Ausschreibungen & Stellenmarkt
Stellenangebote, Stipendienausschreibungen & Stipendiendatenbanken
Als Postdoc benötigen Sie eine verlässliche Finanzierung – sowohl für Ihren Lebensunterhalt als auch für Ihre Forschungstätigkeit. Für den Lebensunterhalt stehen Ihnen grundsätzlich drei Wege offen: eine Stelle an einer Universität oder außeruniversitären Forschungseinrichtung, eine selbst eingeworbene Stelle über einen Drittmittelantrag oder ein Postdoc-Stipendium. Darüber hinaus werden im Laufe der Postdoc-Phase häufig zusätzliche Mittel benötigt – etwa für Reise-, Sach- oder Druckkosten. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über Finanzierungsmöglichkeiten.
Forschungsstipendien sind vor allem für überschaubare Forschungsvorhaben, für Überbrückungsphasen oder für jüngere Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu empfehlen. Auch für Forschungsaufenthalte im Ausland können Stipendien sinnvoll sein. Die Bearbeitungsfristen sind oft kürzer als bei Anträgen für Projektförderung. Ein Stipendium ist in der Regel steuerfrei, enthält aber auch keine Sozialversicherung – um Kranken- und Rentenversicherung müssen Sie sich selbst kümmern, einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I erwerben Sie nicht.
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena hat ein eigenes Stipendienprogramm für Postdoktorandinnen. Damit können diese zum Beispiel ein Anschubstipendium zur Ausarbeitung eines eigenen Drittmittelantrags, ein Überbrückungsstipendium bei Finanzierungslücken oder ein Abschlussstipendium zur Fertigstellung der Habilitation beantragen. Derzeit ist das Stipendienprogramm für Postdoktorandinnen jedoch nicht ausgeschrieben.
Über die Datenbanken können Sie Stipendienmöglichkeiten für Promovierte recherchieren.
Als promovierte Wissenschaftlerin bzw. promovierter Wissenschaftler sind Sie berechtigt, einen eigenen Projektantrag für ein Forschungsprojekt zu stellen. Darin können Sie Personalmittel (zum Beispiel für Ihre eigene Stelle), Sachmittel und Reisekosten beantragen. Ein Projektantrag wird über die Universität eingereicht. Wenn der Antrag vom Drittmittelgeber bewilligt wird, wird das Geld über die Universität verwaltet und Sie werden aus diesen Geldern als Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter der Universität angestellt.
Je nach Karrierephase stehen unterschiedliche Förderprogramme zur Verfügung. Die DFG bietet bspw. ein abgestuftes Portfolio: Das Walter-Benjamin-Programm richtet sich an Postdocs in der frühen Phase, das Emmy-Noether-Programm fördert fortgeschrittene Postdocs beim Aufbau einer eigenständigen Forschungsgruppe, und das Heisenberg-Programm unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereits die Voraussetzungen für eine Berufung erfüllen.
Es gibt viele Programme und Fördermittelgeber, bei denen Sie einen Antrag stellen können. Im Drittmittelportal finden Sie Angebote nationaler und internationaler Fördermittelgeber sowie Informationen zur Einwerbung von Drittmitteln. Für die Auswahl eines Förderprogramms und die Antragstellung berät Sie das Servicezentrum Forschung und Transfer. Im Förderbrief finden Sie Informationen zu den neuesten Förderprogramm-Ausschreibungen.
Förderanträge lassen sich grundsätzlich nach zwei Dimensionen unterscheiden: Beim Bottom-up-Ansatz entwickeln Forschende ihre Fragestellungen frei und eigenständig, während Top-down-Programme thematische Schwerpunkte oder gesellschaftliche Bedarfe vorgeben. Darüber hinaus richten sich manche Programme vorrangig an die Person – etwa zur Förderung einer vielversprechenden wissenschaftlichen Karriere – während andere primär das Forschungsprojekt und seine inhaltlichen Ziele in den Mittelpunkt stellen.
Die Friedrich-Schiller-Universität unterstützt Sie, wenn Sie einen Auslandsaufenthalt planen. Sei es bei einer Forschungstätigkeit, einer Konferenzteilnahme oder einer Lehrtätigkeit im Ausland, im internationalen Wissenschaftskontext erwerben Sie wichtige wissenschaftliche und kulturelle Zusatzqualifikationen.
Weitere Informationen zur Förderung und Finanzierung von Auslandsaufenthalten finden Sie hier.
Die Friedrich-Schiller-Universität hat eigene Förderprogramme für Promovierende und Postdocs, um sie bei Reisekosten, Druckkosten, der Ausrichtung von wissenschaftlichen Veranstaltungen oder anderen Sachkosten zu unterstützen. Die Fördermöglichkeiten der Friedrich-Schiller-Universität finden Sie hier.
Außerdem haben wir einen Überblick über Programme und Recherchemöglichkeiten zur Förderung von Reisekosten und Auslandsaufenthalten zusammengestellt.
Aktuelle Ausschreibungen finden Sie auf der Seite Ausschreibungen und Stellenmarkt. Im Postdoc-Newsletter informieren wir Sie außerdem über wichtige fächerübergreifende Ausschreibungen. Der Förderbrief des Servicezentrums Forschung und Transfer stellt monatlich nationale und internationale Ausschreibungen von großen Drittmittelgebern zusammen.
Für weitere Möglichkeiten können Sie in den Datenbanken recherchieren.
Fächerübergreifende Datenbanken zur Recherche von Fördermöglichkeiten: