Zeigefinger liegt auf einem Würfel, auf dem das Symbol für Geschlechtervielfalt eingeprägt ist

Vielfalt der Geschlechter und sexuelle Orientierung

Informationen für LSBTIQ*-Personen
Zeigefinger liegt auf einem Würfel, auf dem das Symbol für Geschlechtervielfalt eingeprägt ist
Foto: Devonorr, istock

Die Universität Jena sieht es als ihre Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen geschlechtliche Vielfalt als Selbstverständlichkeit anerkannt wird und offen gelebt werden kann. Die Universität soll ein Ort sein, in dem sich trans*-, inter*- und nicht-binäre Personen in ihrem Studien- und Arbeitsumfeld ohne Scham oder Furcht vor Benachteiligungen bewegen und von ihren Rechten Gebrauch machen können.

Information

Unterstützung für aus der Ukraine geflüchtete Menschen aus der LSBT*IQ-Community bietet der Berliner Verein QuarteeraExterner Link, in dem sich seit 2011 queere russischsprachige Menschen in Deutschland zusammen­ge­schlossen haben. Auf der Vereinswebseite sind Links zu weiteren Anlauf- und Beratungsstellen sowie auch Organisationen gelistet.

"Sprechen wir über Gendergerechtigkeit" - Fokus 2022: Geschlechtliche Vielfalt?!

Das Gleichstellungsbüro der Universität Jena führte im Rahmen der Themenreihe "Sprechen wir über Gendergerechtigkeit" ein Interview mit Dr. Robin K. Saalfeld zum Thema geschlechtliche Vielfalt und die entsprechenden Handlungsbedarfe innerhalb der Gesellschaft und an der Friedrich Schiller Universität. mehr erfahren

Vortrag: "Geschlechtervielfalt an Hochschulen: Herausforderungen und Chancen"

Die Online-Veranstaltung mit Né Fink vom 07.04.2022 wurde vom Netzwerk Diversität an Thüringer Hochschulen und dem Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung organisiert und aufgezeichnet. mehr erfahrenExterner Link

Tipps & Tools

  • Informationen zum Personenstandgesetz
  • Änderung des Namens- und Geschlechtseintrags an der Universität

    Grundsätzlich kann der eigene Vorname nicht geändert werden. Er wird von den Sorgeberechtigten im Zusammenhang mit der Geburt ausgesucht und ist das individuelle Erkennungszeichen eines Menschen. Trotzdem gibt es wichtige Gründe für die Namensänderung, bei denen von dem Grundsatz abgewichen werden kann. Dazu zählt u.a. auch die Tatsache, dass der urkundliche Vorname nicht die geschlechtliche Identität der namenstragenden Person widerspiegelt.

    Für Studierende gilt unter dieser Voraussetzung folgendes Verfahren der Namens- und/oder Personenstandsänderung an der Universität (siehe auch die Website "FAQ" des Diversitätsbüros der Universität Jena):

    • Um Diskriminierungserfahrungen zu mindern, erkennt die Universität Jena den dgti-Ergänzungsausweis von Studierenden an.
    • Die Änderung der in der Studierendendatenbank registrierten personsezifischen Daten nehmen Sie bitte mit dem Formular "Veränderungsmeldung" im Studierenden-Service-Zentrum vor. Bitte fügen Sie hierbei auch die im Formular benannten Dokumente (z.B. eine des dgti-Ergänzungsausweises) bei. 
      Veränderungsmeldungpdf, 137 kbpdf, 137 kbpdf, 137 kb 
    • Die Änderung der Uni-Mail-Adresse beantragen Sie bitte über den URZ Service Desk (die Registrierungsänderung in der Studierendenverwaltung unter (1) sollte hierbei bereits abgeschlossen sein)
      Antrag für E-Mail-AdressenänderungExterner LinkExterner LinkExterner Link
    • Während der Öffnungszeit des thoska-Büros können Sie vor Ort die Änderung der thoska (Neuausstellung) vornehmen lassen, wenn die unter (1) veranlasste Änderung auch Auswirkungen auf den thoska-Aufdruck haben sollte. 
      Thoska Kontakt (uni-jena.de) 

    Wenn Sie eine Änderung Ihres Namens- und Geschlechtseintrags in ihren Studierenden- oder Personalunterlagen der Universität beantragen möchten, wenden Sie sich für weitergehende Informationen an das Gleichstellungsbüro oder Diversitätsbüro der Universität.

    Gesetzliche Grundlage über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen  ist dasTranssexuellengesetz (TSG) mehr erfahrenExterner Link

  • Tipps zur Ansprache inter*-, trans*- und nicht-binärer Personen

    Für das Auftreten einer Person in einer bestimmten Geschlechtsidentität ist nach allgemeinem Verständnis die Form ihrer Anrede von zentraler Bedeutung. Einrichtungen sind zu einer geschlechtsneutralen Ansprache verpflichtet und müssen diese Option bereithalten. Der Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts sowie das Recht auf eine der geschlechtlichen Identität entsprechenden Anrede beginnt für Personen nicht-binären Geschlechts nicht erst mit einer offiziellen Personenstandsänderung.

    Zwar gibt es derzeit keine Regelungen bezüglich des sprachlichen Umgangs mit geschlechtlicher Vielfalt. Doch es kristallisieren sich verschiedene Möglichkeiten heraus, durch eine geschlechtersensible sprachliche Kommunikation, Menschen in ihrer Geschlechtsidentität zu würdigen und Benachteiligungen vorzugreifen.

    Anrede zur Begrüßung

    • Individuelle Anrede: Begrüßungsformel + Vorname + Nachname, z.B. »Guten Tag Thomas Müller«, »Hallo Kim Schmidt«)
    • Allgemeine Anrede: Verwendung geschlechtsneutraler Formen, z.B. »Sehr geehrte Teilnehmende«, »Sehr geehrte Damen und Herren und sehr geehrte Interessierte«...

    Sprechen über eine Person - Verwendung von Pronomen

    Berücksichtigen Sie bei der Anrede das von der Person gewünschte Pronomen (dieses wird z.B. bei schriftlicher Kommunikation häufig in der persönlichen Signatur angegeben) bzw. erfragen Sie dieses (z.B. "Wie darf ich Sie ansprechen?").

    • Außerhalb des binären Geschlechtermodells (er/sie, ihm/ihr) ist beispielsweise eine Verwendung des (Vor-)Namens anstelle eines Pronomens möglich (z.B.: Ich sprach mit Kim Schmidt. Kim Schmidt sagte....)
    • Aktuell werden teilweise auch weitere Pronomen zur Eigenbezeichnung diskutiert, wie z.B. im Singular "sier" (Zusammensetzung aus "sie" und "er") oder im Plural "they". Eine Sammlung möglicher Pronomen findet sich hierExterner Link.

    Weiterhin:

  • All-Gender-Toiletten an der Universität

    Mit Beschluss des Senats der Friedrich-Schiller-Universität Jena von Mai 2017 wurden in den zentralen Gebäuden auf dem Campus All-Gender-Toiletten eingerichtet und entsprechend kenntlich gemacht.

  • Selbstorganisation / Vernetzung

    Das Referat "Queer Paradies"Externer Link des Studierendenrats der Friedrich-Schiller-Universität ist Anlaufstelle und Interessenvertretung von Studierenden, die dem LGBTQIA+- Spektrum angehören. Es ist ein Raum für Begegnung, Austausch, Unterstützung und natürlich auch zum Kennenlernen anderer queerer Studierenden und Allies.

    Die Friedrich-Schiller-Universität Jena unterstützt auch alle weiteren LSBTIQ*-Angehörige der Universität gerne organisatorisch bei der Einrichtung eines (Online-)Netzwerks für den Erfahrungsaustausch zum Studien- und Arbeitsalltag an der Universität.

    Wenn Sie eine entsprechende Initiative planen, wenden Sie sich hierfür an das Diversitätsbüro der Universität.

    TG DeutschlandExterner Link  (ehem. Transgender-Deutschland) ist ein deutschsprachiger Discordserver, der gegründet wurde, um trans* und questioning Personeneine Plattform zum Austausch zu bieten

Information, Beratung und Interessenvertretung an der Universität

Gleichstellungsbüro
Öffnungszeiten:
Montag und Dienstag 10-18 Uhr
Donnerstag 10-15 Uhr
Diversitätsbüro
Öffnungszeiten:
Telefonsprechzeiten nach Vereinbarung