Veranstaltungseckdaten
- Beginn
- Ende
- Veranstaltungsarten
- Kulturveranstaltung
- Ort
-
Schillers Gartenhaus
Schillergäßchen 2
07745 Jena
Google Maps – LageplanExterner Link - Veranstaltungssprache
- Deutsch
- Barrierefreier Zugang
- nein
- Öffentlich
- ja
Die Gunst des Augenblicks - Prosa der Gegenwart
Lesung und Gespräch mit Boris Celeste Hoge-Benteler (Weimar) in Schillers Gartenhaus am Dienstag, dem 27. Januar 2026, um 19.30 Uhr (Moderation: Helmut Hühn und Jennifer Günther)
Boris Celeste Hoge-Benteler: ›Klosterberg‹
Cover ›Klosterberg‹
Abbildung: kul-ja! publishingEin strukturierter Tagesablauf und die Konzentration auf das Nächstliegende sollen dem jungen erzählenden Ich im Gästehaus einer Abtei einen Neuanfang ermöglichen. In der engen Gemeinschaft mit Bruder Paul sowie Tom, Liv, Chris und Ka sucht es Halt und Zugehörigkeit. Doch die neue Ordnung bekommt Risse: Fragmente der Vergangenheit drängen hervor, Bilder von Gewalt und Versehrung. Immer wieder kehrt das Ich in das traumatische »HAUS« der Kindheit zurück. Ein Gespräch mit Bruder Paul verspricht Aufklärung. Gleichzeitig beginnt die Außenwelt zu verschwinden: Menschen bleiben fort, das Klostergelände verödet, Vergängnis und Dunkelheit gewinnen immer mehr an Raum.
›Klosterberg‹ erzählt von Geborgenheit und Vereinzelung, von inneren Fluchträumen und Entgrenzung. Poetisch und rauschhaft erkundet der Roman die Möglichkeiten von Wahrnehmung und Sprache und und lässt uns teilhaben an einer Kopfwelt, die zugleich verstörend und mitreißend, klaustrophobisch und befreiend ist.
Über die Fenster des Werkraums, in dem es nach Klebstoff riecht, nach Knete und nach Wachsmalstiften, besteigen wir in Mänteln und Wolldecken das Dach. Vom Kirchturm her schrillt ein einziger Glockenschlag. Als hätten wir uns nie verabredet, weit über der Wiese, weit unter dem Himmel: fünf wunde Punkte unter den Sternen.
(Aus: ›Klosterberg‹, S. 78.)
»Ich bewege mich durch diese bildhaften, wahnhaften, traumhaften Szenen, glücklich, dass es so etwas gibt, so eine dichte und kompromisslose Sprache.« — Elke Laznia
»Ein Meister der Schilderung gefährdeter Innenwelten.« — Walter Gödden
Der Autor: Boris Celeste Hoge-Benteler
Der Autor Boris Celeste Hoge-Benteler
Foto: PrivatBoris Celeste Hoge-Benteler, geboren 1979 in Marburg, lebt und arbeitet zwischen Weimar, Jena und Berlin. Studium der Neueren deutschen Literatur, Italianistik, Geschichte sowie Bibliotheks- und Informationswissenschaften. 2022 das Romandebüt ›Sonnenstadt‹, 2023 der Briefroman ›Liebe Dunkelheit‹. Mitglied des PEN Berlin sowie des Verbands deutscher Schriftsteller*innen. 2025 erhielt Boris Celeste ein Literaturstipendium der Kulturstiftung Thüringen.
Eintritt: 6,00 € (ermäßigt 3,00 €), für Studierende der FSU ist der Eintritt frei
Eine gemeinsame Veranstaltung von Schillers Gartenhaus und der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek.