Gedenktafel an den Buchenwalder Todesmarsch an der Karl-Liebknecht-Straße in Jena.

Zeitzeugengespräch: Die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald

Der Auschwitz- und Buchenwaldüberlebende Naftali Fürst berichtet wie er die Konzentrationslager und einen Todesmarsch überlebte.​
Gedenktafel an den Buchenwalder Todesmarsch an der Karl-Liebknecht-Straße in Jena.
Foto: Joseph Wenzel
Beginn
16. September 2020, 19:30 Uhr
Ende
16. September 2020, 21:00 Uhr
Veranstaltungsarten
Vortrag/Vorlesung
Zeitzeugengespräch
Ort
Im Rahmen
Themenjahr "Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen"
Referent/in
Naftali Fürst, Auschwitz- und Buchenwaldüberlebender
Veranstalter
Friedrich-Schiller-Universität
Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierefreier Zugang
ja
Öffentlich
ja
Information

Die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald jährte sich im April 2020 zum 75. Mal. Die ACHAVA Festspiele wollen gemeinsam mit den Überlebenden und vielen Partnern das Erinnern an dieses Ereignis wachhalten. Naftali Fürst ist einer der Überlebenden der Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald sowie Vorsitzender Häftlingsbeirat des Konzentrationslagers Buchenwald.

Er wurde 1932 in Bratislava (Slowakei) geboren. Als Juden wurden Naftali Fürst und seine Familie von den Nationalsozialisten verhaftet und in verschiedene Arbeits- und Konzentrationslager, darunter auch Auschwitz-Birkenau, deportiert. Als 12-Jähriger wurde er zusammen mit seinem Bruder 1945 auf einen Todesmarsch nach Buchenwald geschickt. Fürst wird über seine Erlebnisse in den Konzentrationslagern, dem Todesmarsch sowie der Befreiung berichten.

Wie durch ein Wunder überlebten auch Naftali Fürsts Eltern und sein Bruder den Holocaust und emigrierten später nach Israel. Dort arbeitete Fürst als Fotograf, Fahrlehrer und Werksleiter. Erst 50 Jahre nach dem Krieg konnte er seine Geschichte erzählen, nachdem er mit Bruder und Tochter eine Reise nach Bratislava angetreten hatte. Seitdem führen ihn seine Vortragsreisen in zahlreiche Länder. Als Vorsitzender des Beirates ehemaliger Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald kehrt er regelmäßig dorthin zurück, um auch in Thüringen Zeitzeugengespräche zu führen. 2008 wurde sein Buch Wie Kohlestücke in den Flammen des Schreckens. Eine Familie überlebt den Holocaust auf Deutsch veröffentlicht. Eine Neuauflage erscheint in diesem Jahr und wird am Veranstaltungsabend vorgestellt werden.

Das Gespräch leiten Prof. Walter Rosenthal, Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Martin Kranz, Intendant der ACHAVA Festspiele Thüringen.

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