Was ist ThüLeNa?
Das hochschulübergreifende Projekt „Thüringen Lehrt und Lernt Nachhaltig" (ThüLeNa) hat zum Ziel, Nachhaltigkeit als zentrales Element in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen zu verankern und so die Studierenden optimal auf die Herausforderungen einer sich rasant verändernden Welt vorzubereiten.
Gemeinsam mit der Bauhaus-Universität Weimar, der Fachhochschule Erfurt, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, der Hochschule Nordhausen, der Hochschule Schmalkalden und der Technischen Universität Ilmenau sollen digitale Module zu nachhaltigkeitsrelevanten Themen entwickelt und in die Lehre der Hochschulen integriert werden. Diese Module sollen idealerweise zu einem hochschulübergreifenden Zertifikatsprogramm kombiniert werden können, das Studierenden eine Zusatzqualifikation im Bereich Nachhaltigkeit bietet.
Das Projekt, finanziert durch die Carl-Zeiss-Stiftung, hat eine Laufzeit vom 1. April 2024 bis zum 31. Dezember 2027. Koordiniert wird das Projekt von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Ansprechpartnerin an der Universität Jena ist Maria Fronz.
Mehr Informationen zum Projekt ThüLeNa finden Sie in der Pressemeldung vom 28.2.24
ThüLeNa LunchTalk-Reihe: Digitale Selbstlernräume lernwirksam gestalten
Bild ThüLeNa LunchTalk Reihe SoSe 2026
Grafik: Maria FronzWie lassen sich digitale Selbstlernräume so gestalten, dass Studierende darin nicht nur Materialien
vorfinden, sondern tatsächlich selbstgesteuert und lernwirksam arbeiten können? Und welche Rolle kommt
Lehrenden dabei zu?
In der LunchTalk-Reihe „Digitale Selbstlernräume wirksam gestalten – die veränderte Rolle der Lehrperson konkret“ sind Lehrende in den Ingenieurwissenschaften und angrenzenden Fachbereichen dazu eingeladen, zentrale Fragen digitaler Selbstlernsettings praxisnah zu reflektieren. Die Reihe richtet sich insbesondere an Lehrende, die ThüLeNa-Module (weiter-)entwickeln möchten, sowie an Kolleg:innen mit Interesse an Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und zeitgemäßer Hochschullehre.
In fünf kompakten LunchTalks werden zentrale Aspekte lernwirksamer Selbstlernräume aufgegriffen – von der grundlegenden Frage, was einen digitalen Selbstlernraum ausmacht, über die veränderte Rolle der
Lehrperson bis hin zu Strukturierung, Begleitung und realistischen Umsetzungsschritten im eigenen Modul.
Zwei optionale Werkstatttermine bieten darüber hinaus Gelegenheit, eigene Ideen zu reflektieren,
weiterzuentwickeln und kollegiale Rückmeldungen einzuholen.
Termine, jeweils 12:15–13:00 Uhr
📍15. April – Mehr als Materialablage: Was digitale Selbstlernräume lernwirksam macht
📍29. April – Zwischen Loslassen und Begleiten: Die veränderte Rolle der Lehrperson
📍27. Mai – Orientierung geben, ohne zu überfrachten: Struktur und Lernpfade in digitalen Selbstlernräumen
📍10. Juni – Lernprozesse begleiten: Aktivierung, Feedback und Präsenz in digitalen Selbstlernräumen
📍24. Juni – Vom Impuls zur Umsetzung: Digitale Selbstlernräume realistisch im eigenen Modul gestalten
Optionale Werkstatttermine, jeweils 12:15–13:15 Uhr
📍13. Mai – Transferwerkstatt: Was bedeutet das für mein eigenes Modul?
📍8. Juli – Modulwerkstatt: Ideen schärfen, Hürden lösen, Umsetzung planen
Die Teilnahme ist niedrigschwellig angelegt: kurze Impulse, praxisnahe Beispiele und konkrete Anregungen für die eigene Lehrpraxis. Die Teilnahme ist kostenlos und offen für alle Lehrenden und hochschuldidaktisch Interessierten – ob aus den Ingenieurwissenschaften, Sozialwissenschaften oder anderen Disziplinen.
Die Anmeldung ist bis zum 13. April unter folgendem Link möglich: LunchTalk Reihe Digitale Selbstlernräume wirksam gestalten – Formular ausfüllenExterner Link.
Für Fragen oder weitere Themenwünsche sprechen Sie mich gerne unter thuelena@uni-jena.dean.
Ich freuen mich, wenn Sie die Reihe für Ihre Lehrentwicklung nutzen und lade Sie herzlich zur Teilnahme ein!
Referentin: Maria Fronz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt und verantwortlich für
Lehrendenqualifizierung im Themenfeld Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung
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Das erwartet Sie |
📖 Input zu den fünf Merkmalen lernförderlicher Gestaltung von Selbstlernräumen 💭 Austausch zur Anwendung in Ihrer eigenen Lehre, besonder für Thülena-Modulerstellende 🌍 Transferwerkstätten ermöglichen eine erste Konkretisierung Ideen für das eigene Modul, vorhandene Ideen schärfen, Umsetzungsbarrieren sichtbar machen, nächste Schritte präzisieren 🛠️ Vorstellung des VCT für Vorlagen und Materialien ✔ Hands-on & aktivierend: Praxisbeispiele, Diskussionen/Austauschraum |
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Teil 1: Mehr als Materialablage - Was digitale Selbstlernräume lernwirksam macht
Wann: 15.04.2026
jeweils von 12:15 –13:00 Uhr
Die Teilnehmenden entwickeln ein erstes, praxisnahes Verständnis davon, dass digitale Selbstlernräume nur dann lernwirksam sind, wenn sie didaktisch gestaltet und nicht lediglich digital befüllt werden. Es leitet uns dabei die Frage: Was unterscheidet einen lernwirksamen digitalen Selbstlernraum von einer bloßen
Sammlung digitaler Materialien?
Die Teilnehmenden können …
- zentrale Merkmale lernwirksamer digitaler Selbstlernsettings benennen,
- typische Schwächen digitaler Selbstlernräume aus der Perspektive von Lernprozessen erkennen,
- erste Ansatzpunkte ableiten, wie eigene digitale Lehr-Lernräume stärker lernwirksam gestaltet werden können.
Teil 2: Zwischen Loslassen und Begleiten - Die veränderte Rolle der Lehrperson
Wann: 29.04.2026
von 12:15 –13:00 Uhr
Die Teilnehmenden reflektieren, wie sich ihre Rolle in digitalen Selbstlernräumen verändert, und entwickeln ein erstes Verständnis dafür, wie Lehrende dort didaktisch präsent bleiben können, ohne den Lernprozess permanent direkt zu steuern. Es leitet uns dabei die Frage: Welche Rolle nehme ich als Lehrperson ein, wenn Studierende in digitalen Selbstlernräumen selbstgesteuert lernen sollen?
Die Teilnehmenden können …
- die veränderte Rolle der Lehrperson in digitalen Selbstlernsettings beschreiben,
- zentrale Spannungsfelder zwischen Steuerung, Autonomie, Begleitung und Sichtbarkeit von Lernen benennen,
- erste Ansatzpunkte für die eigene professionelle Rolle in digitalen Selbstlernräumen reflektieren.
Transferwerkstatt 1: Was bedeutet das für mein eigenes Modul?
Wann: 13.05.2026
von 12:15 –13:15 Uhr
Die Teilnehmenden beziehen die bisherigen Impulse der Reihe auf ein eigenes Modul oder Lehrformat,
identifizieren einen zentralen Entwicklungshebel und entwickeln dafür erste konkrete Gestaltungsideen.
Leitfrage: Wie kann ein erster realistischer Entwicklungsschritt für mein Modul aussehen — und welche
Gestaltungsoptionen kommen dafür infrage?
Die Teilnehmenden können …
- einen eigenen Lehrkontext im Blick auf digitale Selbstlernphasen präzise beschreiben,
- einen zentralen Entwicklungshebel in ihrem Modul identifizieren,
- erste konkrete Gestaltungsoptionen für diesen Entwicklungshebel benennen,
- einen realistischen nächsten Schritt für die Weiterentwicklung ihres Moduls formulieren.
Teil 3: Orientierung geben, ohne zu überfrachten - Struktur und Lernpfade in digitalen
Selbstlernräumen
Wann: 27.05.2026
von 12:15 –13:00 Uhr
Die Teilnehmenden entwickeln ein Verständnis dafür, wie Orientierung, Struktur und Lernpfade in digitalen Selbstlernräumen so gestaltet werden können, dass selbstgesteuertes Lernen unterstützt und nicht
behindert wird. Dabei leitet uns die Frage: Wie viel Struktur brauchen digitale Selbstlernräume, damit
Selbststeuerung überhaupt möglich wird?
Die Teilnehmenden können …
- zentrale Elemente eines gut strukturierten digitalen Selbstlernraums benennen,
- typische Orientierungsprobleme in digitalen Lernumgebungen erkennen,
- erste Kriterien ableiten, um Lernpfade, Aufgabenabfolgen und Orientierungselemente in der eigenen Lehre gezielter zu gestalten.
Teil 4: Lernprozesse begleiten - Aktivierung, Feedback und Präsenz in digitalen Selbstlernräumen
Wann: 10.06.2026
von 12:15 –13:00 Uhr
Die Teilnehmenden entwickeln ein Verständnis dafür, wie sie in digitalen Selbstlernräumen didaktisch präsent bleiben und Lernprozesse begleiten können — durch aktivierende Aufgaben, Rückmeldung und
überschaubare Unterstützungsformate. Dabei leitet uns die Frage: Wie kann ich Lernprozesse in digitalen Selbstlernräumen begleiten, wenn ich nicht permanent synchron anwesend bin?
Die Teilnehmenden können …
- erläutern, was didaktische Präsenz in digitalen Selbstlernräumen bedeutet,
- zwischen passiver Materialnutzung und aktivierender Lernbegleitung unterscheiden,
- konkrete Möglichkeiten benennen, wie Aktivierung, Feedback und Unterstützungsangebote mit
vertretbarem Aufwand in eigene digitale Selbstlernphasen integriert werden können.
Teil 5: Vom Impuls zur Umsetzung - Digitale Selbstlernräume realistisch im eigenen Modul gestalten
Wann: 24.06.2026
von 12:15 –13:00 Uhr
Die Teilnehmenden bündeln die Erkenntnisse der Reihe und übersetzen sie in realistische
Umsetzungsstrategien für ihr eigenes Modul oder eine konkrete digitale Selbstlernphase. Dabei leitet uns die Frage: Was ist ein guter, machbarer nächster Schritt für mein Modul im kommenden Semester?
Die Teilnehmenden können …
- zentrale Gestaltungsdimensionen digitaler Selbstlernräume in einem überschaubaren Umsetzungsraster zusammenführen,
- Entwicklungsbedarfe im eigenen Modul priorisieren,
- einen realistischen nächsten Schritt für die Weiterentwicklung digitaler Selbstlernphasen formulieren.
Transferwerkstatt 2: Ideen schärfen, Hürden lösen, Umsetzung planen
Wann: 08.07.2026
von 12:15 –13:15 Uhr
Die Teilnehmenden konkretisieren eine Modulidee oder einen Entwicklungsschritt für digitale
Selbstlernphasen, klären zentrale Hürden und formulieren einen tragfähigen nächsten Umsetzungsschritt für die kommende Lehrphase. Dabei leitet uns die Frage: Wie wird aus einer guten Idee für mein Modul ein
realistischer und tragfähiger nächster Umsetzungsschritt?
Die Teilnehmenden können …
- eine eigene Modulidee oder einen Entwicklungsschritt präzise beschreiben,
- mögliche Umsetzungsbarrieren benennen und einordnen,
- kollegiale Rückmeldungen zur Schärfung ihres Vorhabens nutzen,
- einen konkreten nächsten Umsetzungsschritt für die kommende Lehrphase formulieren.
Alle weiteren Informationen zu aktuellen und vergangenen Angeboten entnehmen Sie bitte dem Virtuellen Campus Thüringen Kurs: ThüLeNa - Input, Austausch und Materialien | Virtueller Campus ThüringenExterner Link
Kontakt
Maria Fronz
- maria.fronz@uni-jena.de
- Telefon
- +49 3641 9-401463
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