Blick auf verschiedene historische Schilder, die in teils rassistischem Wortlaut Ausstellungsobjekte beschrieben.

Überreste von Menschen aus ehemaligen deutschen Kolonien

Ergebnisse der Provenienzforschung in der Anatomischen Sammlung und die Frage der Rückführung
Blick auf verschiedene historische Schilder, die in teils rassistischem Wortlaut Ausstellungsobjekte beschrieben.
Foto: Jens Meyer (Universität Jena)
Diese Veranstaltung ist beendet.
Veranstaltungseckdaten
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Beginn
Ende
Veranstaltungsart
Vortrag/Vorlesung
Ort
Teichgraben 7, Hörsaal Anatomie
07743 Jena
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Referent/in
Dr. Ulrike Lötzsch
Veranstaltungswebseite
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Barrierefreier Zugang
nein
Öffentlich
ja

Das Institut für Anatomie der Universität Jena setzt sich seit 2020 aktiv mit seinem kolonialen Erbe auseinander. Greifbar wird dieses vor allem in der historischen Anatomischen Sammlung, wo sich bis heute menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten befinden.

Identifiziert wurden unter anderem die Gebeine von 13 Menschen, die wahrscheinlich aus den ehemaligen deutschen Kolonien „Deutsch-Südwestafrika“ (heutiges Namibia) und aus „Deutsch-Neuguinea“ (heute Teil von Papua-Neuguinea) stammen. Ihre genauen Herkünfte, Identitäten und Biografien wurden in einem interdisziplinären Forschungsprojekt untersucht, um nach Möglichkeit in Kontakt mit ihren Nachfahr:innen treten zu können.

Der Vortrag stellt die Ergebnisse des Projekts vor, wobei sich der Fokus vor allem auf die Individuen aus dem heutigen Namibia  sowie auf die „Sammler“ ihrer Gebeine richtet. Dabei werden auch die Herausforderungen und Chancen von Provenienzforschung und die Komplexität eventueller Rückgabeprozesse thematisiert.

Im Anschluss an den Vortrag ist die Anatomische Sammlung zur Besichtigung geöffnet.