Überlappende Sprechblasen symbolisieren den Austausch zwischen Universität, Forschung und Praxis. Aus dem Dialog entstehen neue Ideen und Perspektiven.
Bild: KI-generiert
Das FORUM Generale verbindet Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit. Es schafft Formate, in denen Studierende, Lehrende, Bürger:innen und regionale Partner gemeinsam aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen diskutieren. Mit Vorträgen, Podien und Dialogtagen fördert das Forum interdisziplinären Austausch, Vernetzung und demokratiestärkende Bildung an der Universität Jena.
Die inhaltliche Ausgestaltung des FORUM Generale wird von einem Beirat begleitet, der aus den folgenden Persönlichkeiten besteht (in alphabetischer Reihenfolge): Prof. Dr. Christian Alexander (Rechtswissenschaften), Prof. Dr. Hannes Bezzel (Theologie), Prof. Dr. Holger Cartarius (Physik), Prof. Dr. Mirka Dickel (Geographie), Prof. Dr. Bernd Hüfner (Wirtschaftswissenschaften), Prof. Dr. Matthias Perkams (Philosophie). Der Beirat bringt Perspektiven aus verschiedenen Fachrichtungen sowie aus der Universität und der Gesellschaft ein und unterstützt die Entwicklung der Themen und Formate.
Vortagsreihe im Wintersemester 2026/27: Demokratiebildung und Gesellschaft
Moderner Plenarsaal mit halbkreisförmig angeordneten Sitzreihen, Rednerpult und großformatigen Wandbildern – Symbol für Dialog, Diskussion und demokratische Entscheidungsprozesse.
Liberale Demokratien strukturieren politische Macht so, dass die Individuen zum einen gemeinsam die Träger dieser sind und dass sie zum anderen einen Spielraum als Individuen behalten (Tugendhat). In diesem Spielraum gehen wir tagtäglich miteinander um. Indem wir mit unterschiedlichen Perspektiven gemeinsam ins Gespräch kommen, Erfahrungen machen, uns engagieren und Probleme lösen, bilden wir unser moralisches Urteilsvermögen aus. Insofern ist die liberale Demokratie kein Zustand und nicht einfach nur ein politisches System, sondern eine Lerngemeinschaft. Die liberale Demokratie lebt von der Bildung; sie braucht lernbereite Bürgerinnen und Bürger. In Institutionen demokratischer Gesellschaften, z.B. der Schule findet Lernen daher nicht zufällig oder beiläufig statt, es wird vielmehr fachbezogen situativ arrangiert. Aber auch außerhalb von Schule werden Lerngelegenheiten im privaten und öffentlichen Leben mehr oder weniger bewusst gestaltet. Das kann mit Blick auf den Erhalt der Demokratie besser oder auch schlechter gelingen. Die an Lernorten implizit verhandelten Erziehungsideale gilt es daher zu hinterfragen, zu reflektieren und ggf. zu korrigieren.
Die Reihe Demokratiebildung und Gesellschaft im FORUM Generale der Universität Jena wendet sich der spezifischen Verhältnisbestimmung von Bildung und demokratischer Ordnung zu, zwei Dimensionen also, die füreinander jeweils wesentliche Voraussetzung sind. Sie nimmt diese aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven in den Blick. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Politikwissenschaft, Philosophie und Ethik, Rechts-, Geschichts-, Kunst-, Film- und Naturwissenschaft untersuchen den Zusammenhang von Bildung und demokratische Ordnung und welche Rolle Schulen, Universitäten, Recht, Erinnerungskultur, Kunst, Medien und wir alle dabei spielen.
Im Zentrum stehen grundlegende Fragen, die weit über den akademischen Raum hinausweisen: Wie kann Schule unparteilich sein und zugleich für demokratische Werte Position beziehen? Wie lässt sich moralische Urteilsfähigkeit fördern? Welche Chancen und Gefahren entstehen für die politische Bildung im digitalen Zeitalter? Wie kann die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen unter den Bedingungen eines weltweiten Rechtsrucks bewahrt und verteidigt werden? Welche Leitlinien gibt uns die Wissenschaft, um Urteile begründen zu können? Und wie verhandeln Kunst und Film das Spannungsverhältnis von demokratischer Teilhabe, gesellschaftlicher Autonomie und autoritären Strukturen?
Die Reihe versteht Demokratiebildung nicht als abgeschlossene Wissensvermittlung, sondern als einen offenen Prozess der Auseinandersetzung. Sie lädt dazu ein, vertraute Überzeugungen zu prüfen und über die Verantwortung von Bildung, Wissenschaft und Kultur für die demokratische Gesellschaft zu diskutieren.
FORUM Generale im Wintersemester 2026/27Demokratiebildung und Gesellschaft:
Termin
Titel und Referentin/Referent
05.11.2026
16:15 Uhr
Soll Schule politisch neutral sein? Zwischen Haltung und Zurückhaltung
Prof. Dr. Michael May
19.11.2026
16:15 Uhr
Das Problem der moralischen Naivität in Schule und Öffentlichkeit
Dr. Mario Ziegler
03.12.2026
16:15 Uhr
Politische Bildung im digitalen Zeitalter
Prof. Dr. Anika Klafki
07.01.2027
16:15 Uhr
Erinnerungskultur unter Druck
Prof. Dr. Jens-Christian Wagner
21.01.2027
16:15 Uhr
Demokratisch, autonom, autoritär?
Prof. Dr. Verena Krieger
04.02.2027
16:15 Uhr bis 20:00 Uhr
Kino im Schillerhof,
Helmboldstr. 1, 07749 Jena
Filmabend im Schillerhof:
Wie und zu welchem Zweck geht frau wählen?
Prof. Dr. Bernhard Groß
Möglichkeiten der Mitgestaltung
Kooperationen und Mitgestaltung
Das FORUM Generale lebt vom Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft.
Wir laden Institutionen, Unternehmen, Vereine, Initiativen und Expert:innen herzlich ein, sich aktiv einzubringen und partizipativ mitzuwirken.
Mögliche Formen der Zusammenarbeit:
Fachliche Beitrage in Vorträgen, Panels oder Workshops Einblicke in Projekte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur oder Zivilgesellschaft Praxisimpulse für den jährlichen Praktikertag Beteiligung an Diskussionsformaten mit Studierenden, Bürger:innen und Lehrenden Regionale Kooperationen in der Wissenschaftskommunikation
Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit haben oder Ihre fachliche Expertise einbringen möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme:
Kontakt: forumgenerale@uni-jena.de
Foto: geralt bei pixabay
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Gern können Sie Ihre Fragen und Anregungen an uns schreiben: forumgenerale@uni-jena.de
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Dialog zwischen Universität und Gesellschaft
Das FORUM Generale ist ein offener Raum für den Austausch zwischen Universität und Gesellschaft zu aktuellen Zukunftsthemen. Es bringt Studierende, Lehrende, Forschende sowie Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um gesellschaftlich relevante Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren.
Das Format knüpft an das bisherige Studium Generale an und wird im Rahmen des Projekts Universitas@Jena: Zukunft gemeinsam gestalten neu ausgerichtet. Ziel ist es, wissenschaftliche Perspektiven stärker mit gesellschaftlichen Fragen zu verbinden und den Dialog zwischen Universität, Stadt und Region zu fördern.
Im Mittelpunkt stehen Themen, die Wissenschaft, Gesellschaft und Alltag gleichermaßen betreffen – etwa Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder gesellschaftliche Transformation.
Ziele
Das FORUM Generale verfolgt mehrere zentrale Ziele:
Dialog und Partizipation Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und Bürgerinnen und Bürgern.
Gesellschaftlicher Transfer Wissenschaftliche Erkenntnisse werden in gesellschaftliche Diskussionen eingebracht.
Interdisziplinäre Perspektiven Komplexe Themen werden aus verschiedenen wissenschaftlichen Blickwinkeln betrachtet.
Vernetzung mit der Region Kooperation mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.
Feedbackformular zu Veranstaltungen
OQ-Code Feedbackformular Forum Generale
Grafik: QRCode Monkey
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