Veranstaltungseckdaten
- Beginn
- Ende
- Veranstaltungsarten
- Ausstellung
- Ort
-
Mineralogische Sammlung
Sellierstraße 6
07743 Jena
Google Maps – LageplanExterner Link - Veranstaltungssprache
- Deutsch
- Barrierefreier Zugang
- nein
- Öffentlich
- ja
Minerale sind Grenzgänger zwischen der belebten und der unbelebten Natur. Dabei können sie segensreich wirken, etwa Apatit, der den Zahnschmelz härtet, oder als wahre Quälgeister: „Das Mineral Calciumoxalat tritt im menschlichen Körper in Form von Nierensteinen auf“, sagt Dr. Birgit Kreher-Hartmann, die Kustodin der Mineralogischen Sammlung. Solche Quälgeister wie Gallen- oder Nierensteine werden in der neuen Sonderausstellung gezeigt, die am Mittwoch, 21. Januar, um 18.15 Uhr eröffnet wird. Sie trägt den Titel „Alles Bio – oder was? Biominerale in der belebten und unbelebten Natur“.
Versteinerte Biomatten als älteste Zeugnisse des Lebens auf der Erde
Zu sehen ist die ganze Bandbreite von Biomineralen, die in Lebewesen vorkommen oder biologische Prozesse in Gang setzen und unterstützen. Dazu gehören Otolithe oder Gehörsteinchen, die manchen Wirbeltieren helfen, das Gleichgewicht zu halten, und Stromatolithen, versteinerte Biomatten, die stolze 3,5 Milliarden Jahre alt sind. Es sind die ältesten Zeugnisse von Leben auf der Erde. „Minerale sind für viele biologische Prozesse unerlässlich“, sagt Birgit Kreher-Hartmann. So findet sich etwa Siliziumdioxid in Pflanzen wie Reis, Brennnesseln oder Bambus, auch der Ackerschachtelhalm enthält große Mengen des Minerals. Weitere Exponate sind Korallen, Manganknollen und Poliersteine, die aus winzigen Radiolarien entstanden sind. Das sind Einzeller, deren Endoskelett aus Siliziumdioxid gebildet wird.
Exponate aus verschiedenen Sammlungen und Museen
Für die neue Sonderausstellung wurden Exponate aus verschiedenen Sammlungen zusammengetragen. Dazu gehören Herbarbelege aus dem Herbarium Haussknecht, Ohrensteine aus dem Phyletischen Museum und Whewellit-Kristalle aus dem Naturkundemuseum Gera. Gezeigt wird die Sonderschau bis zum 6. Mai 2026.
Zur Eröffnung spricht Prof. Dr. Juraj Majzlan am 21. Januar ab 18.15 Uhr zum Thema „Über Kalksteine im Ohr und Harnsteine im Fuß“. Zu sehen ist die Schau zu den Öffnungszeiten der Mineralogischen Sammlung in der Sellierstraße 6, der Eintritt ist frei.