Hörsaal

Förderungen der ALe

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Foto: Jan-Peter Kasper

Erstmals zum Wintersemester 2018/2019 hat die ALe universitätsintern Förderungen für die Weiterentwicklung der universitären Lehre an der Friedrich-Schiller-Universität Jena vergeben.

Gerne stellen wir Ihnen hier die geförderten Projekte innerhalb der vier Förderlinien vor:

Freiraum für die Lehrentwicklung

"Wider den Methodenstreit. Neukonzeption der Methodenausbildung im Kern- und Ergänzungsfach Soziologie" (Förderungszeitraum WS 2018/19) Inhalt einblenden
Leuze_Scholz Projektverantwortliche: Prof. Dr. Kathrin Leuze und Prof. Dr. Sylka Scholz Foto: links: FSU; rechts: Maria Conradi, Fotostudio Fotografa Berlin

Projektvorhaben nach den Projektverantwortlichen:
Das soziologische Institut befindet sich in einem Neustrukturierungsprozess der soziologischen Methodenausbildung. Ziel ist es, die bisher dominante quantitative Methodenausbildung mit der qualitativen Methodenausbildung systematisch zu verknüpfen und die Studierenden gleichberechtigt in beiden Methodentraditionen auszubilden. Ein solches Unterfangen steht vor vielfältigen Herausforderungen: Erstens haben sich beide Methodenstränge historisch in Abgrenzung voneinander entwickelt und jeweils eigene Fachsprachen entwickelt, es gilt entsprechend innovative Lehrformen zu entwickeln. Zweitens forschen in der wissenschaftlichen Praxis die Lehrenden entweder qualitativ oder quantitativ und kennen die andere Methodentradition oft nicht hinreichend. Deshalb wird ein inhaltlicher Austausch der Dozierenden mittels eines Workshops implementiert. Basierend auf den Ergebnissen der ersten beiden Arbeitsschritte soll drittens eine eigene methodologisch-methodische verbindende Perspektive entwickelt und publiziert werden.

Innovation in der Lehre

"FNU: Ausbildungsmodul zur Einführung in den fächerübergreifenden Naturwissenschaftlichen Unterricht" (Förderungszeitraum WS 2019/20) Inhalt einblenden
Prof. Volker Woest und Clemens Hoffmann Projektverantwortliche: Prof. Dr. Volker Woest und Clemens Hoffmann Foto: Anne Günther/FSU

Im Rahmen des Projekts ProfJL (Professionalisierung von Anfang an im Jenaer Modell der Lehrerbildung) wurde ein Lehr-Lern-Angebot für Lehramtsstudierende der Fächer Biologie, Chemie und Physik entwickelt, das Studierende schulwirklichkeitsbezogen und praxisorientiert auf fächerübergreifenden naturwissen-schaftlichen Unterricht (kurz FNU) vorbereiten soll. Mit Hilfe der Förderung durch die Akademie für Leh-rentwicklung werden das Lehr-Lern-Angebot weitergeführt und die Verknüpfungen zwischen den einzelnen fachdidaktischen Ausbildungsbereichen verstärkt. Auf diese Weise sollen die Inhalte langfristig als wichtige Bestandteile des naturwissenschaftlichen Lehramtsstudiums verankert werden. Ein Ansatz dafür wäre die Anerkennung des Lehr-Lern-Angebots als eigenes Modul im Wahlpflichtbereich. Ein Materialpool, in dem bereits Praxisbeispiele, Methoden und Reflexionsgelegenheiten gesammelt wurden, dient dafür als Grund-lage und wird weiter ausgebaut.

"Latein für die und in der Philosophie" (Förderungszeitraum WS 2019/20) Inhalt einblenden
Prof. Dr. Perkams und Tim Haubenreißer Projektverantwortliche: Tim Haubenreißer und Prof. Dr. Matthias Perkams Foto: Anne Günther/FSU

Ein großer und bedeutender Teil philosophischer Grundtexte ist in lateinischer Sprache verfasst. Für ein forschungsnahes Studium der Philosophie sind daher Kenntnisse in dieser Sprache unerlässlich, um einen sinnvollen Zugang zu diesen Originaltexten zu finden, die Güte der Übersetzungen zu prüfen und sie als Produkt hermeneutischer Prozesse zu verstehen, aber auch um Texte überhaupt kritisch-analytisch bearbeiten zu können. Obwohl die Lateinlehre das Potential besitzt, gezielt philosophische Themen und Arbeitsmethoden zu vermitteln und sich selbst damit mehr Zulauf zu schaffen, ist sie an der FSU und anderswo vor allem auf das Einüben von Grammatik und Wortschatz ohne Fachbezug konzentriert. Um dieser Situation zu begegnen, wird vom SS 2019 zum WS 2019/20 erstmals ein studiengangs- und kompetenzbezogener Lateinunterricht im Seminar „Latein für Philosophen: Texte, Diskussionen, Perspektiven“ vorgeführt. Das innovative Projekt soll auch Studenten als Plattform zum Einbringen ihrer Vorstellungen dienen und zielt mittelfristig auf die Verstetigung eines entsprechenden Lehrangebots, das Vorbild für andere Sprachen und Studiengänge und auch Standortvorteil für die FSU sein soll.

"Physikalisches Praktikum für Medizinstudierende 2020" (Förderungszeitraum WS 2019/20) Inhalt einblenden
Sabine Stück, apl. Prof. Frank Schmidl und apl. Prof. Katharina Schreyer Projektverantwortliche: Sabine Stück, apl. Prof. Frank Schmidl und apl. Prof. Katharina Schreyer Foto: Anne Günther/FSU

Im Rahmen der Umgestaltung des Medizinstudiums „Masterplan Medizinstudium 2020“ werden auch auf die Vorklinische Ausbildung verstärkt Anforderungen zukommen, die eine Neuausrichtung in der Lehre verlangen. Deshalb planen wir die Überführung des Physik-Praktikums für Medizinstudierende aus einem reinen Praktikum hin zu einer neuen Praktikumsform, die aus einer abgestimmten Mischung von interaktiven Co-Seminaren und anschließendem selbständigen Experimentieren besteht.
Die neuartige Kombination aus Co-Seminaren, als quasi interaktive Vorlesung mit kombinierten praktischen Übungen der Studierenden, vorgeschaltet vor den eigentlichen Praktikumsversuch, soll eine optimalere Ausbildung aller Studierenden auf direkt vergleichbaren, in den für das weitere Medizin-Studium als wichtig identifizierten Gebieten sicherstellen. Neben einer Vertiefung und Festigung der fachlichen Grundlagen für die nachfolgenden Lehrabschnitte in der Vorklinik (insbesondere Physiologie) sollen ebenso Voraussetzungen für eine mögliche spätere klinische Forschung geschaffen werden.

"Blended Learning und Gamification für Lift-Kurse der Wirtschaftsinformatik" (Förderungszeitraum WS 2019/20) Inhalt einblenden
Prof. Dr. Ruhland und Frau Berger Projektverantwortliche: Prof. Dr. Johannes Ruhland und Geraldine Anna Berger Foto: Ruhland_Berger

Datenbanksysteme sind im Forschungs- und Lehrgebiet der Wirtschaftsinformatik von zentraler Bedeutung. Es ist seit Jahren bekannt, dass die Heterogenität der Vorkenntnisse der Teilnehmer an den  Masterprogrammen die Abhaltung von Liftkursen erfordert. Ein Blended Learning-Konzept erlaubt eine effiziente Nutzung der eigenen personellen Kapazitäten und der Internet-Angebote.  Dieses zusätzlich um Elemente der Gamification zu erweitern, verspricht nicht nur generell das Interesse hoch zu halten, sondern macht gerade jene Lernelemente  spannender, die gemeinhin als besonders trocken gelten, aber für vertiefende wissenschaftliche Auseinandersetzung unverzichtbar sind. Passim werden Schlüsselkompetenzen entwickelt.

"Internationalisierung durch Digitalisierung: Virtuelle grenzüberschreitende Planspiele" (Förderungszeitraum WS 2018/19) Inhalt einblenden
Prof. Juergen Bolten Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Jürgen Bolten Foto: Anne Günther/FSU

Projektvorhaben nach dem Projektverantwortlichen: Mit dem Ziel, Internationalisierung und Digitalisierung zu verknüpfen, soll im Rahmen des Vorhabens ein virtuelles interkulturelles Planspiel entwickelt werden, das künftig sowohl einen festen Bestandteil der Lehre der Bachelor-Ergänzungsfächer des Bereichs Interkulturelle Wirtschaftskommunikation (IWK) darstellen als auch von weiteren Fächern der Philosophischen, der Wirtschafts- und der Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät sowie dem Sprachenzentrum verwendet werden kann.   Das Planspiel nutzt einen Virtual Classroom, der seinerseits in eine Moodle Plattform eingebunden sein wird. Beides bietet die Basis, um Studierendenteams aus drei internationalen Hochschulen gemeinsam interagieren zu lassen. Ziel ist es Herausforderungen interkulturelles Handeln "live" erfahrbar zu machen und entsprechende Herausforderungen reflektieren zu können. Die Projektarbeit schließt die Erstellung von text- und videobasierten Handreichungen zur selbstständigen Nutzung von DozentInnen ein.

Laufzeit: Oktober 2018 bis September 2019

Universitätsmitglieder können den Abschlussbericht im Downloadbereich einsehen.

"Onkologische Fallkonferenzen in der Studentischen Lehre" (Förderungszeitraum WS 2018/19) Inhalt einblenden
Hübner Projektverantwortliche: Prof. Dr. Jutta Hübner

Projektvorhaben nach der Projektverantwortlichen: Anhand der Simulation von Fallkonferenzen sollen Studenten der Medizin im 9. Fachsemester in einem Seminar mit Kleingruppenarbeit grundlegende Einblicke in die Entwicklung von Therapiestrategien bei multimodalen Therapien, das Ineinandergreifen unterschiedlicher Disziplinen und Berufsgruppen, die interdisziplinäre und multiprofessionelle Kommunikation bekommen. Dabei wird der Fokus auf das Verständnis komplexer Therapieabläufe unter Berücksichtigung von Therapieziel, die Kommunikation darüber mit dem Patienten und die Unterstützung einer informierten Entscheidungsfindung gelegt. In insgesamt 6 Seminaren werden 6 ausgewählte Tumorarten und verschiedene Therapiesituationen (Erstdiagnose bis palliativen Situation) besprochen.

Im Laufe des Semesters dienen Zwischenevaluationen zur eventuellen Anpassung des Konzeptes. Die Ergebnisse der abschließenden Evaluation und Erfahrungen sollen wissenschaftlich publiziert und präsentiert werden. Das Projekt soll in der Erstellung eines nachhaltigen, auf andere Fächer übertragbaren Konzeptes für die studentische Lehre münden.

Laufzeit: Oktober 2018 bis Dezember 2019

Universitätsmitglieder können den Abschlussbericht im Downloadbereich einsehen.

"Integrative Argumentationsdidaktik" (Förderungszeitraum 2018/19) Inhalt einblenden
Löwenstein_Hetmank Projektverantwortliche: Jun.-Prof. Dr. David Löwenstein und Dr. Peggy Hetmank-Breitenstein Foto: Anne Günther/FSU

Projektvorhaben nach den Projektverantwortlichen: Das Analysieren und Bewerten sowie eigene Entwickeln von Argumenten ist nicht nur eine philosophische Kernkompetenz, sondern auch in anderen Gebieten innerhalb wie außerhalb der Universität unerlässlich. Das Fach Philosophie steht in besonderer Weise in der Verantwortung, die Herausbildung dieser Kompetenzen zu fördern. Doch eine integrative Didaktik des philosophischen Argumentierens, die die Verbindung sowohl analytischer und logischer als auch produktiv-kreativer Argumentationsfähigkeiten zum Ziel hat, ist bis heute ein Desiderat geblieben. Mit unserem Projekt wollen wir die vom tatsächlichen Argumentieren häufig gänzlich abgekoppelte Lehre in formaler Logik und die von logischen Argumentanalysen uninformierte Schreibdidaktik systematisch vermitteln und weitereinwickeln. Unser Ziel ist eine Ausbildung zum überzeugenden Argumentieren, in dem logische Schärfe und gelungene Textkomposition ineinandergreifen.

Laufzeit: Oktober 2018 bis September 2019

Universitätsmitglieder können den Abschlussbericht im Downloadbereich einsehen.

Entwicklungsdialog in den Fakultäten

"Klausurtagung zur Sicherung des Studienerfolgs" (Förderungszeitraum WS 2019/20) Inhalt einblenden
Prof. Dr. Volker Jänich Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Völker Jänich Foto: Anne Günther/FSU

Die Rechtswissenschaftlich Fakultät der FSU wird Anfang September 2019 im Augustinerkloster Erfurt eine eintägige Klausurtagung zum Thema "Sicherung des Studienerfolgs - Modernisierung der Schwerpunktbereichsausbildung" durchführen. Die Rechtswissenschaftlichen Fakultäten beklagen bundesweit einen Rückgang der Absolventenzahl. Es droht - für viele kaum vorstellbar - ein Juristenmangel. Eine Länderarbeitsgruppe hat unter Einholung eines Gutachtens des DZHW nach den Ursachen des Studienabbruchs gesucht. Auffällig ist, dass das Studium erst sehr spät abgebrochen wird (im Bundesdurchschnitt nach 7 Semestern, also nach der Zwischenprüfung). Die Rechtswissenschaftliche Fakultät will auf der geplanten Klausurtagung nach Wegen suchen, die Schwerpunktbereichsausbildung, die in der kritischen Studienphase erfolgt, attraktiver auszugestalten, um die Studienabbrecherquote zu senken.

"Kommunikationscurriculum" (Förderungszeitraum SoSe 2019) Inhalt einblenden

Projektverantwortlicher: PD. Dr. Ulrich Wedding

Projektvorhaben nach dem Projektverantwortlichen: Der Masterplan 2020 sieht eine Reformation des Medizinstudiums vor. Ziel ist u.a. die stärkere Gewichtung der Vermittlung kommunikativer Kompetenz (Arzt-Patient, Arzt-Arzt, Arzt-Pflege, Arzt-Angehörige, …). Der Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung bekennt sich zur Umsetzung des Masterplans 2020. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ist ein longitudinales Mustercurriculum Kommunikation entstanden. Die Umsetzung ist Aufgabe der Medizinischen Fakultäten. Es bedarf eines Entwicklungsdialogs in der Jenaer Medizinischen Fakultät dieses Kommunikationscurriculum umzusetzen. In einer Auftaktveranstaltung mit Fr. Professor Jana Jünger, Leiterin des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) wird dieser Prozess angestoßen. Zudem ist eine Ist-Erhebung der Vermittlung kommunikativer Kompetenz im Medizinstudium notwendig. Vermittlung und auch Prüfung kommunikativer Kompetenz ist Ziel der Medizinischen Fakultät in den kommenden Jahren.

"JeMid - Jenaer Medizindidaktik" (Förderungszeitraum WS 2018/19) Inhalt einblenden

Projektvorhaben nach der Projektverantwortlichen:
Die Medizinische Fakultät möchte die Lehrangebote im Bereich der Medizindidaktik nach den Richtlinien des MedizindidaktikNetzwerks Deutschlands aufbauen. Dafür ist es notwendig, einen Konsens innerhalb der Fakultät zu erzielen. Alle Lehrende sollten gut auf ihre Lehre vorbereitet werden hierzu gehört eine grundlegende hochschul- und medizindidaktische Ausbildung. Hauptschwerpunkt des Ausbildungsprogramms soll die Habilitandenausbildung sein. Darüber hinaus sollen weitere medizindidaktische Kurse angeboten werden z. B. für neue Lehrende am UKJ, Schulungen zu speziellen Lehr-/Prüfungsformaten aber auch weitergehende Qualifikationen (Medizindidaktische Qualifikationen MQ1/MQ2). Die Zusammenarbeit mit LehreLernen wird weiter intensiviert.

Um ein konsentiertes JeMid zu planen, möchte die Medizinische Fakultät mit ihren Dozenten in Dialog treten und auch externe Referenten  einbinden. Ein Planungstreffen für einen Tagesworkshop wird vorbereitet. Eine Konzeptvorstellung in der Kommission für Lehre und Studium sowie eine Verabschiedung im Fakultätsrat wird angestrebt.

Laufzeit: Oktober 2018 bis September 2019

Universitätsmitglieder können den Abschlussbericht im Downloadbereich einsehen.

Studentische Initiativen

"Automatisierung von Programmierübung" (Förderungszeittraum SoSe 2020) Inhalt einblenden

Projektverantwortlicher: Roman Wanusch

Programmierübungen werden an der FSU Jena weitestgehend manuell eingereicht
und korrigiert . Damit verbunden ist eine Turnaround-Zeit von einer Woche und ein
hoher Korrekturaufwand. Eine Erhöhung der Feedbackfrequenz (etwa von einer
Woche auf eine Minute) und eine Teilautomatisierung der Korrektur würde nicht nur
Effizienz steigern sondern auch ein differenzierteres, individuelles Lernen
unterstützen.
Im Internet sind bereits eine Vielzahl von Kursen und Technologien verfügbar, die
solche automatisierte Programmierübungen realisieren allerdings bestehen
Unklarheiten bezüglich ihrer Passfähigkeit, Flexibilität und langfristigen
Kontrollierbarkeit.
Mit diesem Vorhaben soll eine Moodle-basierte Technologie (CodeRunner)
beispielhaft untersucht und in einer konkreten Veranstaltung mit etwa 40
Studierenden evaluiert werden. Langfristig soll dieses Vorhaben dazu beitragen,
eine solche Technologie an der Fakultät oder gar der FSU Jena zu etablieren.

"Begleitung Studieneingangsphase" (Förderungszeitraum WS 2019/20) Inhalt einblenden
Projektverantwortliche: Tjorben Matthes, Katharina Wölfl und Georg Schwartz Projektverantwortliche: Tjorben Matthes, Katharina Wölfl und Georg Schwartz Foto: Tjorben Matthes

Sich gut im Studium und im Uni-Alltag zurechtzufinden, gehört zu den ersten großen Herausforderungen des Studienbeginns. In vielen Fällen gelingt dies, doch verliert die Fakultät gewöhnlich einen merkbaren Anteil an Studierenden, besonders an Lehramtsstudierenden und an Studentinnen.
Um Abbrecherquoten zu verringern und die Studierenden langfristig an die Fakultät zu
binden, wird hier ein großangelegtes Begleitprogramm für den Studieneinstieg vorgestellt.
Dabei werden die Studienanfänger von den Studieneinführungstagen an in kleinen Gruppen von studentischen und professoralen Mentoren betreut, die als Ansprechpartner sowohl bei fachlichen Fragen als auch als private Bezugsperson zur Verfügung stehen.
Zudem soll, wie bereits im letzten Jahr, zum Ende des nächsten Wintersemesters (24. bis
26. Januar 2020) ein Klausurvorbereitungswochenende für Studierende im ersten Semester angeboten werden.

Vorlesungsreihe "Fußnoten der Psychologie" (Förderungszeitraum WS 2019/20) Inhalt einblenden
Team um Lea Stegmann Projektverantwortliche: Lea Stegmann und ihr Team Foto: Lea Stegmann

Im Wintersemester 2019/2020 rücken an sechs verschiedenen Terminen Randgebiete der Psychologie in den Fokus, beispielsweise Umweltpsychologie oder Kultur- und migrationssensible Psychotherapie. Obgleich der Aktualität und gesellschaftspolitischen Relevanz dieser Thematiken, finden sie im Studium der Psychologie kaum Erwähnung. Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Fußnoten der Psychologie“ sollen die Themengebiete beleuchtet und intensiv diskutiert werden. Ziel ist es durch informative und interaktiv gestaltete Abende Wissen zu vermitteln, Neugierde zu wecken und eine kritische Auseinandersetzung mit den Themen anzuregen. Gestaltet werden die Veranstaltungen von Wissenschaftler*innen und Fachkräften aus der Praxis, welche mit einem Vortrag, einem Workshop oder einer Podiumsdiskussion einen Einblick in die Forschung und Praxis bieten. Unter Betonung des interdisziplinären Charakters der Thematiken richten sich die Veranstaltungen an Studierende aller Fachrichtungen.

"Refugee Law Clinic Jena - clinical legal education" (Förderungszeitraum WS 2019/20) Inhalt einblenden

Die RLC Jena wurde 2016 von Studierenden der FSU gegründet. Wir bieten mehrfach wöchentlich eine offene Sprechstunde für Geflüchtete an. Daneben organisieren wir jährlich ein Ausbildungsprogramm im Asyl- und Aufenthaltsrecht. KommilitonInnen, die daran erfolgreich teilgenommen haben, können dann nach einer Hospitationsphase als Beratende bei uns einsteigen. Entsprechend der Idee der clinical-legal-education möchten wir unseren KommilitonInnen so die Möglichkeit eröffnen, das theoretische Studium durch praktische Tätigkeit zu ergänzen. Gleichzeitig möchten wir einen Beitrag zum effektiven Zugang zu (Menschen)Rechten leisten und durch ein niedrigschwelliges Angebot Menschen in einer oftmals besonders prekären Situation unterstützen. Dabei stehen wir in engem Kontakt zu auf Migrationsrecht spezialisierten VolljuristInnen, die uns fachlichen Beirat leisten.

"Implementation of in-class on-line quizzes" (Förderungszeitraum WS 2018/19) Inhalt einblenden

Projektverantwortliche: Aleksandr Kazakov und Anna Zherdeva (Studierende im M.Sc. Economics)

Projektvorhaben nach den Projektverantwortlichen: The project refers to scientifically proven study strategies improving learning processes such as spaced retrieval, interleaved practice, generative learning and self-assessment.

The project tends to the implementation of these strategies into the in-class learning process: In selected courses, students involvement is to be enhanced by performing a short quiz at the beginning of each lecture. The questions target on recapitulating the content of previous lectures as well as building bridges towards subsequent subjects and areas of application. The quizzes will be implemented by using online quiz services such as Moodle. The results will provide regular feedback on the learning progress.

The project corresponds with the aims of the Facultys working group Neue Medien in der Lehre and will be carried out in close consultation.

Laufzeit: Oktober 2018 bis September 2019

Universitätsmitglieder können den Abschlussbericht im Downloadbereich einsehen.

"Klausurvorbereitungswochenende" (Förderungszeitraum WS 2018/19) Inhalt einblenden
wölfl Projektverantwortliche: Ruben Küspert, Anna Katharina Wölfl und Simon Schreyer Foto: Anna Katharina Wölfl

Projektvorhaben nach den Projektverantwortlichen:
Zum Ende des Wintersemesters (25. bis 27. Januar 2019) organisiert der Fachschaftsrat der Physikalisch-Astronomischen Fakultät ein Klausurvorbereitungswochenende für Erstsemester-Studenten. Dazu fahren etwa 50 Studenten mit zehn Tutoren nach Bad Sulza, um drei Tage lang für die anstehenden Klausuren zu lernen. Dieses Projekt dient dazu, den Studieneinstieg zu begleiten und zu unterstützen.

Den teilnehmenden Studenten aus dem ersten Semester wird eine optimale Lernumgebung geboten: Gruppenräume zum Arbeiten, ein großer Aufgabenpool, Kommilitonen, die für die gleichen Fächer lernen, und schließlich Tutoren aus höheren Semestern, die für Fragen zur Verfügung stehen und Tutorien halten. Zudem finden zwischendurch kurze mündliche Zwischenprüfungen statt, durch die die Studenten eine individuelle Rückmeldung zu ihrem Lernfortschritt erhalten. Am letzten Tag können Probeklausuren in den einzelnen Fächern geschrieben werden, um so die echte Prüfungssituation zu simulieren.

Laufzeit: Januar 2019 bis September 2019

Universitätsmitglieder können den Abschlussbericht im Downloadbereich einsehen.

Sonstige Projekte

Ernst-Abbe-Sommerakademie Inhalt einblenden
Vorbereiteter Workshopraum Foto: Bernd Teufel

Gutes Lehren kann man lernen. Diesem Grundsatz folgend haben sich im Rahmen der Ernst-Abbe-Sommerakademie für Hochschuldidaktik 26 Lehrende und Tutor*innen intensiv in die Grundlagen und Grundfragen universitärer Lehre eingearbeitet. Begleitet wurden sie dabei durch vier erfahrene Hochschuldidaktiker*innen der Servicestelle LehreLernen. Gefördert wurde dieses Vorhaben durch die Ernst-Abbe-Stiftung. 

Ziel war es, gemeinsam in einen konzentrierten Arbeitsprozess fernab des Arbeitsalltags einzusteigen und hieraus Umsetzungsstrategien für die Lehrtätigkeit mit zurück nach Jena zu bringen. Hierdurch wurden wichtige Impulse zur Professionalisierung der Lehre und damit zur Erhöhung der Lehrqualität an der Friedrich-Schiller-Universität Jena gesetzt. Ein besonderes Merkmal der Ernst-Abbe-Sommerakademie war ihr Workshopcharakter. Die Teilnehmenden konnten in interdisziplinären Gruppen intensiv an ihren Fragen und Themen rund um die Lehre arbeiten und die hochschuldidaktischen Anregungen der Expert*innen direkt auf ihren Lehralltag übertragen. Die Themenpalette reichte von den Grundlagen des Lehrens und Lernens über den gezielten Methodeneinsatz bis hin zum Umgang mit herausfordernden Situationen in der Lehre und zu Fragen des Prüfens und Bewertens.

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