Was bedeutet KI-Kompetenz?
Der Einsatz von KI-Systemen verändert Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung. Sie eröffnet neue Möglichkeiten, bringt aber auch Risiken und Herausforderungen mit sich. KI-Kompetenz bezieht sich jedoch nicht nur auf eine bloße Nutzung digitaler Werkzeuge. Sie umfasst das Verständnis, wie KI-Systeme funktionieren, wo ihre Grenzen und Risiken liegen und wie diese rechtskonform eingesetzt werden. Wer KI einsetzt, sollte Ergebnisse kritisch prüfen, mögliche Verzerrungen erkennen und verantwortungsbewusst entscheiden können, wann und wie KI sinnvoll eingesetzt wird.
Förderung zum Aufbau von KI-Kompetenz
Die europäische Verordnung über Künstliche Intelligenz (KI-Verordnung) verpflichtet Organisationen, die KI-Systeme entwickeln oder einsetzen, sicherzustellen, dass Mitarbeitende und betroffene Personen über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Mit dem KI-Omnibus wird dieser Ansatz vereinfacht: Statt einer ausdrücklichen Verpflichtung zum Nachweis von KI-Kompetenz steht künftig die Förderung von KI-Kompetenz im Vordergrund. Organisationen sollen geeignete Maßnahmen ergreifen, um Mitarbeitende beim Erwerb und Ausbau von Kenntnissen, Fähigkeiten und Verständnis im Umgang mit KI-Systemen zu unterstützen und so einen sachgerechten, sicheren und verantwortungsvollen Einsatz von KI zu ermöglichen.
Für Hochschulen bedeutet das insbesondere die Qualifizierung von Lehrenden und Mitarbeitenden sowie die Sensibilisierung von Studierenden zu fördern.
Worauf setzt die Uni Jena?
Die Universität stellt verschiedene Beratungs- und Schulungsangebote zum Aufbau von KI-Kompetenz für unterschiedliche Bereiche zur Verfügung. Als ein Basisangebot wird insbesondere der genKI-Führerschein als Selbstlernangebot bereitgestellt und zukünftig für weitere Zielgruppen fortentwickelt. Eine Übersicht der Angebote ist über den Uni-Marktplatz sichtbar. Zudem können externe Angebote wie die Materialien des KI-Campus für die Vertiefung konkreter Bereiche genutzt werden.