieten vertrauliche und auf Wunsch auch anonyme persönliche Beratung und Unterstützung zu Schutz- und Handlungsmöglichkeiten.

Information

Was ist soziale Diskriminierung?

Was ist der Kern sozialer Diskriminierung? Welche Formen gibt es? Wer ist betroffen? Wie kann Diskriminieurng entgegengewirkt werden?

Zu diesen Themen informieren ein Erklärvideo sowie ein themenvertiefender Online-Zertifikatskurs der IQ-Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung.

Der Kurs beinhaltet 4 Module mit insgesamt 15 Themenfeldern. Je nach Themenumfang werden je  etwa 10-30 Minuten Arbeitszeit pro Thema benötigt. Der Kurs ist kostenfrei und kann flexibel genutzt werden.

Zum Kurs geht es hier.

Regelungen und Informationen zum Schutz vor Diskriminierung

Gesetzliche Regelungen und Begriffsbestimmungen Eintrag erweitern

Verbot von Benachteiligung und Belästigung

Das Gesetz verbietet die Benachteiligung eines Menschen insbesondere aufgrund sogenannter geschützter Merkmale, die mit einem besonders hohen Diskriminierungsrisiko verbunden sind. Hierzu gehören das Geschlecht, das Alter, die ethnische, nationale und soziale Herkunft, Sprache, Behinderung und chronische Erkrankung, sexuelle Identität und Orientierung, Religion und Weltanschauung.

Formal unterschieden werden die unmittelbare und die mittelbare Benachteiligung. Die Belästigung und sexuelle Belästigung werden als eigene Formen der Benachteiligung behandelt. Die Anleitung einer Person zur Benachteiligung eines Menschen gilt selbst als verübte Benachteiligung.

Begriffsbestimmungen nach § 3 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

(1) Eine unmittelbare Benachteiligung liegt vor, wenn eine Person wegen eines in § 1 genannten Grundes eine weniger günstige Behandlung erfährt, als eine andere Person in einer vergleichbaren Situation erfährt, erfahren hat oder erfahren würde. Eine unmittelbare Benachteiligung wegen des Geschlechts liegt in Bezug auf § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 auch im Falle einer ungünstigeren Behandlung einer Frau wegen Schwangerschaft oder Mutterschaft vor.

(2) Eine mittelbare Benachteiligung liegt vor, wenn dem Anschein nach neutrale Vorschriften, Kriterien oder Verfahren Personen wegen eines in § 1 genannten Grundes gegenüber anderen Personen in besonderer Weise benachteiligen können, es sei denn, die betreffenden Vorschriften, Kriterien oder Verfahren sind durch ein rechtmäßiges Ziel sachlich gerechtfertigt und die Mittel sind zur Erreichung dieses Ziels angemessen und erforderlich.

(3) Eine Belästigung ist eine Benachteiligung, wenn unerwünschte Verhaltensweisen, die mit einem in § 1 genannten Grund in Zusammenhang stehen, bezwecken oder bewirken, dass die Würde der betreffenden Person verletzt und ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.

(4) Eine sexuelle Belästigung ist eine Benachteiligung in Bezug auf § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 4, wenn ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesen, sexuell bestimmte körperliche Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen gehören, bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.

(5) Die Anweisung zur Benachteiligung einer Person aus einem in § 1 genannten Grund gilt als Benachteiligung. Eine solche Anweisung liegt in Bezug auf § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 insbesondere vor, wenn jemand eine Person zu einem Verhalten bestimmt, das einen Beschäftigten oder eine Beschäftigte wegen eines in § 1 genannten Grundes benachteiligt oder benachteiligen kann.

Richtlinien der Friedrich-Schiller-Universität Jena Eintrag erweitern

Nationaler Kodex für das Ausländerstudium an deutschen Hochschulen - National Code of Conduct for German Universities Regarding International Students

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena unterzeichnete 2010 den Nationalen Kodex für das Ausländerstudium. Dieser soll die Qualität der Betreuung ausländischer Studierender sichern und weiter verbessern. Er legt Mindesstandards für die Qualität im Ausländerstudium an deutschen Hochschulen für die Information, Werbung, Zulassung, Betreuung und Nachbetreuung fest, auf deren Einhaltung sich internationale Studienbewerber verlassen können.

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Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zur Sicherung einer guten wissenschaftlichen Praxis hat die Friedrich-Schiller-Universität Jena die nachfolgenden Grundsätze und Verfahrensregeln beschlossen. Sie wird jedem Verdacht auf ein wissenschaftliches Fehlverhalten innerhalb der Universität nachgehen, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen. Sofern sich nach Aufklärung des Sachverhalts ein diesbezüglicher Verdacht bestätigt, werden im Rahmen der zu Gebote stehenden Möglichkeiten dem Einzelfall jeweils angemessene Maßnahmen ergriffen.

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Code of Conduct: Regeln für die digitale Lehre an der Friedrich-Schiller-Universität

Die Universität Jena verständigt sich auf die nachfolgenden Regeln für die digitale Lehre. Diese Regeln  bieten den Rahmen, in dem digitales Lehren und Lernen an unserer Universität gelingen kann. Alle in der Präsenzlehre selbstverständlichen und hier nicht aufgeführten Regeln gelten auch für die digitale Lehre.

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Informationsmaterialien zum Diskriminierungsschutz Eintrag erweitern

Überblick

Antidiskriminierungsstelle des Bundes:  Online-Informationsportal "Über Diskriminierung"

Klose, A., & Merx, A. (2010). Positive Maßnahmen zur Verhinderung oder zum Ausgleich bestehender Nachteile im Sinne des § 5 AGG. Expertise von Alexander Klose und Andreas Merx. Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Berlin.

Wissenschaftliche Integrität - Gute wissenschaftliche Praxis

Informationsportal der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum DFG-Kodex "Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis".  In 19 Leitlinien werden angemessene Standards für wissenschaftliches Arbeiten beschrieben und praxisbezogen kommentiert.

Religion und Weltanschauung

Heinrichs, T., & Weinbach, H. (2016). Weltanschauung als Diskriminierungsgrund - Begriffsdimensionen und Diskriminierungsrisiken. Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt

IN LEICHTER SPRACHE: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2020). Grenzen setzen. Was kann ich bei sexueller  Belästigung am Arbeitsplatz machen? (5. Auflage)

Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2021). Was tun bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz? Leitfaden für Beschäftigte, Arbeitgeber und Betriebsräte. Berlin, 8. Auflage

Lisa Mense, Heike Mauer, Jeremia Herrmann (2022): Sexualisierte Belästigung, Gewalt und Machtmissbrauch an Hochschulen entgegenwirken.Studie Nr. 37, Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Essen.

Kontaktstellen zur Erstberatung und Interessenvertretung an der Universität bei erlebter oder beobachteter sozialer Diskriminierung

Kontaktstellen für alle Mitglieder, Angehörige und Gäste der Universität Eintrag erweitern

Interessenvertretungen

Lehr- und Führungskräfte

  • die Lehr- und Führungskräfte, welche für die von Diskriminierung betroffene Person als Ausbilder:innen, Lehrende, Vorgesetzte oder Betreuer:innen direkt zuständig sind
  • die Leitungspersonen der übergeordneten Arbeitsbereiche, Institute, Fakultäten, Dezernate
Kontaktstellen für Studierende Eintrag erweitern
Kontaktstelle für den wissenschafstlichen Nachwuchs Eintrag erweitern

Interessenvertretungen

Schlichtungsstelle:

Servicestellen

Kontaktstelle für Forschende Eintrag erweitern

Kommissionen

Kontaktstellen für Auszubildende und Beschäftigte Eintrag erweitern