Studierende verfolgen digitale Lehrangebote

Befragung zur digitalen Lehre

Universitätsweite  Befragung der Lehrenden und Studierenden
Studierende verfolgen digitale Lehrangebote
Foto: Pixabay

Zielstellung

Im Sommersemester 2020 musste der Lehrbetrieb der Universität kurzfristig auf digitale Lehre umgestellt werden. Für die Studierenden bedeutete das zahlreiche Veränderungen im studentischen Alltag und im Studierverhalten. Unter Pandemiebedingungen haben die Lehrenden innerhalb kurzer Zeit alternative Formate ausgearbeitet und angeboten. Digitale Werkzeuge wurden in der Breite erprobt.

Für die Universität ist Präsenzlehre wichtig und wünschenswert. Die Universität soll wieder ein Ort der Begegnungen werden. Gleichzeitig sollen die Vorteile der digitalen Formate sinnvoll in der universitären Lehre genutzt werden. 

Aufbauend auf der universitätsweiten Befragung der Lehrenden und der Studierenden im August 2020 wurde im Sommersemester 2021 erneut eine universitätsweite Befragung durchgeführt, um Probleme und Unterstützungsbedarf zu erheben aber auch um bewährte Lehr- und Prüfungsformate und Ansatzpunkte für Weiterentwicklungen der digitalen Lehre zu erkennen. Die Ergebnisse der Befragung sollen die Universität dabei unterstützen, Potenziale des digitalen Lernens zu nutzen und Hilfe anzubieten für herausfordernde Situationen.

Auswertung der Befragung vom SoSe 2021

Die Befragung war vom 5. Mai bis 6. Juni 2021 freigeschaltet. Die Vizepräsidentin für Studium und Lehre hat in diesem Zeitraum alle Studierenden und Lehrenden der Universität per Email zur Befragung eingeladen. Hier [pdf, 376 kb] finden Sie den Fragebogen für die Lehrenden und hier [pdf, 391 kb] für die Studierenden.

Universitätsprojekt Lehrevaluation (ULe) hat auf der Grundlage der Befragungsdaten fakultätsbezogene Ergebnisberichte erstellt, die den Studiendekanaten für die Auswertung im Fach im August 2021 zur Verfügung gestellt wurden. Außerdem münden alle Daten in aggregierter Form in einen Gesamtbericht, den ULe für die fakultätsübergreifende Auswertung bereitgestellt hat:

Den Gesamtbericht für die Befragung der Lehrenden finden Sie hier. (mit URZ-Login)

Den Gesamtbericht für die Befragung der Studierenden finden Sie hier. (mit URZ-Login)

Die beiden Gesamtberichte wurden Ende September 2021 in der Arbeitsgruppe Digitalisierung von Studium und Lehre, die von der Stabsstelle Digitale Universität koordiniert wird, ausgewertet. In der Arbeitsgruppe sind zentrale Einrichtungen der Universität und verschiedene Statusgruppen vertreten.

Ergebnisse der Befragung aus dem SoSe 2021

Insgesamt bestätigen sich die Erkenntnisse aus der Befragung von 2020. Durch die digitale Lehre ergeben sich weniger technische Probleme als vielmehr didaktische und organisatorische Herausforderungen.

Die Zufriedenheit mit der digitalen Lehre hat sich insgesamt verbessert. Es wird eine größere Souveränität im Umgang mit digitalen Werkzeugen erkennbar. Die größte didaktische Herausforderung stellt die Interaktion in digitalen Formaten und die Einschätzung des Lernfortschritts der Studierenden dar. Für die Studierenden gestaltet sich die eigene Strukturierung des Lernprozesses und die Selbstorganisation als herausfordernd und es fehlt an Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten.

Die Zusammenfassung der Befragungsergebnisse und der eingeleiteten Maßnahmen zur didaktischen, organisatorischen und technischen Unterstützung finden Sie hier [pdf, 407 kb].

Ergebnisse der Befragung aus dem SoSe 2020

Die Ergebnisse der universitätsweiten Befragung zeigen, dass die Herausforderungen des digitalen Semesters von Lehrenden und Studierenden aber auch von den Unterstützungseinheiten der Universität insgesamt gut bewältigt wurden. Aus der Umstellung auf die digitale Lehre ergeben sich weniger technische als vielmehr didaktische und organisatorische Herausforderungen. Es ist erkennbar, dass die Umstellung auf digitales Lehren und Lernen individuell unterschiedlich gut gelungen ist.

Aus dem ersten digitalen Semester lassen sich folgende Erfahrungen zusammenfassen:

  • die Präsenzlehre ist unverzichtbar,
  • digitale Lehrformate und Tools haben Potenziale, die Lehre und das Lernen zu unterstützen,
  • unter digitalen Bedingungen ist es schwieriger in Interaktion zu treten, wechselseitig Feedback zu geben und den Lernfortschritt zu überprüfen,
  • digitale Lehre und digitales Lernen sind mit zeitlichem Mehraufwand verbunden.

Insbesondere die Möglichkeit, das Lernverhalten zu gestalten (Tempo, Wiederholung), die Verfügbarkeit der Aufzeichnungen und Lernmaterialien sowie die zeitliche und räumliche Flexibilität wurden von den Studierenden als Bereicherung wahrgenommen.

Auch die Lehrenden schätzen die zeitliche und räumliche Flexibilität und sehen die Erweiterung der eigenen IT-Kompetenzen (Nutzung von moodle und online-Tools) als Gewinn. Fast zwei Drittel der Lehrenden haben Lehrangebote entwickelt, die sie über die Corona-Pandemie hinaus weiternutzen möchten (darunter insbesondere Videos und Screencasts). Aber auch die Arbeit mit Moodle wollen Lehrende fortführen und das Potenzial von Webkonferenzen und online-Sprechstunden für die Lehre nutzen.

Die Universität hat zahlreiche Maßnahmen zur technischen und didaktischen / organisatorischen Unterstützung eingeleitet. Die Zusammenfassung der Befragungsergebnisse und der initiierten Maßnahmen finden Sie hier [pdf, 369 kb].

Kontakt

Büro der Vizepräsidentin für Studium und Lehre
Universitätshauptgebäude, Raum 117-119
Fürstengraben 1
07743 Jena
Universitätsprojekt Lehrevaluation (ULe)
Institut für Psychologie, Raum 211
Am Steiger 3, Haus 1
07743 Jena