Einem Mann wird der Weg geebnet, die Frau nimmt die Sache selbst in die Hand (visualisiert durch Farbrollen)

Fakten zur Gleichstellung und zur Genderforschung

Braucht man Gleichstellungsarbeit heutzutage? - Hier finden Sie die wichtigsten Belege, wieso Gleichstellungsarbeit sehr relevant ist.
Einem Mann wird der Weg geebnet, die Frau nimmt die Sache selbst in die Hand (visualisiert durch...
Foto: Bilddatenbank iStock

Faire Sprache

"Frauen sind mitgemeint...", so ist eine häufige Begründung für die Verwendung der männlichen Form der Einfachheit halber. Leider werden Frauen dann aber nicht notwendigerweise mitgedacht - das zeigt Forschung immer wieder. Besonders nachdrücklich belegt dies folgender Artikel über Forscherinnen von der Förde.

Weiterhin finden Sie einige Hintergrundinformationen und Hilfestellungen in der kompletten Linksammlung zu Fairer Sprache.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena bekennt sich daher zur fairen Sprache. Damit das leichter von den Lippen geht empfehlen wir besonders folgende zwei Leitfäden heranzuziehen:

  • Leitfaden: "Fair in der Sache - Fair in der Sprache" des Vizepräsidiums für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung für die Verwendung geschlechtergerechter Sprache an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
  • Leitfaden: "Sag's doch GLEICH!" vom Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung für die gendersensible Sprache an den Thüringer Hochschulen.

Kopieren und weitersagen ist explizit erwünscht.

Faire Darstellung

"Männer sind Chefs, Frauen Assistentinnen" – solche Bilder werden durch mediale Darstellungen verfestigt. Sie sind zum Beispiel in Printmedien, im Internet, aber auch in der Öffentlichkeitsarbeit von Hochschulen wirksam. Daher ist es wichtig, sich über gender Bias in der medialen Darstellung bewusst zu werden und sie möglichst zu vermeiden.

Folgende beide Forschungsarbeiten belegen dies an viefältigen Beispielen:

  • Fachartikel: "Female Librarians and Male Computer Programmers? Gender Bias in Occupational Images on Digital Media Platforms."
  • Fachartikel: "It’s All about the Parents: Inequality Transmission across Three Generations in Sweden."

Was Frauen an der Friedrich-Schiller-Universtität Jena leisten, zeigt die Portraitreihe Frauen in der Wissenschaft, in welcher Professorinnen aller Fakultäten der Universität Jena vorgestellt werden. Lassen Sie sich von ihren Lebenswegen inspirieren.

Für ein tiefergreifendes Interesse finden Sie hier weitere Hintergrundinformationen zur Fairen Darstellung.

 

Grafik zur Illustration Grafik zur Illustration Foto: Anke Hildebrandt; Vizepräsidium für Gleichstellung

Faire Beteiligung

Der Anteil der Frauen geht entlang der Karriereleiter immer weiter zurück. Auch an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist das noch so. Daher ist sie aktiv und intensiv bemüht den Frauenanteil über vielfältige Maßnahmen zu steigern und damit die Chanchengerechtigkeit für alle Hochschulangehörigen zu erhöhen. Das Erreichen von Qualifizierung- und Karrierestufen war im Jahr 2018 deutlich fairer verteilt, also die Statusgruppen selbst.

Die Grafik rechts illustriert die entsprechenden Zahlen aus dem Gendermonitor 2018. (Quelle der Zahlen: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Vizepräsidium Gleichstellung und Nachwuchs)

Grafik zum Vergrößern anklicken.

Faire Beteiligung in der Corona-Pandemie

Männliche Dominanz in der Gesellschaft wurde und wird in der Corona-Pandemie deutlich sichtbar. Während die Frage nach der Gleichberechtigung häufig als Luxusproblem fehlverstanden wird, ist sie aber vielmehr untrennbar mit den Ursachen der Krise verstrickt. 

Nach alarmierenden Befunden über die Verstärkung der strukturellen Benachteiligung von Wissenschaftlerinnen und Frauen anderer Statusgruppen seit Beginn der Corona-Pandemie, gibt es nun bereits Umfragen und Studien, aus denen sich gleichstellungsorientierter Handlungsbedarf ableiten lässt.

Einige Studien und Artikel zum Thema finden Sie unter Faire Beteiligung (Corona-Situation)

Faire Beurteilung

"Frauen sind immer zart, Männer sind immer hart" – dieses und viele oftmals darauf aufbauende gängige Vorstellungen wenden wir auch heutzutage gegenüber der Geschlechter in vielen Lebensbereichen an. Das geschieht in der Regel unbewusst. Gerade auf beruflicher Ebene tragen wir so durch unsere Beurteilung und unser Verhalten dazu bei, die bestehenden Unterschiede der beruflichen Chancen von Männern und Frauen zu verfestigen.

Studien zeigen, dass zahlreiche unserer unbewussten Schlüsse eher von unseren Erfahrungen als der Ratio geprägt sind. Leider gehören faire Rollenverteilungen noch immer nicht zum Alltag (siehe oben Faire Beteiligung) und daher auch nicht unserer Erfahrungswelt. Systematisch werden die Leistungen von Frauen daher schlechter bewertet als die von Männern. 

Schlüssiges Argumentieren bildet die Grundfeste des wissenschaftlichen Selbstverständnisses. Sind wir als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler also immer frei von unbegründeten Vorurteilen? Voreingenommenheit gehört zum Menschen wie die Fähigkeit zum logischen Denken, sagt zum Beispiel der Nobelpreisträger Daniel Kahneman in seinem Bestseller Schnelles Denken Langsames Denken (in deutsch erschienen im Verlag Randomhouse, 2016).

Unbewusste Vorurteile in sich zu tragen, ist also ganz normal. Wenn wir uns diese Verzerrung in den verschiedenen Lebensbereichen bewusst machen, können wir ihnen sinnvoll entgegen wirken.

Hierfür finden Sie einige Studien zur Fairen Beurteilung.

Diese Seite teilen
Die Uni Jena in den sozialen Medien:
Ausgezeichnet studieren:
Zurück zum Seitenanfang