Goldglitter_2021

Jahrgang 2021

Goldglitter_2021
Foto: FSU Jena

Im Juli wurden 60 Studierende in das Programm aufgenommen. Wegen der Pandemie musste unsere Eröffnungsveranstaltung auch in diesem Jahr wieder online stattfinden.

Digitale Eröffnungsveranstaltung 2021 Digitale Eröffnungsveranstaltung 2021 Foto: Graduierten-Akademie

Philosophische Fakultät

Sophie Albrecht Inhalt einblenden

Studiengang: Philosophie (B.A.)

Betreuung durch Dr. Hannes Höfer

Verschwörungserzählungen als modernes ‚Mythisieren’
Seit das Corona-Virus aufgetreten ist, finden waghalsige Verschwörungserzählungen Eingang ins ganz Alltägliche: es wäre Bill Gates, der nach Weltherrschaft strebe, SARS-CoV-2 wäre als Biowaffe in einem chinesischen Labor entworfen worden oder mit der Impfung fände eine „Verchippung“ statt.
Ich nähere mich dem Thema Verschwörungserzählungen in der Corona-Pandemie aus literaturwissenschaftlicher Perspektive. Meine Frage richtet sich narratologisch auf die Darstellungsmittel der Verschwörungserzählungen: Welcher Erzählstrukturen und welcher Stilmittel wird sich bedient? Welche Narrative werden geschaffen?
Ich möchte Verschwörungserzählungen als moderne Mythen entlarven, denn Verschwörungserzählungen mythisieren. „Etwas ‚mythisieren‘ heißt etwas ‚zu einem Mythos machen‘“. Es geht nicht um „Wissen-Wollen“, wie Matuschek schreibt, sondern darum, das eigene ‚emotional-affektive Welt- und Selbstverständnis‘ sinnstiftend in eine übergeordnete Erzählung einzubetten. In der Definition des Mythos als „einer nicht überprüfbaren sinngebenden Erzählung“ lässt sich die Parallele zu Verschwörungserzählungen ziehen und auf das heutige Phänomen übertragen.

Friederike Andrees Inhalt einblenden

Studiengang: Literatur-Kunst-Kultur (M.A.)

Betreuung durch Dr. Peter Braun

Dialog und Dialogizität im Schreibprozess
Das von Professor (alp.) Peter Braun, dem Leiter des Schreibzentrums der FSU Jena, und mir geführte Projekt widmet sich der Beziehung Schreibender zu Dialogpartnern*innen, die in Beziehung zum Text stehen. Dabei liegt der Fokus auf Figuren und Elementen des Textes selbst. In weiteren Schritten sollen außertextliche Dialogpartner*innen, wie sie beteiligte Lektor*innen oder wichtige „Vorbilder“ darstellen, untersucht werden.
Ausgangspunkt werden die Arbeiten Michail Bachtins zu den Begriffen Dialogizität und Polyphonie bilden. Darauf aufbauend sollen Beschreibungskategorien gefunden werden, mit denen die komplexen Dialogbeziehungen erfasst werden können.
Das Projekt bildet eine Verbindung zwischen Schreibdidaktik und Literaturwissenschaft. Für die Schreibdidaktik erhoffen wir uns einen kulturwissenschaftlichen Gegenentwurf zu gängigen kognitionspsychologischen Ansätzen des Schreibens. Der Blick auf die Textproduktion und die Beziehung zwischen Textproduzent*in und Text im Entstehungsprozess kann literaturwissenschaftlichen Analysen neue Perspektiven einräumen.

Jill-Marie Brogner Inhalt einblenden
Jill-Marie Brogner Jill-Marie Brogner Foto: privat

Kontakt: jill-marie.brogner@uni-jena.de

Studiengang: Literatur-Kunst-Kultur (M.A.)

Betreuung durch Prof. Dr. Juliane von Fircks

Eine Analyse mittelalterlicher Kräuterbücher aus kunsthistorischer Perspektive
Mein Projekt nimmt Kräuterbücher des Spätmittelalters in den Blick, die Pflanzen und Kräuter abbilden und ihre Eignung und Verwendung erstmals volkssprachlich beschreiben. Im Besonderen analysiere ich das „Kräuterbuch“ Johannes Hartliebs aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, das die einzige illustrierte deutschsprachige Handschrift zum Thema vor der Inkunabel-Zeit darstellt, und Johann Wonnecke von Kaubs „Gart der Gesundheit“ von 1485, das erste gedruckte Kräuterbuch des christlich-westlichen Europas. Mit interdisziplinärem, kulturhistorischem Ansatz sollen die Voraussetzungen für und die Entwicklungen von solchen Werken rekonstruiert werden. Vor diesem Hintergrund soll die Untersuchung des Text-Bild-Verhältnisses die Innovationskraft beider Werke herausstellen und einen Beitrag für die literaturwissenschaftliche, v.a. aber kunsthistorische Mediävistik leisten.

Nichita Doroshenko Inhalt einblenden
Nichita Doroshenko Nichita Doroshenko Foto: privat

Studiengang: Deutsche Klassik im europäischen Kontext (M.A.)

Betreuung durch Prof. Dr. Alice Stašková

Balthasar Haug (1731–1792) – Vermittler und Förderer der schönen Wissenschaften in der Bildungslandschaft Württembergs
Während die äußere Struktur der Karlsschule (Friedrich Schillers Bildungsanstalt, 1770–1782) gut dokumentiert und bearbeitet ist, sind Teilbereiche der inneren Strukturen, welche die personalen wie auch inhaltlichen Aspekte der Ausbildung betreffen, bislang nur partiell bearbeitet worden.
Die Persönlichkeit Balthasar Haugs (Schillers Poetik-, Stilistik- und Mythologielehrer an der Karlsschule) bildet den Gegenstand meines Pilotsprojekts im Rahmen des Gesamtprojekts „Bildungslandschaften der Aufklärung“.
Hierbei soll die Rolle von Haug im Rahmen des württembergischen Ausbildungssystems dargelegt und seine Funktion als Vermittler der schönen Künste gekennzeichnet werden. Dafür ist es unerlässlich, seinen Lebenslauf und Tätigkeitsbereiche zu rekonstruieren, sowie auch seine Schriften (wie Gedichte, Prüfungsthesen, Aufsätze etc.) zu edieren und sämtliche Schriftzeugnisse (Zeitschriften u.a) bibliografisch verfügbar zu machen. Damit soll Haug als Popularphilosoph, Dichter und Verleger im Sinne einer exemplarischen Biographie der Spätaufklärung im lokalen (Württembergischen) Kontext dargestellt werden.

Barbora Fischerová Inhalt einblenden
Barbora Fischerova Barbora Fischerova Foto: privat

Kontakt: barbora.fischerova@uni-jena.de

Studiengang: Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts (M.A.)

Betreuung durch Dr. Jochen Böhler

Polen und die Tschechoslowakei nach dem Ende des Ersten Weltkrieges: Die Reaktionen der Regierungen auf Gewalt am Beispiel des Konflikts um das Teschener Schlesien
Polen und die Tschechoslowakei waren im Jahr 1918 zwei neue Republiken, die eine komplizierte Geschichte hatten, da sie beide seit langer Zeit keinen eigenen Staat hatten. Das brachte Probleme mit sich, insbesondere eine ethnische Division und unklare nationale Grenzen. Die kleine Region des ehemaligen Herzogtums Teschens sorgte für einen Konflikt zwischen beiden Nachbarn, da sie einen historischen und industriellen Wert für die Tschechen besaß, aber seit einiger Zeit größtenteils von polnischen Arbeitern bewohnt wurde.
Im Rahmen des Honours-Programmes werde ich diesen Konflikt in der Region des Teschener Schlesiens untersuchen. Eine zentrale Frage ist dabei, wie die jeweilige tschechoslowakische und polnische Regierung mit der spannungsgeladenen Region und den unterschiedlichen bewaffneten Gruppen umging und wie sie auf die zahlreichen bewaffneten Auseinandersetzungen in den Jahren 1918-1920 reagierte.

Nico Hünniger Inhalt einblenden
Nico Hünniger Nico Hünniger Foto: privat

Kontakt: nico.huenniger@uni-jena.de

Studiengang: Englisch, Französisch, Latein (Lehramt Gymnasium, Staatsexamen)

Betreuung durch Prof. Dr. Thomas Scharinger

Friedrich Wilhelm Riemer und die Romanische Philologie im frühen 19. Jahrhundert
Friedrich Wilhelm Riemer (1774-1845) ist der Forschung v.a. aufgrund seines langjährigen Wirkens als Sekretär Goethes bekannt. Obwohl immer wieder betont wird, dass Riemer auch ein herausragender Philologe war, sind bislang keine detaillierten Studien zu seinen sprachwissenschaftlichen Arbeiten vorgelegt worden. Im Rahmen meines Forschungsprojekts setze ich mich intensiv mit den im Goethe- und Schiller-Archiv aufbewahrten handschriftlichen Aufzeichnungen Riemers auseinander, wobei ich mich v.a. für seine Studien zu den romanischen Sprachen interessiere. Da sich die Romanische Philologie gerade im 19. Jahrhundert als eigenständige wissenschaftliche Disziplin konstituiert, stellt sich die Frage, inwiefern er sich in das Panorama der Romanistik des frühen 19. Jahrhunderts einfügt. Wie erklärt er den Sprachwandel, insbesondere im Hinblick auf die Entstehung der romanischen Sprachen aus dem Lateinischen? Finden sich in seinen Abhandlungen gar innovative Ideen, die seiner Zeit weit voraus waren, aber nicht publiziert und daher nicht rezipiert wurden?

Celine Susann Kögler Inhalt einblenden
Celine Susann Kögler Celine Susann Kögler Foto: privat

Kontakt: celine.koegler@uni-jena.de

Studiengang: Literatur-Kunst-Kultur (M.A.)

Betreuung durch Prof. Dr. Dirk von Petersdorff

Auseinandersetzung mit der amerikanischen Besatzungsmacht in exemplarischen Artikeln des „Ruf“ und deren ideengeschichtlich-kultureller Tradition(en)
Mein Projekt wird die Zeitschriftenlandschaft der amerikanischen Besatzungszone in den Blick nehmen - genauer den auflagenstarken Münchner "Ruf", der sich als Medium politisch-kultureller Debatten etablierte.
Durch eine textimmanente Auseinandersetzung mit exemplarischen Artikeln (vorzugsweise der Herausgeber) kann geprüft werden, inwieweit es Bezugnahmen oder verbale Angriffe auf die Besatzungspolitik der Amerikaner gab und ob diese den Rahmen der damaligen pressepolitischen Regeln überschritten. Erfolgten vielleicht sogar direkte verbale Angriffe? Inwiefern konnten amerikanische Kontrollbehörden auf diese reagieren und finden sich dabei mögliche Hinweise auf die Entlassungsgründe der Herausgeber? In welcher Tradition steht die vorgebrachte Kritik kulturell sowie ideengeschichtlich?
Themenschwerpunkte werden hierbei sein: die Forderung demokratischer Grundrechte, Kriegsgefangenschaft, Hunger und Elend der Zivilbevölkerung, Sprachregelungsmaßnahmen/Zensur, Demokratie- und Parteienskepsis, nationalistische Sprachpartikel.

Nick Ludwig Inhalt einblenden

Kontakt: nick.ludwig@uni-jena.de

Studiengang: Interkulturelle Personalentwicklung und Kommunikationsmanagement (M.A.)

Betreuung durch Prof. Dr. Stefan Strohschneider 

Entwicklung eines Evaluations- und Fragebogens zur Messung von interkultureller Kompetenz durch Trainings und Simulationen
Wie können Menschen lernen, mit Unbestimmtheit in neuen Situationen umzugehen? Was ermöglicht es Menschen, in dynamischen und stressigen Situationen ruhig und handlungsfähig zu bleiben? Antworten auf diese und ähnliche Fragen versucht die interkulturelle Kompetenzforschung durch erfahrungsbasierte Trainings seit Jahrzehnten zu bieten. Doch sind erfahrungsbasierte interkulturelle Trainings – auch langfristig gesehen – wirksam? Und wie lässt sich diese Wirksamkeit konkret empirisch messen?
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, diese Handlungsfähigkeit in von Unsicherheit geprägten Situationen zu messen und ob interkulturelle Trainings einen positiven Einfluss darauf haben. Es wird ein Fragebogen entwickelt, der vor dem Training das Ausgangslevel ermittelt, ehe kurz nach dem Training erste Reaktionen und Lernerfolge erhoben werden. Nach einem halben Jahr, nachdem die Erkenntnisse und neuen Handlungsfähigkeiten der Trainingsteilnehmer:innen im Alltag erprobt wurden, soll dann gemessen werden, inwiefern sich das Training langfristig auf das Verhalten ausgewirkt hat.

Mariem Nabli Inhalt einblenden
Mariem Nabli Mariem Nabli Foto: privat

Kontakt: mariem.nabli@uni-jena.de

Studiengang: Interkulturelle Personalentwicklung und Kommunikationsmanagement (M.A.)

Betreuung durch Prof. Dr. Daniela Gröschke

Das kulturelle Kapital weiblicher Community-Leader in Jerusalem
Jerusalem ist ein Ort kultureller, ethnischer und religiöser Vielfalt. Historisch gewachsene Strukturen und Konflikte um das Heilige Land haben die Stadt in Communities geteilt. Diese werden durch gemeinsame Narrative geeint, während sie durch physische Mauern und mentale Grenzen voneinander getrennt sind. Die lokalen Realitäten werden zudem von den Interventionen und den Interessen der internationalen Gemeinschaft überschattet.
Innerhalb dieser komplexen Strukturen etablieren sich immer mehr Frauen erfolgreich zu Führungspersönlichkeiten. Sie leiten Initiativen und NGOs, um ihre Community voranzubringen, Frauen im öffentlichen Raum sichtbar zu machen oder marginalisierten Gruppen eine Stimme zu geben. 
In meinem Forschungsprojekt beschäftige ich mich damit, wer diese Frauen sind, welches kulturelle Kapital dazu beiträgt, dass sie als Anführerinnen anerkannt werden und welche Kooperationen zwischen ihnen bestehen. Dabei möchte ich ihre Strategien, Motive, Hindernisse und Erfolge für künftige weibliche Führungskräfte beleuchten. 

Lisa-Marie Oelmayer Inhalt einblenden
Lisa-Marie Oelmayer Lisa-Marie Oelmayer Foto: privat

Kontakt: Lisa-marie.oelmayer@uni-jena.de

Studiengang: Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts (M.A.)

Betreuung durch Prof. Dr. Gisela Mettele

Die Professorin Anna Lindemann (1892–1959) in der SBZ und der frühen DDR: eine (Frauen)-Biographie.
Die Gleichberechtigung der Geschlechter in der DDR ist bis heute ein weit verbreiteter Mythos. Welche Unterschiede in verschiedenen Berufsfeldern vorherrschten und welche qualitativen Differenzen in Status und Karriereweg zwischen Männern und Frauen bestanden wird dabei nicht berücksichtigt. Ein genauerer Blick bringt den Mythos ins Schwanken. Die Betrachtung einzelner Frauen und ihrer Biographien innerhalb ihres Berufsfeldes ist deshalb für eine differenzierte Geschlechtergeschichte der DDR notwendig. Die Aufarbeitung der Biographie Anna Lindemanns aus Archivakten setzt an diesen Überlegungen an. Als Kommunistin und „Freidenkerin“ im Nationalsozialismus verfolgt, wird sie 1948 Professorin für Gegenwartsgeschichte an der FSU. Eine eingehende Darstellung ihrer Biographie liegt bisher nicht vor. Diese kann Antworten auf die Frage nach den sich öffnenden Handlungsoptionen für Akademikerinnen in der ostdeutschen Nachkriegsgesellschaft und den sich wieder verfestigenden patriarchalen Strukturen in der entstehenden DDR liefern – im speziellen in der Bildungs- und Hochschulpolitik.

Miriam Pfeiffer Inhalt einblenden

Kontakt: miriam.pfeiffer@uni-jena.de

Studiengang: Romanistik (B.A.)

Betreuung durch Prof. Dr. Claudia Hammerschmidt

Sprachkonflikte in der zeitgenössischen Mapuche-Lyrik
Im Zuge der Vorbereitungen zu den 500-Jahr-Feiern der „Entdeckung” Amerikas von 1492 bildete sich in den neunziger Jahren in ganz Lateinamerika ein neues indigenes Selbstbewusstsein heraus. In diesem Zusammenhang entstand in Patagonien die „neue Mapuche-Lyrik“. Diese stellt sich – reich, vielseitig und ästhetisch anspruchsvoll – auf verschiedene Weisen der Aufarbeitung kolonialer Wunden der Mapuche, deren Volk, Sprache und Kultur von den Nationalstaaten Argentinien und Chile während grausamer Militärinvasionen im 19. Jahrhundert sowie anschließender systematischer Verschleppung, Vertreibung und Ghettoisierung fast ausgelöscht wurden.
Schwer wiegt dabei bis heute, dass viele Mapuche nicht (mehr) die Sprache der Kultur sprechen, der sie sich zugehörig fühlen, Mapudungun, sondern Spanisch – die Sprache der kolonialen Machtstrukturen als Sprache der Täter.
Im Rahmen des Honours-Projekts möchte ich am Beispiel von drei Mapuche-Dichter:innen der Frage nachgehen, wie sich dieser (post)koloniale sprachliche Konflikt des Sprachverlustes in der Lyrik verdichtet und ästhetisch zum Ausdruck kommt.

Wanda Sue Warning Inhalt einblenden
Wanda Sue Warning Wanda Sue Warning Foto: privat

Studiengang: Kunstgeschichte (M.A.)

Betreuung durch Prof. Dr. Johannes Grave

Romantische Malerei in Schottland
In meinem Forschungsprojekt widme ich mich schottischer Kunst um 1800 und ihrer Beziehung zu Werken und Kultur der Romantik in Europa. Den Ausgangspunkt meiner Auseinandersetzung bildet dabei Henry Raeburn (1756–1823), ein Maler der Romantik, der einen Großteil seines Lebens in Edinburgh verbrachte. Die Gemälde dieses – seiner Zeit führenden – Porträtisten Schottlands zeichnen sich durch ihre besondere Gestaltung der Dargestellten aus. Denn Raeburn zeigt sie nicht nur als Individuen gemäß ihrer äußeren Erscheinung, sondern visualisiert auch eigentlich Undarstellbares: ihren Charakter und ihre Emotionen. Der formalen Gestaltung der Bilder kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu, denn das Wesen der Porträtierten wird etwa durch einen impulsiven Pinselstrich, pastosen Farbauftrag und kräftiges Kolorit vermittelt. Eine systematische Untersuchung von Raeburns Werk soll, über die Positionierung in der Romantischen Kunst Schottlands hinaus, deren Spezifika innerhalb der Romantik als europäischer Kunst- und Geistesströmung verorten.

Anna Sophia Weichmann Inhalt einblenden
Anna Sophia Weichmann Anna Sophia Weichmann Foto: privat

Kontakt: anna.sophia.weichmann@uni-jena.de

Studiengang: Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts (M.A.)

Betreuung durch Prof. Dr. Jens-Christian Wagner

Pluralisierung der Erinnerung an die NS-Verfolgtengruppen in der DDR? Untersuchung anhand der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald im Zeitraum von 1980–1989/90
Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der DDR im letzten Jahrzehnt ihres Bestehens. Der konkrete Forschungsgegenstand ist dabei die 1958 gegründete Nationale Mahn- und Gedenkstätte (NMG) Buchenwald. Sie nahm eine zentrale Rolle zur Legitimierung der DDR als das „bessere Deutschland“ im Kalten Krieg ein. Stark hervorgehoben und mythisiert wurde in der NMG Buchenwald der Überlebenskampf von kommunistischen Widerstandskämpfern. Die Verfolgungsgeschichten der vielen weiteren Opfergruppen des Lagers wurden in der DDR dagegen kaum – oder gar nicht – beachtet. Dieses Projekt fragt unter anderem danach, ob sich das im letzten Jahrzehnt des Bestehens des Staatssozialismus änderte und welche Akteur*innen sich für die Würdigung marginalisierter NS-Verfolgtengruppen einsetzten. Dadurch grenzt das Projekt an allgemeinere Fragen zur Geschichte der DDR der 1980er Jahre an; unter anderem an die Frage, inwieweit es möglich war, innerhalb dieser Gesellschaft „Eigensinn“ zu entwickeln.

Physikalisch-Astronomische Fakultät

Emil Donkersloot Inhalt einblenden

Kontakt: emil.donkersloot@uni-jena.de

Studiengang: Physik (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Sebastiano Bernuzzi

Multiband Gravitationswellen Analysen
Nach Einsteins Gravitationstheorie, der allgemeinen Relativitätstheorie (ART), müssten kollidierende schwarze Löcher die Raumzeit so stark beeinflussen, dass die Störungen auf der Erde messbar sind. Dies wurde 2015 das erste Mal mit extrem sensitiven Detektoren erreicht und Gravitationswellen werden weiterhin aktiv erforscht. Die momentanen Gravitationswellendetektoren auf der Erde können ausschließlich die letzten paar Sekunden der Kollision messen. Zukünftige Detektoren wie der im All platzierte LISA Detektor (geplantes Startdatum 2034) können jedoch auch die langen Phasen vor der Kollision der sich umkreisenden schwarzen Löcher messen. Eine große Herausforderung besteht darin, die langen Signale mit z.B. LISA zu messen und vorherzusagen, wann die erdbasierten Detektoren das Signal auffangen. Diese „Multiband“ Methode erlaubt es genauere Aussagen über diese Kollisionsprozesse zu treffen und zudem die ART genauer zu überprüfen. Da noch keine LISA Daten vorliegen, werde ich im Rahmen des Forschungsprojekts die Signale erst simulieren, um diese dann zu analysieren.

Manuel Klockow Inhalt einblenden

Kontakt: manuel.klockow@uni-jena.de

Studiengang: Physik und Informatik (Doppelstudium) (B.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Thomas Pertsch

Anwendung Genetischer Algorithmen zum Inversen Design von Optischen Metamaterialien
In den letzten Jahren haben sich genetische Algorithmen zu einem Standardansatz zur Lösung komplexer Probleme in vielen Fachgebieten entwickelt. Auch in der Photonik hat diese Herangehensweise Einzug gefunden. In diesem Projekt will ich einen auf einem genetischen Algorithmus basierten Ansatz zum inversen Design von optischen Metamaterialien entwickeln.
Optische Metamaterialien, eine neue Klasse optischer Nanomaterialien, haben physikalische Eigenschaften, die durch ihre interne Nanostruktur bestimmt werden. Durch diese Struktur können Eigenschaften erreicht werden, die so in der Natur nicht zu finden sind, wie zum Beispiel ein negativer Brechungsindex.
Genetische Algorithmen sind Verfahren, die sich ein Beispiel an der in der Natur stattfindenden Evolution nehmen, um komplexe Optimierungsprobleme zu lösen. In einem Prozess, der auf Selektion, Paarung und Mutation von Lösungskandidaten basiert, werden immer bessere Lösungen generiert.
Im Rahmen des Honours-Programms arbeite ich an der Entwicklung eines genetischen Ansatzes zum Design von optischen Metamaterialien. Die analytische Modellierung solcher Materialien ist eine große Herausforderung und häufig sind hierfür aufwendige Simulationen vonnöten. Diese Problematik kann durch einen Ansatz, der auf einem genetischen Algorithmus basiert, verringert werden.

Theresa Küchle Inhalt einblenden
Theresa Küchle Theresa Küchle Foto: privat

Kontakt: theresa.kuechle@uni-jena.de

Studiengang: Physik (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Giancarlo Soavi

Optische und elektronische Eigenschaften atomar dünner Materialien
Die Entdeckung von Graphen im Jahr 2004 hat in der Wissenschaft ein enormes Interesse geweckt, das zur Entdeckung weiterer Mitglieder der Familie der zweidimensionalen (2D), d. h. atomar dünnen, Materialien führte.  Darunter sind Halbleiter, Isolatoren, Supraleiter und Ferromagnete. Zu den Halbleitern zählen Übergangsmetalldichalcogenide (TMDs) mit interessanten elektronischen und optischen Eigenschaften, die somit vielversprechende Kandidaten für die künftige Generation optoelektronischer Geräte wie Lichtsensoren, Leuchtdioden und Solarzellen sind. Die optischen und elektronischen Eigenschaften von 2D-Materialien unterscheiden sich stark von denen der in alle Raumrichtungen ausgedehnten 3D-Kristalle. Ich konzentriere mich auf die Untersuchung der Erzeugung und insbesondere der Rekombinationswege von Quasiteilchen (Exzitonen) in aufeinandergestapelten 2D-Materialien (sogenannte Heterostrukturen), die die optischen und elektronischen Eigenschaften und damit die Effizienz möglicher Anwendungen in Geräten im Nanomaßstab bestimmen.

Francisco Paez Larios Inhalt einblenden

Studiengang: Photonics (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Pablo Carravilla Palomanes

Bela Vogler Inhalt einblenden

Studiengang: Physik (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Christian Eggeling

Ein deep-learning basiertes Netzwerk zur quantitativen Analyse von Single Particle Tracking Daten
Das Verständnis und die Rückverfolgung intrazellulärer Partikelbewegungen versprechen einen großen Einblick in die Mechanismen des Lebens. Da diese Prozesse durch Diffusion angetrieben werden und mit mathematischen Modellen recht gut modelliert werden können, könnte die Untersuchung der Diffusionsdynamik und -wege unser Wissen über biologische Systeme von Interesse vertiefen. Zu diesem Zweck bietet die kürzlich entwickelte MINFLUX-Technik eine hochpräzise 2D- und 3D-Verfolgung einzelner Partikel mit hoher Geschwindigkeit.
Wir arbeiten an einem mehrschichtigen Analyseprogramm, das in der Lage ist, die Diffusionsmodi jeder erkannten Trajektorie zu identifizieren. Durch die Kombination der Analyse mehrerer Trajektorien von Partikeln, die sich innerhalb eines bestimmten Sichtfelds bewegen, könnte eine Karte der Diffusionsmodi erstellt werden, die Bereiche mit heterogener Diffusion hervorhebt. Auf diese Weise kann ein detailliertes Verständnis der Diffusionsmuster komplexer biologischer Systeme erreicht werden.
Zu diesem Zweck werden wir herkömmliche Datenanalyseroutinen mit neu entwickelten Strategien des maschinellen Lernens zur Mustererkennung kombinieren.
Unser Ziel ist es daher, ein vollständig auf maschinellem Lernen basierendes Modell zur Erkennung von Diffusionsmustern für das Single-Particle-Tracking zu entwickeln und es als Cloud-Service bereitzustellen.

Medizinische Fakultät

Florian Hickl Inhalt einblenden
Florian Hickl Florian Hickl Foto: privat

Kontakt: florian.hickl@med.uni-jena.de

Studiengang: Medizin (Staatsexamen)

Betreuung durch Prof. Dr. Ignacio Rubio

Intrazelluläre Mechanismen der Endotoxin-Toleranz 
Die Toleranz menschlicher Abwehrzellen (Immuntoleranz) verhindert im Normalfall überschießende Reaktionen auf harmlose Bakterien und den Angriff des Immunsystems auf körpereigene Bestandteile. Ist ein Patient aber von einer Sepsis, einer schweren Infektion mit fehlregulierter Immunantwort des Körpers, betroffen, kann eine zum falschen Zeitpunkt ausgelöste oder zu lange herrschende Immuntoleranz zu einer stark beeinträchtigten Erregerbeseitigung, einem schwereren Verlauf und einer erhöhten Sterblichkeit beitragen. Es ist daher klinisch wichtig und interessant, den intrazellulären Mechanismus dieser Toleranzauslösung weiter zu untersuchen, auch um mögliche Ansatzpunkte für eine therapeutische Strategie zu identifizieren. Die Identifikation von an der Toleranzauslösung beteiligten Mediatoren kann untersucht werden, indem die interagierenden Proteine vor und nach Toleranzauslösung erfasst und verglichen werden. Die Erfassung ist mithilfe eines sogenannten Proximity Biotinylation Screens möglich. Dazu werden bekannte Signalwegsproteine gentechnisch verändert, um Proteine in der näheren Umgebung zu markieren und deren Identifikation mittels Massenspektrometrie zu ermöglichen. In meiner Forschungsarbeit nutze ich diesen Ansatz in einer humanen Monozytenzelllinie.

Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften

Jenny Bauer Inhalt einblenden
Jenny Bauer Jenny Bauer Foto: privat

Kontakt:  jenny.bauer@uni-jena.de

Studiengang: Psychologie (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Jennifer Bellingtier

Altersstereotype und soziale Beziehungen im hohen Erwachsenenalter
Wir alle haben Annahmen darüber, wie sich ältere Menschen typischerweise verhalten und wie es sein wird, wenn man selbst einmal „alt“ ist. Becca Levys „Stereotype Embodiment Theory“ nimmt an, dass solche Altersstereotype und Erwartungen bezüglich des Alter(n)s über die Lebensspanne verinnerlicht werden und einen Einfluss darauf haben, wie sich Personen, wenn sie das hohe Erwachsenenalter erreichen, verhalten, wie sie denken und fühlen.
Einige dieser Stereotype und Erwartungen beziehen sich mitunter darauf, wie ältere Menschen mit anderen Personen interagieren, welche sozialen Kontexte sie aufsuchen (sollten) und wie sich ihre Netzwerke gestalten.
Im Rahmen des Honours-Programms möchte ich untersuchen, ob sich die sozialen Beziehungen älterer Erwachsener unterscheiden, je nachdem in welchem Ausmaß jene altersstereotypischen Vorstellungen bei ihnen ausgeprägt sind. Mein Ziel ist es, mittels eines längsschnittlichen Untersuchungsdesigns Limitationen bisheriger korrelativer Forschungsbefunde zu überwinden und so Annahmen über die Direktionalität des Zusammenhanges treffen zu können.

Florentine Diersch Inhalt einblenden
Florentine Diersch Florentine Diersch Foto: privat

Studiengang: Erziehungswissenschaft/Psychologie (B.A.)

Betreuung durch Dr. Julia Dietrich

Wissensbezogene Überzeugungen von Pädagogik-Studierenden
Das Verständnis und die individuelle Auffassung von Lernenden zu Wissen und zum Wissenserwerb (sogenannte epistemische Überzeugungen) hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf ihren Lernerfolg. Die Relevanz wissensbezogener Überzeugungen wird vor allem im Kontext pädagogischer Studiengänge wie dem Lehramt diskutiert. Zur Erlangung professioneller Kompetenz ist pädagogisches Fachwissen essenziell, da es zum Erwerb und Einsatz reflektierter und differenzierter kognitiver Wissenskonzeptionen dient. Die bereits bestehenden Fragebogen-Instrumente zur Untersuchung dieser wissensbezogenen Überzeugungen sind stark auf pädagogisches Wissen im Bereich Schule fokussiert und bilden damit nur einen Teil dessen ab, womit sich Studierende anderer pädagogischer Studiengänge, wie der Erziehungswissenschaft, thematisch auseinandersetzen. Diese Forschungslücke kann mit der Generierung neuer Items adressiert werden, die den Geltungsbereich des bestehenden Fragebogens für Erziehungswissenschaftsstudierende erhöht, indem z. B. auch sozialpädagogische und sozialwissenschaftliche Inhalte enthalten sind. Es wird vermutet, dass so die epistemischen Überzeugungen hinsichtlich evidenzbasierten pädagogischen Wissens für Erziehungswissenschaftsstudierende valider erfasst werden können. 

Norman Hüttner Inhalt einblenden
Norman Hüttner Norman Hüttner Foto: privat

Kontakt: norman.huettner@uni-jena.de

Studiengang: Doppelstudium: 1. Sport, Französisch (Lehramt Gymnasium, Staatsexamen), 2. Psychologie (B.Sc.) 

Betreuung durch Dr. Florian Müller

Wie wirken sich Persönlichkeitseigenschaften von zwei Personen auf motorische Aufgaben aus?
Im Tennis-Doppel, im Beach-Volleyball oder beim Tragen eines Möbelstücks beim Umzug: In vielen Bereichen im täglichen Leben und im Sport erbringen wir mit anderen Personen zusammen eine Leistung. Doch welche Persönlichkeitseigenschaften könnten entscheidend für das Beach-Volleyball-Team sein, um erfolgreich zu sein? In meinem Honours-Projekt untersuche ich, wie sich die Leistung von Dyaden in einer motorischen Joint-Action-Aufgabe unterscheidet, je nachdem, wie die Motive der einzelnen Individuen und deren Kombination ausgeprägt sind. In Vorstudien konnte gezeigt werden, dass beispielsweise hoch Machtmotivierte in 1:1-Wettkämpfen eine bessere Leistung erzielen als in Teamsituationen. Im Projekt möchte ich dieses Forschungsfeld erweitern, indem zwei Personen eine motorische Joint-Action-Aufgabe gemeinsam absolvieren, bei der sie eine Kugel mit einem Joystick durch ein Labyrinth steuern. Dabei werden auch Motivinteraktionen explorativ untersucht.

Laura Künzel Inhalt einblenden
Laura Künzel Laura Künzel Foto: privat

Kontakt: laura.kuenzel@uni-jena.de 

Studiengang: Psychologie (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. David Urschler

Verzerrte Entscheidungen in Gruppen
Im Zentrum des sozialpsychologischen Projektes steht die Untersuchung von Entscheidungsverhalten. Zahlreiche Studien zeigen, dass auf dem Weg zur Entscheidung Informationen präferiert ausgewählt werden, die die eigene Einstellung unterstützen. Dem folgend gewinnt dieses Phänomen auch an Bedeutung, wenn es auf Gruppenebene betrachtet wird. Validierung und Ablehnung der persönlichen Meinung als auch die Spannweite der Interpretation von Informationen spielen eine zentrale Rolle im Entscheidungsprozess. Inwiefern dieser Bestätigungsfehler auch in Gruppenprozessen zum Tragen kommt, ist Analysegegenstand dieses Replikationsvorhabens. Vor diesem Hintergrund wird das Experimentaldesign der Primärstudie umgesetzt, bei dem junge Erwachsene einen realistischen Anwendungsfall einzeln und als Gruppe bearbeiten, sodass Differenzen in der Einstellung und im Verhalten hervortreten. Ebenso werden Einflussfaktoren, die im Zusammenhang mit dem Gruppengefüge stehen, in der Untersuchung berücksichtigt. Die Ergebnisse bieten Anschlussfähigkeit für die Forschung zur Meinungsbildung und den praktischen Transfer auf gesellschaftlicher Ebene.

Matthäus Rudolph Inhalt einblenden
Matthäus Rudolph Matthäus Rudolph Foto: privat

Kontakt: matthaeus.rudolph@uni-jena.de 

Studiengang: Psychologie (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Franz Neyer

Soziale Netzwerke und Persönlichkeit in der Corona-Pandemie
Durch die Corona-Pandemie hat sich das soziale Leben von Studierenden massiv verändert. Statt sich am Campus zu treffen, gemeinsam Vorlesungen zu besuchen und Mittag zu essen, finden universitäre Veranstaltungen und viele Formen des persönlichen Kontakts nun digital statt. Durch diese einmaligen Umstände ist die Herstellung und Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen zu einer neuen Herausforderung geworden. Innerhalb meines Projekts möchte ich die Entstehung und Entwicklung sozialer Netzwerke von Studierenden im 1. Semester vor und während der Pandemie miteinander vergleichen: Welchen Einfluss nimmt die Pandemie auf die Größe sozialer Netzwerke? Wer freundet sich mit wem an und warum? Leiden extrovertierte Personen stärker unter den Einschränkungen oder gelingt es ihnen, ein stabiles soziales Netz aufzubauen und aufrecht zu erhalten? Diese und viele weitere Fragen möchte ich auf Grundlage bereits existierender empirischer Daten beantworten.

Nicolas Wrede Inhalt einblenden
Nicolas Wrede Nicolas Wrede Foto: privat

Studiengang: Psychologie (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Gabriele Wilz

Wirkungsweise einer psychotherapeutischen Intervention für pflegende Angehörige
Viele pflegende Angehörige erleben die Pflege als chronischen Stressor, welcher die psychische und körperliche Gesundheit beeinträchtigt. Im laufenden Forschungsprojekt „BerTA – Beratung und telefonische Therapie für pflegende Angehörige“ unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriele Wilz (FSU Jena, Abteilung Klinisch-psychologische Intervention) und Dr. Klaus Pfeiffer (Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart, Klinik für Geriatrische Rehabilitation) erhalten pflegende Angehörige zunächst eine problemlösungsbasierte Kurzintervention und bei Bedarf eine telefonische Psychotherapie. Es gibt zwar einige psychotherapeutische Interventionen zur Entlastung von pflegenden Angehörigen, deren Wirksamkeit bereits untersucht worden ist, kaum beforscht ist bislang jedoch die Wirkungsweise dieser Interventionen, also die Frage, welche Therapieaspekte für die Wirksamkeit verantwortlich sind. Ein Bereich von Wirkfaktoren der Psychotherapie sind allgemeine Wirkfaktoren. Darunter werden Therapieprozesse verstanden, die unabhängig von Therapieschulen im Kontext jeder Psychotherapie auftreten (z.B. emotional unterstützende therapeutische Beziehung oder motivationale Klärung). Im Honours-Projekt soll die Bedeutung allgemeiner Wirkfaktoren für die Wirksamkeit der BerTA-Intervention untersucht werden. Weiterhin sollen Muster der Konvergenz und Divergenz in der Einschätzung dieser Therapieprozesse zwischen Therapeut und Patient sowie der Zusammenhang dieser Muster mit dem Therapieerfolg beleuchtet werden.

Carolin Zink Inhalt einblenden
Carolin Zink Carolin Zink Foto: privat

Kontakt:  carolin.zink@uni-jena.de

Studiengang: Soziologie/Erziehungswissenschaft (B.A.)

Betreuung durch Prof. Dr. Kathrin Leuze

1. Studienfachspezifische Einkommensunterschiede unter HochschulabsolventInnen Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Arbeitsmarkterträgen von AbsolventInnen deutscher Hochschulen und geht der Fragestellung nach, wie Einkommensungleichheiten zwischen unterschiedlichen Fachrichtungen nach Erreichen eines ersten berufsqualifizierenden Studienabschlusses ursächlich erklärt werden können. Unter Rückgriff auf ökonomische Arbeitsmarkttheorien (Humankapitaltheorie und task-based approach) interessiert vor allem, ob eine Akkumulation arbeitsmarktrelevanter Kompetenzen für diese Lohnunterschiede verantwortlich ist. Die empirische Analyse stützt sich auf Daten des DZHW-Absolventenpanels 2009 und folgt einem quantitativen Vorgehen.

2. Herkunftsbedingte Bildungsungleichheiten im mehrgliedrigen Sekundarschulsystem
Gegenstand des zweiten Forschungsprojekts sind Ursachen eines herkunftsspezifischen Übergangsverhaltens von der Primar- zur Sekundarstufe. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem Einfluss schulstruktureller Vorgaben auf die Bildungsbeteiligung Lernender unterschiedlicher sozialer Herkunft innerhalb der mehrgliedrigen Sekundarstufe I. Dazu wird ein Mixed-Methods-Design genutzt, um sowohl quantitative als auch qualitative Zugänge zu Lernenden, Eltern und Lehrkräften zu schaffen. Das Projekt ist als Dissertationsvorhaben nach Studienabschluss im nächsten Jahr angelegt. Im Rahmen des Honours-Programms sollen der Forschungsstand recherchiert und ein Forschungsexposé entwickelt werden.

Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät

Sina Arnoldt Inhalt einblenden

Studiengang: Chemie (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Martin Schulz

Anbindung von photoaktiven molekularen Cu(I)-4H-Imidazolatkomplexen an leitfähige Polymere
Die Entwicklung künstlicher Systeme für die Umwandlung von Sonnenlicht in alternative Energieformen, wie im Rahmen der photokatalytischen Wasserspaltung zur Erzeugung von solarem Wasserstoffkraftstoff, ist ein brandaktuelles Forschungsthema. Als Grundlage dafür werde ich in meinem Projekt breit absorbierende Cu(I)-Komplexe als Photosensibilisatoren erforschen, die nach Lichtanregung Elektronen speichern und auf einen Katalysator übertragen können. Meist werden solche Lichtanregungsprozesse entweder als Photooxidation oder Photoreduktion betrieben und die für die Reaktion notwendigen Elektronen müssen durch Opfermoleküle bereitgestellt werden. Um den Gesamtprozess nachhaltig zu gestalten, müssen Photooxidation und Photoreduktion gekoppelt werden, damit auf Opfermoleküle verzichtet werden kann. Damit Oxidations- und Reduktionsreaktion trotzdem unabhängig voneinander gesteuert werden können, müssen diese zeitlich und räumlich getrennt werden. Die zeitliche Trennung wird durch die Ladungsspeicherung in den von uns untersuchten edelmetallfreien Cu(I)-4H-Imidazolatkomplexen erreicht. In diesem Projekt soll die räumliche Trennung durch die Immobilisierung dieser Komplexe an funktionalisierten, elektrisch leitfähigen Polymeren untersucht werden. Damit soll zukünftig die Schaffung einer vollständigen sowie nachhaltigen, lichtgetriebenen Photoredoxkatalyse erreicht werden.

Lotta Döhler Inhalt einblenden

Kontakt: lotta.doehler@uni-jena.de

Studiengang: Chemie (B.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Robert Kretschmer

Katalytische Eigenschaften von Rhodium-Bis(Gallylen)-Komplexen
Die Katalyse ist eines der wichtigsten Teilgebiete der Chemie, dessen Bedeutung in Zukunft weiter zunehmen wird. Dabei stehen vor allem die Synthese neuer Katalysatoren und deren Optimierung für bestimmte Reaktionen im Vordergrund aktueller Forschungen. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich die Synthese neuer Übergangsmetall-Bis(Gallylen)-Komplexe untersucht und erste Experimente durchgeführt, in denen die katalytische Aktivität einiger Komplexe getestet wurde. Ein Rhodium-Bis(Gallylen)-Komplex zeigte dabei großes Potential als Katalysator in Hydrierungsreaktionen eingesetzt werden zu können. In diesem Projekt werden nun umfassendere Katalysestudien durchgeführt, in welchen die Eigenschaften bezüglich Aktivität und Selektivität des neuen Rhodium-Komplexes mit denen des bekannten Wilkinson-Katalysators verglichen werden. Aus der Studie sollen auch Rückschlüsse auf das chemische Verhalten des Bis(Gallylen)-Liganden gezogen werden, um so weitere Einblicke in die chemischen Eigenschaften dieser Liganden allgemein zu erhalten.

Michael Duong Inhalt einblenden
Michael Duong Michael Duong Foto: Veselin Nasufović

Kontakt: michael.duong@uni-jena.de

Studiengang: Chemie (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Ivan Vilotijevic 

Entwicklung einer enantioselektiven Mitsunobu-Reaktion
In der Chemie werden Moleküle, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten, Enantiomere genannt. Diese Moleküle haben zwar dieselbe Abfolge von Atomen, besitzen jedoch eine andere räumliche Ausrichtung. Enantiomere besitzen dieselben physikalischen Eigenschaften, wirken jedoch oft biologisch anders. Für die Untersuchung von neuen Wirkstoffen müssen die Enantiomere getrennt voneinander zur Verfügung stehen. Die Herausforderung beginnt daher oft schon bei der Synthese selbst. Mein Projekt beschäftigt sich nun mit der Entwicklung einer enantioselektiven Mitsunobu-Reaktion, bei der Alkohole in verschiedene Verbindungen umgewandelt werden. Ich will Moleküle entwickeln, die in den Reaktionsverlauf eingreifen können, wodurch nur ein bestimmtes Produkt-Enantiomer gebildet wird. Beispielsweise kann ein racemischer Alkohol eingesetzt werden, der aus zwei Enantiomeren besteht, wovon nur eines umgesetzt wird. Das andere kann im Nachgang zurückgewonnen werden. Im Idealfall werden zwei enantiomerenreine Produkte erhalten.

Andrea Hainthaler Inhalt einblenden

Kontakt: andrea.hainthaler@uni-jena.de

Studiengang: Chemie-Energie-Umwelt (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Benjamin Dietzek

Untersuchung von Photokatalysatoren zur Wasserstoffentwicklung mittels fs-TA-SEC
Photokatalysatoren sind von großer Bedeutung in der modernen Chemie und haben ein breites Anwendungsspektrum. Herausragende Relevanz hat dabei die artifizielle Photosynthese (photoinduzierte Wasserspaltung und ihre Halbreaktionen), da dadurch Sonnenenergie direkt in chemische Energie umgewandelt werden kann. Aufgrund seiner CO2-Neutralität, stellt dieser Prozess eine bedeutende alternative Energiequelle zur nachhaltigen und langfristigen Deckung des immer größer werdenden Energiebedarfs dar. Häufig findet bei solch einem Photokatalysator keine einfache Redox-Reaktion statt, sondern eine Elektrontransferkaskade. Hierbei werden mehrere Elektronen übertragen, bis der Katalysator „vollständig geladen“ ist, d.h. seine katalytisch kompetente Form gebildet ist. Herkömmliche Spektroskopiemethoden sind häufig auf die Untersuchung von stabilen Spezies beschränkt. Um reaktive Zwischenstufen von Photokatalysatoren zur Wasserstoffentwicklung charakterisieren zu können, werden im vorgestellten Forschungsprojekt Spektroelektrochemie und femtosekundenaufgelöste transiente Absorptionsspektroskopie kombiniert (fs-TA-SEC).

Florian Marcus Hellwig Inhalt einblenden
Florian Marcus Hellwig Florian Marcus Hellwig Foto: privat

Kontakt: florian.marcus.hellwig@uni-jena.de

Studiengang: Geoinformatik (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. -Ing. Clémence Dubois

Ableitung der Bodenfeuchte unter dichter Vegetation mittels satellitengestützter Radardaten
Bodenfeuchte raumzeitlich zu kartieren ist für die Überwachung des globalen Wasser-, Energie- und Kohlenstoffkreislaufs von zentraler Bedeutung. Mit Hilfe der Radarfernerkundung ist es eingeschränkt möglich, Bodenfeuchte selbst unter dichter Vegetation abzuleiten. Im Rahmen meines Forschungsprojektes untersuche ich anhand einer langjährigen Sentinel-1 Zeitreihe das Potential, Bodenfeuchte unter Laub- und Nadelwäldern in Thüringen abzuleiten. Hierfür werde ich verschiedene bewährte Methoden wie beispielsweise die Change Detection, Neuronale Netzwerke und Polarimetrie anwenden und miteinander vergleichen. Weitere Satelliten- und In-Situ Daten werden die Analyse erweitern. Außerdem ist mir wichtig, meine Analyse mit offener und frei verfügbarer Software durchzuführen und die Ergebnisse zu teilen. Insgesamt könnten die Erkenntnisse aus dieser Forschungsarbeit ein besseres Verständnis über die in den letzten Jahren stark belasteten Wälder in Thüringen liefern. Diese Arbeit wird von Frau Dr.-Ing. Clémence Dubois betreut.

Silvia Kolomaznik Inhalt einblenden

Studiengang: Geowissenschaften (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Peter Frenzel

Untersuchung des Einflusses verschiedener Wasserchemien in Binnengewässern auf die Ostrakodenart Cyprideis torosa (Jones, 1850)
Ostrakoden sind mikroskopisch kleine Krebstiere, die von der Form her oft Kidneybohnen ähneln und kalkige Schalen ausbilden. Diese bleiben leicht fossil erhalten, weshalb die Gruppe wichtig in den Geowissenschaften ist.
Im Rahmen meines Projekts habe ich drei Versuchsreihen mit der häufigen Brackwasserart Cyprideis torosa (Jones, 1850) aufgebaut. Diese kommt sowohl an der Küste als auch in salzigen Binnengewässern vor. Im Brackwasser bildet Cyprideis torosa in Abhängigkeit vom Salzgehalt auf ihren Schalen charakteristische Erhebungen, auch Knoten genannt. Außerdem verändert sich die Form ihrer Siebporen, winzig kleine Öffnungen in der Schale. Anhand dieser morphologischen Veränderungen kann der Salzgehalt von ehemaligen Gewässern rekonstruiert werden. Paläoökologische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die verschiedene Ionenzusammensetzung der Salze von Binnengewässern andere morphologische Reaktionen hervorruft. Da dieser Zusammenhang bisher noch nicht untersucht wurde, aber ein großes Anwendungspotential besitzt, möchte ich dies gemeinsam mit Prof. Frenzel erforschen.

Philippe René Meisinger Inhalt einblenden
Philippe René Meisinger Philippe René Meisinger Foto: privat

Kontakt: Philippe.meisinger@uni-jena.de

Studiengang: Chemische Biologie (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Georg Pohnert

Funktionelle Analyse von bakteriellen Signalmolekülen
Bakterien sind in der Lage über Signalmoleküle miteinander zu kommunizieren. Diese Signale tragen dabei Informationen darüber, welche und wie viele Bakterien sich in direkter Umgebung des Organismus befinden. Diese Kommunikation ist oft essentiell, um die Produktion von spezialisierten Metaboliten zu induzieren. Es wurde gezeigt, dass in dem Pflanzenpathogen Pseudomonas syringae, ein Bakterium, das Obstbäume wie z. B. Mangos infiziert, solche Signalstoffe die Produktion von Mangotoxin induzieren. Dadurch bilden sich auf infiziertem Pflanzengewebe Nekrosen, welche im Extremfall zum Absterben des ganzen Baumes führen. Da pflanzenpathogene Bakterien eine große ökonomische Bedrohung darstellen, ist es sehr wichtig diese Kommunikationswege zu verstehen, um neue Möglichkeiten zu finden, die Krankheit zu behandeln. Mein Projekt ist darauf fokussiert, die Signalmoleküle von P. syringae zu isolieren, zu identifizieren und die biologische Funktion dieser Moleküle zu verstehen.

Josephine Paul Inhalt einblenden
Josephine Paul Josephine Paul Foto: privat

Kontakt: josephine.paul@uni-jena.de

Studiengang: Geographie, Mathematik (Lehramt Gymnasium, Staatsexamen)

Betreuung durch Prof. Dr. Mirka Dickel

Social Hyped Locations – Eine Analyse mittels einer erweiterten Idee von Augmented Reality
In alltäglichen Interaktionen konstruieren Menschen die Bedeutungen von Orten und Räumen. Spezielle Konstruktionen dieser Art finden dabei im Zusammenhang mit den „Social Hyped Locations“ statt. Diese Orte sind dadurch charakterisiert, dass sie sich einer herausgehobenen Aufmerksamkeit in den sozialen Medien erfreuen. Signifikant für das Phänomen der „Social Hyped Locations“ ist, dass Personen, die die Orte aufsuchen, die Posen und Gesten der Menschen nachahmen, die bereits vor ihnen an selbigen waren. Somit entstehen immer wieder Fotografien von Individuen an den Orten, welche sich stark ähneln und den Locations eine besondere Bedeutung zuschreiben. Ziel meines Projekts ist es, herauszufinden, welche individuellen und gesellschaftlichen Prozesse zu den ähnlichen Inszenierungen führen, welche Relevanz dem digitalen Austausch dabei zukommt und wie die spezifischen Bedeutungen der Orte geniert werden. Um diesen Forschungszielen nachzukommen, bedient sich die Analyse verschiedener Ideen von Räumen und der Untersuchung mimetischer Prozesse.

Miriam Preißler Inhalt einblenden
Miriam Preißler Miriam Preißler Foto: privat

Studiengang: Chemische Biologie (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Christian Hertweck

Erforschung einer neuartigen γ-Butyrolacton-bildenden Polyketid Synthase Domäne
Infolge der Entdeckung der β-Lactame, wie dem Penicillin, konnte die Behandlung bakterieller Infektionen grundlegend reformiert werden. Demzufolge wuchs das Interesse an Naturstoffen wie den Polyketiden weiter an. Polyketide werden von Polyketid Synthase Enzymen (PKSs) durch Kombination von Acetat- und/oder Propionat- Bausteinen synthetisiert. Üblich für die Typ I PKS Megasynthase Enzymkomplexe ist der Aufbau aus Modulen mit diskreten katalytischen Zentren, sogenannten Domänen. Genomanalysen erlauben eine Voraussage über die Synthese und die Produkte solcher Enzyme. Der Fließband-artige Aufbau der Produkte erfolgt durch die aufeinanderfolgenden Reaktionen der geordneten Domänen. Voraussagbare strukturelle Veränderungen des Produkts lassen sich durch Modifikation der Domänen einführen, wobei die natürlich auftretende Enzymdiversität solche Modifikationen einschränkt. Die Produktfreisetzung aus dem Synthase Enzym erfolgt üblicherweise durch Thioesterase-Domänen, jedoch wurde im Rahmen der Untersuchung der Gladiofungin-Biosynthese eine PKS mit einer C-terminalen A factor synthase-like (AfsA)-Domäne entdeckt. Mein Projekt hat das Ziel diese glaAsfA Domäne strukturell und mechanistisch als neuartige PKS Domäne zu charakterisieren.

Rechtswissenschaftliche Fakultät

Linda Nistler Inhalt einblenden

Kontakt: linda.nistler@uni-jena.de

Studiengang: Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

Betreuung durch Prof. Dr. Matthias Knauff

Interessenvertretung bei der Gesetzesvorbereitung: Zwischen Legitimation und Expertise
Das vorliegende Projekt will den Gesetzgebungsprozess vor Bundestagsabstimmungen betrachten und der Frage nachgehen, welche Spannungsfelder das Phänomen „Interessenvertretung” mit sich bringt. Das Demokratieprinzip des Grundgesetzes statuiert zwar abstrakt eine Grenze für die Abgabe staatlicher Macht. Diese wird jedoch kaum unterverfassungsrechtlich konkretisiert. Auf der anderen Seite besteht ein hoher Expertise- und Austauschbedarf der Bundesministerien in der Gesetzgebung.
Die (verfassungs-)rechtliche Betrachtung erfolgt unter Einbeziehung des politikwissenschaftlichen Governance-Ansatzes, welcher einen weiterreichenden interdisziplinären Erklärungswert und eine schärfere Konturierung des (Verständnisses des) verfassungsrechtlichen Rahmens verspricht. Daneben scheint eine objektivierte Betrachtung von Austauschprozessen und privaten Interessen, welche in Bezug auf die Gesetzesvorbereitung kaum gesetzlich normiert sind, durch die Governance-Perspektive möglich. Der Ansatz betont insbesondere die Relevanz alternativer Steuerungsmodi wie Verhandlungsnetzwerke neben den traditionellen Modi Markt/Wettbewerb und Hierarchie. Dies könnte aufschlussreich sein, da die Rechtswissenschaft erst schrittweise andere Erklärungsmodelle neben dem traditionellen Hierarchie-Paradigma im Bürger-Staat-Verhältnis akzeptiert.

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Sarah Bützler Inhalt einblenden

Kontakt: sarah.buetzler@uni-jena.de

Studiengang: Betriebswirtschaftslehre (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Mike Geppert

Stigmatisierungsprozesse in der Sharing Economy: Eine empirische Untersuchung
Ziel des Forschungsprojekts ist es, einen Beitrag zum Verständnis des Aufkommens von organisationalem Stigma durch spezifische Stakeholdergruppen (= Audienzen) zu leisten. Bisher wurden Audienzen häufig als aggregierte, homogene Gruppen dargestellt. Es fehlen Forschungsarbeiten dazu, wie Stigmatisierung durch spezifische Audienzgruppen hervorgerufen wird sowie ob und wenn ja, wodurch es innerhalb dieser zu heterogenen Beurteilungen von Organisationen kommt.
Diese Forschungslücke soll empirisch über Unternehmen der Sharing Economy untersucht werden. Dieses neue Arbeitsmodell ermöglicht es Unternehmen, selbstständig Beschäftigten einzelne Aufträge über das Internet zu vermitteln. Anhand von Unternehmen wie Uber in der Ridesharing- oder Foodora in der Essenslieferungsbranche kann man den Zusammenhang zwischen individuellen Erfahrungen und der Wirksamkeit öffentlicher Diskurse analysieren, durch den die Stigmatisierung von Organisationen maßgeblich beeinflusst wird.

Felix Kintrup Inhalt einblenden
Felix Kintrup Felix Kintrup Foto: privat

Studiengang: Economics (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Martin Kalthaus

Innovation und Industriedynamik in der dänischen Windkraftindustrie
Erneuerbare Energien spielen eine Schlüsselrolle beim Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens. Allerdings haben bisherige Studien beispielsweise gezeigt, dass politische Maßnahmen mit dem Ziel des Ausbaus erneuerbarer Energien teilweise die Überlebenschancen von Firmen reduzieren können. Ein tieferes Verständnis der hierbei zugrundeliegenden ökonomischen Mechanismen kann zu einer zielführenderen Förderung beitragen. Die Theorie des Industrielebenszyklus beschreibt die Entwicklung der Firmenpopulation vom Entstehen einer Industrie, über das Wachstum und den Rückgang bis hin zu einer Stabilisierung der aktiven Firmen. Im Rahmen meines Forschungsprojektes erfolgt eine empirische Analyse der dänischen Windkraftindustrie, um zu beantworten, inwieweit sie einem typischen Industrielebenszyklus folgt, und welchen Effekt Innovationen auf den Wettbewerb in der Industrie haben. Die dänische Windkraftindustrie ist zur Untersuchung ideal, da Dänemark als Vorreiter dieser Industrie gilt und weiterhin die dänische Energie-Agentur einen Datensatz veröffentlicht, der alle installierten Windkraftanlagen seit 1977 enthält.

Awanish Saraf Inhalt einblenden
Awanish Saraf Awanish Saraf Foto: privat

Kontakt: awanish.saraf@uni-jena.de

Studiengang: Economics (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Olexandr Nikolaychuk

Informationen zu Fördermöglichkeiten in der Koordinierungs- und Einzelförderung
Mein Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Frage: „Ist koordiniertes Fundraising effizienter als individuelles Fundraising, wenn Informationen über das Finanzierungspotenzial von Wohltätigkeitsorganisationen bereitgestellt werden?“ Ich möchte ein Laborexperiment mit einer „echten Spende“ durchführen, um unabhängiges Fundraising mit koordiniertem Fundraising zu vergleichen, wenn die Informationen über das Finanzierungspotenzial der Wohltätigkeitsorganisation bereitgestellt werden. Beim individuellen Fundraising gehen die Spendenanfragen von verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen nacheinander bei den potenziellen Spendern ein, während beim koordinierten Fundraising die Spendenanfragen von verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen gleichzeitig eingehen. Das Finanzierungspotenzial ist etwas, das in den Finanzierungsprojekten als Teil der Fundraising-Strategie von Wohltätigkeitsorganisationen berechnet wird. Diese Untersuchung wird Wohltätigkeitsorganisationen dabei helfen, die beste Fundraising-Einstellung entsprechend ihrem Finanzierungspotenzial zu wählen, um ihr Ziel effizient zu erreichen.

Elisa Stumpf Inhalt einblenden
Elisa Stumpf Elisa Stumpf Foto: privat

Studiengang: Economics (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Silke Übelmesser

Selbsteinschätzung in der Einkommensverteilung
In den letzten Jahren wurde in der Öffentlichkeit viel über Ungleichheit, Einkommen und Bildung diskutiert. Durch die COVID-19-Pandemie wurde dieser Diskurs sogar noch bestärkt. Zahlreiche Politiker:innen, Parteien und Expert:innen sind sich einig, dass ökonomische Ungleichheit reale Konsequenzen für die gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung Deutschlands haben kann und machen auf die Brisanz des Themas aufmerksam.
Doch wie gut sind die Deutschen tatsächlich über ihre Position in der Einkommensverteilung informiert? Studien haben gezeigt, dass Geringverdiener:innen sich eher zu hoch in der Einkommensverteilung einordnen, während sich Gutverdiener:innen tendenziell zu niedrig einschätzen.
In meinem Forschungsprojekt möchte ich nun untersuchen, welche anderen Merkmale mit der Richtigkeit der Selbsteinschätzung in der Einkommensverteilung korrelieren. Dabei werde ich auf den Bildungsstand der Individuen, ihre politische Orientierung und einen Ost-West-Vergleich eingehen und so detaillierter aufzeigen, wie informiert welche Bevölkerungsgruppen über die deutsche Einkommensverteilung sind. 

Janina Voigt Inhalt einblenden
Janina Voigt Janina Voigt Foto: privat

Studiengang: Economics (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Silke Übelmesser

Einkommenseinbußen aufgrund der COVID-19 Pandemie und mögliche Korrelationen
Aufgrund der aktuellen COVID-19 Pandemie hat sich die Welt stark verändert. Besonders betroffen ist neben dem Gesundheitssektor die Arbeitswelt. Der Fokus wird hierbei oft auf die Auswirkungen der Pandemie auf Beschäftigung und Einkommen gelegt.
Studien haben gezeigt, dass die COVID-19 Pandemie zu einer Verringerung des Erwerbseinkommens geführt hat. Welche Bevölkerungsgruppen von Einkommenseinbußen in welchem Umfang betroffen waren bzw. sind, soll in meinem Forschungsprojekt näher untersucht werden. Hierbei möchte ich mögliche Korrelationen von Einkommenseinbußen aufgrund der COVID-19 Pandemie mit den politischen Einstellungen und dem Vertrauen in Medien näher untersuchen.
Ziel des Projekts ist es, neue Erkenntnisse über die Veränderung des Wahlverhaltens und des Vertrauens in Medien, im möglichen Zusammenhang mit Einkommensveränderung durch die COVID-19 Pandemie, zu liefern. Besonders im Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl 2021 kann diese Untersuchung zu interessanten Erkenntnissen führen.

Fakultät für Mathematik und Informatik

Julia Böhlke Inhalt einblenden

Studiengang: Informatik (B.Sc.)

Betreuung durch Dr. Paul Bodesheim

Christian Leimbach Inhalt einblenden
Christian Leimbach Christian Leimbach Foto: privat

Kontakt: christian.leimbach@uni-jena.de

Studiengang: Wirtschaftsmathematik (B.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Nils Boysen

Intelligente Algorithmen für den Cargo-Tunnel
Lieferfahrzeuge tragen viel zum hohen Verkehrsaufkommen in der Innenstadt bei. Um deren Anzahl zu reduzieren, ist ein Ansatz, sogenannte „Cargo-Tunnel“ zu graben, durch welche die Pakete unterirdisch transportiert werden können. Dazu werden autonome Fahrzeuge verwendet, die zu mehreren kleinen Auslieferungsstationen fahren. Von dort aus sind die Wege zum Kunden kürzer, wodurch diese Strecken mit Fahrzeugen wie Lastenrädern, E-Transportern etc. zurückgelegt werden können. Da die benötigte Infrastruktur (Tunnel, Lieferstationen, …) sehr teuer ist, muss vor dem Bau eine Kosten-Nutzen-Abwägung durchgeführt werden. Hierbei ist wichtig, wie hoch die Auslastung eines Cargo-Tunnels in der Praxis ausfällt.
Um diese zu bestimmen, führe ich in meinem Projekt eine „computational study“ durch, in der mehrere Problemstellungen getestet werden. Dabei ist die Generierung realistischer Daten und das Entwickeln eines effizienten Lösungsalgorithmus von zentraler Bedeutung.

Nikita Yanyushkin Inhalt einblenden

Studiengang: Mathematik (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Ilya Pavlyukevich

In einfachen Worten befasst sich die stochastische Dynamik in Gegenwart von semipermeablen Grenzflächen mit Folgendem: Betrachten Sie ein „freies“ Diffusionsteilchen, das durch eine eindimensionale Brownʼsche Bewegung gegeben ist. Um den Begriff einer Grenzfläche einzuführen, ist es zweckmäßig, die Brownʼsche Bewegung als Grenzwert symmetrischer Bernoulli-Random Walks im Rahmen eines funktionalen zentralen Grenzwertsatzes zu betrachten. Wir nennen eine Grenzfläche einen bestimmten Punkt, an dem die Übergangswahrscheinlichkeiten des Random Walks asymmetrisch werden. Zum Beispiel kann man sich einen eindimensionalen gestörten Random Walk vorstellen, der überall symmetrisch ist, außer an einem einzigen Punkt 0, wo er mit Wahrscheinlichkeit nach rechts und mit Wahrscheinlichkeit 1-α, α≠1/2 _ nach links verläuft. Das Überschreiten des Limits führt zur sogenannten schiefen Brownʼschen Bewegung, einem Diffusionsprozess, der sich überall außer dem Ursprung wie ein Brownʼsches Verhalten verhält. Beim Auftreffen auf Null wählt es seine weitere Richtung mit Wahrscheinlichkeiten α oder 1-α.
Analog kann man eine Brownʼsche Multi-Skew-Bewegung konstruieren, die ihre Richtung asymmetrisch ändern kann, wenn sie bestimmte Grenzflächen (Punkte) auf der reellen Linie passiert. Aus physikalischer Sicht beschreiben diese Prozesse eine Diffusion durch ein inhomogenes Medium mit dünnen semipermeablen Grenzflächen (Membranen, Barrieren) und tauchen natürlich in der Theorie der Diffusions-Magnetresonanztomographie und Zellbiologie auf.

Fakultät für Biowissenschaften

Laura Ekkawi Inhalt einblenden

Kontakt: Laura.ekkawi@uni-jena.de

Studiengang: Evolution, Ecology and Systematics (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Helene Kreysa

Der Geruch der Gefühle: Können Depressionen über den Geruchssinn wahrgenommen werden?
Psychische Krankheiten werden immer häufiger, besonders in industrialisierten Gesellschaften. Mein Interesse liegt vor allem darin, wie unsere Mitmenschen die veränderte psychische Verfassung wahrnehmen. Wir sind fähig, Gefahren zu erkennen und können über einen Blick in das Gesicht feststellen, ob eine Person erkrankt ist. Seit Kurzem wird dazu geforscht, welche körperlichen Reaktionen bei uns auftreten, wenn wir den Geruch von erkrankten Menschen wahrnehmen. Da sich zum Beispiel das Mikrobiom durch eine Depression ändert, liegt es nahe, dass auch der Metabolismus und der daraus resultierende Körpergeruch sich verändern. Weiterhin reagieren Menschen unterschiedlich auf den Körpergeruch von Personen, die Angst oder Ekel empfinden.
Im Rahmen des experimentellen Teils werde ich die Reaktionen der Probanden auf den Geruch von psychisch kranken Patienten und einer passenden Kontrollgruppe vergleichen. Im theoretischen Teil werden die biologischen Mechanismen untersucht, welche die Wahrnehmung psychischer Krankheit mit dem Mikrobiom verbinden. Im größeren Kontext der Arbeit will ich die Situation von Menschen beleuchten, die mit psychischen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Daniel Harnisch Inhalt einblenden
Daniel Harnisch Daniel Harnisch Foto: privat

Kontakt: daniel.harnisch@uni-jena.de

Studiengang: Evolution, Ecology and Systematics (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Markus Bernhardt-Römermann

Einfluss vormaliger Waldnutzung auf die heutige Biodiversität und Bestandsstruktur in Thüringer Forsten
Insbesondere in Europa besteht schon lange ein hoher anthropogener Druck auf alle Waldflächen, welcher im Umkehrschluss zu Änderungen in der Biodiversität typischer Forstspezies geführt hat. Nach wie vor herrscht Unklarheit über den genauen Einfluss von Forstnutzung auf die Biodiversität. Dabei ist insbesondere unklar, welche Unterschiede bei verschiedener Nutzungsintensität auftreten.
Daher werde ich im Rahmen meines Projektes, in Kooperation mit dem Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha, historische Forstkartierungen aufarbeiten. Diese Karten aus der Zeit von etwa 1850 bis 1950 stellen detailliert die vormalige Nutzung der einzelnen Waldparzellen in Thüringer Forsten dar. Zunächst werden die Karten dafür mittels GIS digitalisiert und mit den aktuellen forstlichen Nutzungen sowie geologischen Informationen aus dem Forstamts-GIS verschnitten. Daraufhin wird in Geländebegehungen mittels Vegetationsaufnahmen die aktuelle Biodiversität und Bestandsstruktur erfasst.
Mit den erhobenen Daten wird es im Anschluss möglich sein, die Auswirkungen unterschiedlicher historischer Forstnutzung auf die aktuelle Vegetation zu identifizieren – eine besondere Rolle wird dabei der Biodiversität und seltenen Arten zukommen.

Christoph Horlebein Inhalt einblenden

Kontakt: christoph.horlebein@uni-jena.de

Studiengang: Ernährungswissenschaften (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Andriy Khobta

Reporter-basierte Analysen zu O6-Methylguanin anhand der Detektion transkriptioneller Mutagenese
O6-Methylguanin ist eine mutagene DNA-Modifikation, die an der Initiation der Karzinogenese durch alkylierende Substanzen aus Nahrung und Umwelt beteiligt ist. Um dem entgegenzuwirken, exprimieren Zellen das Enzym O6-Methylguanin-DNA-Methyltransferase (MGMT), welches die O6-Methylgruppe entfernt und die natürliche Base Guanin wiederherstellt. Neben dem etablierten Reparaturmechanismus durch MGMT sind in verschiedenen Organismen weitere Mechanismen an der zellulären Schadensantwort auf O6-Methylguanin beteiligt. Dazu zählen die DNA-Fehlpaarungsreparatur und die Nukleotidexzisionsreparatur. Zur Untersuchung der potentiellen Rolle dieser Mechanismen in humanen Zellen werden wir genetische, epigenetische und pharmakologische Methoden anwenden. Dadurch sollen die besagten Reparaturwege inaktiviert und die verbleibenden Reparaturkapazitäten anhand von Reportern mit synthetischem O6-Methylguanin gemessen werden. Umfassende Kenntnisse der humanen Reparatur von O6-Methylguanin sollen dem besseren Verständnis genetischer und umweltbedingter Risikofaktoren für Krebs dienen und können einen Ansatzpunkt für zukünftige therapeutische Strategien darstellen.

Justine Kaden Inhalt einblenden
Justine Kaden Justine Kaden Foto: privat

Kontakt: justine.kaden@uni-jena.de

Studiengang: Evolution, Ecology and Systematics (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Markus Bernhardt-Römermann

Einfluss von Licht und Nährstoffen auf ausgewählte Pflanzenarten im Jenaer Forst
Der globale Wandel und die dadurch folgenden Umweltveränderungen führen dazu, dass sich Verhältnisse in unseren Wäldern immer weiter verschieben. Ziel meines Projektes ist es, die Reaktion von typischen Krautpflanzen im Jenaer Forst zu untersuchen. Besonders interessieren mich dabei die Auswirkungen von Licht- und Nährstoffverhältnissen auf das Pflanzenwachstum von folgenden Arten: Carex digitata, Hepatica nobilis, Viola reichenbachiana und Hordelymus europaeus. Dafür werden die Pflanzen in Flächen mit unterschiedlichen Lichtbedingungen gepflanzt und neben einer Kontrolle jeweils mit Phosphor, Nitrat oder einer Mischung aus beidem gedüngt. Im Laufe des Jahres werden anschließend das Wachstum, sowie verschiedene ökophysiologische und funktionelle Merkmale erfasst. Das Wachstum der Blätter wird anhand diverser Parameter gemessen. Die Lichtverhältnisse, sowie Temperatur werden erfasst und der Standort wird charakterisiert anhand von Bodenproben und Vegetationsaufnahmen. Ich hoffe damit tiefere Einblicke in die Reaktion unserer Wälder zu bekommen.

Franziska Kage Inhalt einblenden

Studiengang: Molecular Life Sciences (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Ilse Jacobsen

Luca Elise Kletzin Inhalt einblenden
Luca Elise Kletzin Luca Elise Kletzin Foto: privat

Kontakt: lucaelise.kletzin@uni-jena.de

Studiengang: Biochemistry (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Carsten Hoffmann

Regulation der Desensitivierung von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren
G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) sind Transmembranproteine, welche extrazelluläre Signale wahrnehmen und daraufhin eine spezifische Reaktion innerhalb der Zelle auslösen. Die Rezeptoren vermitteln nicht nur Sinneswahrnehmungen, wie das Sehen, Schmecken und Riechen, sondern auch die zelluläre Antwort auf verschiedene Hormone und Neurotransmitter, wodurch sie Ansatzpunkte von mehr als einem Drittel der FDA-genehmigten Medikamente darstellen. Werden GPCRs durch ihren spezifischen Stimulus aktiviert, interagieren sie mit Proteinen im Zellinneren, um verschiedene Signalwege auszulösen und zu regulieren.
Im Rahmen eines Projektes zur Untersuchung der Rezeptordesensitivierung, dem Stoppen des Signals, werde ich mich mit einem GPCR speziell befassen. Hier will ich die Prozesse der Regulation durch Kinasen untersuchen, die den Rezeptor mit Phosphatresten markieren. Diese Markierung ermöglicht die Interaktion mit dem Adaptormolekül Arrestin, das als Vermittler dient und dabei hilft, die Rezeptoren von der Zelloberfläche zu entfernen und ins Innere der Zelle zu verbringen, um die Reaktion auf den extrazellulären Stimulus zu stoppen.

Carina Meiners Inhalt einblenden
Carina Meiners Carina Meiners Foto: privat

Kontakt: carina.meiners@uni-jena.de

Studiengang: Microbiology (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Miriam Agler-Rosenbaum

Zeitliche Unterdrückung von terminalen Oxidasen und ihre Auswirkung auf den Elektronentransport von Pseudomonas putida
Pseudomonas putida kommt als Modellorganismus in bioelektrochemischen Systemen (BES) zum Einsatz. In BES geben Bakterien entweder Stoffwechselelektronen an eine Anode ab oder nehmen Elektronen von einer Kathode auf. Dieser Elektronenaustausch führt zu einer Veränderung der physiologischen Reaktionen und kann potenziell genutzt werden, um neue biotechnologische Produktionswege zu ermöglichen. Um P. putida einsetzen zu können, ist eine Änderung des Atmungsstoffwechsels erforderlich. Die Elektronen sollen nicht mehr an Sauerstoff als terminalen Elektronenakzeptor abgegeben werden, sondern an die Anode.
Die zentrale Hypothese meiner Forschung ist, dass die vorübergehende Hemmung einzelner terminaler Oxidase-Gene ein Ungleichgewicht zwischen der zellulären Elektronenproduktion und der Elektronenabgabe erzeugt, was zu einer Überladung mit metabolischen Elektronen führen würde. Der Elektronenüberschuss würde zu einer erhöhten Elektronenabgabe an die Anode führen, was in einem höheren elektrischen Strom resultierte.

Nora Carolin Mindermann Inhalt einblenden
Nora Carolin Mindermann Nora Carolin Mindermann Foto: privat

Kontakt: nora.carolin.mindermann@uni-jena.de 

Studiengang: Ernährungswissenschaften (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Michael Glei

Einfluss von Zinkoxid-Nanopartikeln auf das Darm-assoziierte Immunsystem und Etablierung einer Transwell-Co-Kultur
Das Interesse am Forschungsgebiet der Nanotoxikologie nimmt in nahezu allen Wissenschaftsbereichen stetig zu. Vor allem Nanopartikel (NP), deren Größe in mindestens einer Dimension 100 nm unterschreiten, werden aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften in immer mehr Produkten eingesetzt. Diese Eigenschaften eröffnen der Wissenschaft und der Industrie eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, können aber gleichzeitig auch für toxische Effekte verantwortlich sein.
Auch in der Lebensmittelindustrie werden inzwischen vermehrt NP eingesetzt. Zu den in diesem Bereich am häufigsten verwendeten NP gehören Zinkoxid-Nanopartikel (ZnO-NP). Damit einhergehend steigt die orale Aufnahme durch den Menschen an, wobei bisher nur wenig über die toxikologische Wirkung der Partikel auf das Darm-assoziierte Immunsystem bekannt ist.
Ziel ist daher, den Einfluss von ZnO-NP auf Modellzellen intestinaler Makrophagen als Beitrag zur toxikologischen Risikoabschätzung im Rahmen des von M. Sc. Anna Mittag bearbeiteten Promotionsprojekts „Bewertung des toxischen Potenzials von Nanopartikeln mit Ernährungsrelevanz“ zu untersuchen.

Kishore Ramesh Kumar Inhalt einblenden
Kishore Ramesh Kumar Kishore Ramesh Kumar Foto: privat

Kontakt: Kishore.ramesh.kumar@uni-jena.de

Studiengang: Molecular Life Sciences (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Jan Schirawski

Protein-Pull-Down- und Proteom-Analyse des SAD1-Schmutzeffektors und seiner interagierenden Proteine aus Arabidopsis thaliana und Zea mays zur Verbesserung der Kolbenproduktivität bei Mais.
Mais ist die weltweit am meisten angebaute Kulturpflanze, die zur Erzeugung von Lebensmitteln, Futtermitteln, Bioenergie und wertvollen Gütern verwendet wird. Um die Effizienz der Ernte zu erhöhen, ist es wünschenswert, Pflanzen zu haben, die nur einen einzigen sehr großen Kolben und nicht mehrere kleine Kolben pro Pflanze bilden. Die Anzahl der von einer Maispflanze produzierten Kolben wird zum Teil durch die apikale Dominanz reguliert, ein Mechanismus, der bisher nur wenig verstanden ist. Die Untersuchung der Funktion des Pilzeffektorproteins SAD1 (Suppressor of Apical Dominance1), das die apikale Dominanz beeinflusst, wird zu einem besseren Verständnis des Prozesses der apikalen Dominanz bei Pflanzen führen und kann zur Entwicklung von Mitteln führen, mit denen die apikale Dominanz strategisch beeinflusst werden kann, um Pflanzen mit einer geringeren oder höheren Anzahl von Blütenständen zu erzeugen. Die Erzeugung von Pflanzen mit einer höheren Anzahl von Blütenständen ist für die Gartenbauindustrie interessant, während die Erzeugung von Pflanzen mit einer geringeren Anzahl größerer Blütenstände ein Merkmal ist, das für industriell geerntete Nutzpflanzen sehr erwünscht ist. Darüber hinaus interagiert SAD1 indirekt mit abiotischen Stressreaktionsfaktoren, was zu einer verbesserten Stresstoleranz bei Pflanzen führt. Dies könnte genutzt werden, um stresstolerante Nutzpflanzensorten zu entwickeln, die besser für die Herausforderungen des Klimawandels gerüstet sind.

Johannes Sonnberger Inhalt einblenden
Johannes Sonnberger Johannes Sonnberger Foto: privat

Kontakt: johannes.sonnberger@uni-jena.de

Studiengang: Biochemistry (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Esther Klaile

Der Einfluss von CEACAM6 auf die Immunantwort von Monozyten und Makrophagen bei Candida albicans Infektionen
Der humanpathogene Hefepilz Candida albicans ist in Personen mit geschwächtem Immunsystem der häufigste Auslöser einer invasiven Pilzinfektion, welche für diese eine lebensbedrohliche Situation darstellt. Ziel der Forschung ist es daher, den Behandlungserfolg bei invasiver Candidiasis zu verbessern.
Es konnte die Interaktion dieses Pilzes mit vier humanen CEACAM-Rezeptoren (carcinoembryonic antigen-related cell adhesion molecule) nachgewiesen werden, unter anderem CEACAM6, das auf Zellen des angeborenen Immunsystems zu finden ist.
Transgene Mäuse, welche das humane CEACAM6 besitzen, waren bei Infektionsversuchen anfälliger gegen Candida Infektionen als Kontrollmäuse und zeigten eine akute, stark überschießende Immunreaktion, die bei zusätzlicher Behandlung mit einem CEACAM6-spezifischen Antikörper noch weiter verstärkt war.
Nachdem bereits ein Zelltyp des angeborenen Immunsystems (neutrophile Granulozyten), als Verursacher des septischen Schocks ausgeschlossen wurde, soll in diesem Projekt die Reaktion von Monozyten und Makrophagen auf Candida albicans Stimulation im Zusammenhang mit anti-CEACAM6-Antikörperbehandlung, vor allem mittels Massenspektrometrie und Durchflusszytometrie, untersucht werden.

Paul Martinet Taku Bisong Inhalt einblenden
Paul Taku Bisong Paul Taku Bisong Foto: privat

Kontakt: paul.taku.bisong@uni-jena.de

Studiengang: Evolution, Ecology and Systematics (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Martin Fischer

Die „Batanga“ Expedition in Kamerun (1887): Die Rolle des ersten Kolonialzoologen Bernhard Weissenborn
Naturhistorische Sammlungen und archivierte Berichte sind unverzichtbare Ressourcen für Studien über die biologische Vielfalt der Erde. Forschungsbereiche, die sich mit dem Artenrückgang und dem Verlust der biologischen Vielfalt befassen, sind in hohem Maße von den Informationen abhängig, die archivierte Berichte und Museumssammlungen bieten, um Strategien für eine bessere Bewirtschaftung der biologischen Ressourcen zu entwickeln. Um unseren Lebensraum besser zu schützen, müssen wir unsere Naturgeschichte kennen. Deutschland hat seine naturkundlichen Aufzeichnungen und die seiner ehemaligen Kolonien in seinen naturkundlichen Museen und Archiven sorgfältig aufbewahrt. Kamerun ist ein ehemaliges deutsches Schutzgebiet und wie die meisten afrikanischen Länder ist seine Naturgeschichte noch nicht vollständig erforscht. Diese Forschungsarbeit zielt darauf ab, die reichhaltigen zoologischen Sammlungen und archivierten Aufzeichnungen in den deutschen Naturkundemuseen und -archiven zu durchforsten, um eine Grundlage für ein besseres Verständnis der zoologischen Geschichte Kameruns zu schaffen. Diese Geschichte begann mit dem ersten Kolonialzoologen in Kamerun - Dr. Bernhard Weissenborn und seiner Rolle bei der „Batanga“ Expedition.

Isabel Voigt Inhalt einblenden

Kontakt: isabel.karola.voigt@uni-jena.de

Studiengang: Biochemistry (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Mario Müller

Charakterisierung der CLEC-2 Interaktion mit Candida albicans Oberflächenstrukturen and deren Bedeutung für die Immunantwort
Candida albicans ist ein opportunistisch pathogener Pilz, der nach schwerer invasiver Organinfektion Sepsis auslösen kann. Neben im Blut zirkulierenden Immunzellen und gewebs-spezifischen Makrophagen wird auch Blutblättchen zunehmend eine wichtige Rolle in der inflammatorischen Immunantwort und Beseitigung von Pathogenen zugesprochen. Somit könnten sie ebenfalls auf systemische Candida albicans Infektionen reagieren. Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass Oberflächenstrukturen von Candida albicans an den C-Typ Lektin-ähnlichen Rezeptor CLEC-2 binden können. Diesen Rezeptor CLEC-2 findet man vorwiegend auf Blutplättchen und man glaubt, dass dessen zellinterne Signalkaskade  Sepsis Symptome lindern kann. Ich habe vor, die CLEC-2/Candida albicans Bindung mit Hilfe eines Zellkulturmodells zu bestätigen und die bindende Oberflächenstruktur auf Candida albicans zu definieren. Des Weiteren werde ich den Einfluss der CLEC-2/Candida albicans Bindung auf die Blutplättchen-Aktivierung und folgende Signalwege ermitteln und untersuchen, ob andere Immunzellen ebenfalls über CLEC-2 mit Candida albicans interagieren.

Sandra Lea Katharina Weber Inhalt einblenden
Sandra Lea Katharina Weber Sandra Lea Katharina Weber Foto: privat

Kontakt: sandra.lea.katharina.weber@uni-jena.de

Studiengang: Biochemie (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Aishwarya Iyer-Bierhoff

Einfluss der Liganden-abhängigen Acetylierung des Glucocorticoidrezeptors
Das endokrine System bildet eine Vielzahl von Hormonen mit deren Hilfe physiologische Vorgänge reguliert werden können, die für die Homöostase des Körpers notwendig sind. Unter Stress, wie bei Hunger oder bei psychologischer Belastung, wird das Steroidhormon Cortisol in das Blut ausgeschüttet. Das Cortisol gelangt dann in die Zielzellen, bindet, und aktiviert den Glucocorticoidrezeptor (GR).
Synthetische Glucocorticoide sind vor allem durch ihre antientzündliche Wirkung als Medikament für beispielsweise Asthma bekannt. Ein wesentlicher Nachteil der Glucocorticoid-Therapie sind unerwünschte Nebenwirkungen, wie Diabetes. Um wirkungsvolle Medikamente zu entwickeln, die möglichst wenige Nebenwirkungen haben, ist es wichtig die Glucocorticoidbiologie besser zu verstehen.
Im Rahmen meines Projektes erforsche ich den Einfluss von interagierenden Proteinpartnern auf die Funktion des GRs. Dazu etabliere ich eine „Proximity Labeling“ Methode, die die Identifikation von GR-Interakteuren in metabolisch gestressten Leberzellen erlaubt.

Michael Weingardt Inhalt einblenden
Michael Weingardt Michael Weingardt Foto: privat

Kontakt: michael.weingardt@uni-jena.de

Studiengang: Evolution, Ecology and Systematics (M.Sc.)

Betreuung durch Dr. Hans Pohl

Die Kopfanatomie von Staubläusen (Insecta: Psocodea)
Die Psocodea, Staub- und Tierläuse, sind mit mehr als 11.000 beschriebenen Arten eine artenreiche und ökologisch diverse (inklusive Parasitismus bei den Phthiraptera) Insektenordnung. Besondere phylogenetische Bedeutung hat die Gruppe durch ein mögliches Schwestergruppenverhältnis mit den megadiversen holometabolen Insekten erlangt (Misof et al., 2014). Trotz ihrer Schlüsselposition im Stammbaum der Insekten existieren nur sehr wenige Arbeiten zur Anatomie der Gruppe, insbesondere zu denen der freilebenden Formen („Psocoptera“). Die große Relevanz der Kopfanatomie lässt sich schon daran ableiten, dass alle bekannten Apomorphien der Psocodea den Kopf betreffen (Beutel et al., 2014). Ich werde in meinem Projekt die Kopfanatomie von Loensia sp., einem Vertreter der Unterordnung Psocomorpha mithilfe von Mikro-Computertomographie, Rasterelektronenmikroskopie, Histologie und computerbasierter 3D-Rekonstruktion untersuchen.  Das Ziel ist eine standardisierte Terminologie und detaillierte Übersicht der einzelnen Kopfstrukturen zu schaffen. Die Daten werden anschließend in einem phylogenetischen Kontext verglichen.

Carmen Elisabeth Wurzbacher Inhalt einblenden
Carmen Wurzbacher Carmen Wurzbacher Foto: privat

Studiengang: Biologie (B.Sc.)

Betreuung durch Dr. Muriel C. F. van Teeseling

Wie bekommen Bakterien ihre Form?
Viele Leute denken bei Bakterien an winzige, einfach gestrickte Organismen. Dabei sind Bakterien jedoch hoch komplex: Unter anderem können sie die exotischsten Gestalten annehmen, sodass man bei Bakterien fast jede erdenkliche Zellform finden kann: Von geometrischen bis gänzlich asymmetrischen Zellen ist so gut wie alles vertreten. Außerdem können einige Bakterien zwischen verschiedenen Zellformen wechseln, überraschenderweise auch verhältnismäßig schnell. Dies ist von besonderem Interesse, da man bei Bakterien lange von einer starren Zellhülle ausging, die kaum Veränderungen der Form zulässt.
Somit soll dieses Projekt zum Verständnis der bakteriellen Zellformen beitragen. Als Modellorganismen dienen dabei Bakterien mit ungewöhnlicher Form, die außerdem in Reaktion auf bestimmte Umweltbedingungen ihre Form verändern können. Sie bieten daher eine ideale Grundlage, um zwei wesentliche Aspekte zu untersuchen: Prozesse, die die bakterielle Zellform bestimmen sowie jene, die für ihre Modifikation verantwortlich sind.

Silvia Teresa Zeibig Inhalt einblenden
Teresa Zeibig Teresa Zeibig Foto: privat

Kontakt: teresa.boehme@uni-jena.de

Studiengang: Microbiology (M.Sc.)

Betreuung durch Prof. Dr. Maria Mittag

Große Meere, kleine Algen: Interaktionseffekte zwischen marinen Mikroorganismen und Algen
Egal ob als Sushi oder aus dem Aquarium, Algen kennt jeder. Sie variieren vom riesigen Tang bis zu winzigen einzelligen Algen. Chlamydomonas ist eine ovale, einzellige grüne Mikroalge und hat zwei Flagellen, mit denen sie durch Meer- und Süßwasser schwimmen kann. In der Forschung ist sie ein beliebter Model-Organismus1,2. Anders als im Model, ist in der Natur allerdings kein Lebewesen frei von den Einflüssen anderer.
Wenn die Süßwasserart Chlamydomonas reinhardtii auf das Bakterium Pseudomonas protegens trifft, dann verliert die Alge ihre Flagellen aufgrund von Molekülen, die das Bakterium ausschüttet3.  Von Meerlebenden Varianten dieser Organismen ist so eine Interaktion noch nicht bekannt. Meine Ziele sind, herauszufinden, wie marine Arten der Gattung Chlamydomonas und Pseudomonas interagieren und ob die Bakterien vielleicht ähnlich toxische Moleküle ausscheiden. Erst kürzlich in arktischen Algenblüten gefunden4, werden die Daten über diese Chlamydomonas für das marine Ökosystem von Bedeutung sein.

Literatur:
1Sasso et al. (2018) eLife 7: e39233. 
2Carrasco F et al. (2021) J Phycol. 57: 54–69.
3Aiyar et al. (2017) Nat. Commun. 8: 1756
4Saggiomo et al. (2021) J. Phycol. 57: 541-550

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