Resilienz, Politisierung, Vertrauenskrise? Zur Rolle von Wissenschaft in gesellschaftlichen Krisen
Vortrag und Diskussion
In Zeiten ökonomischer, politischer und ökologischer Krisen kommt der Wissenschaft eine zentrale Orientierungsfunktion zu. Sie produziert nicht nur Wissen, sondern stellt Entscheidungsgrundlagen bereit, die die Zukunft gegenwärtiger und kommender Generationen betreffen. Zugleich stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis Wissenschaft zu politischen und gesellschaftlichen Debatten stehen soll – insbesondere dann, wenn politische Positionen empirisch gut gesicherten Erkenntnissen widersprechen. Kann oder sollten sich Wissenschaftler:innen in politische und gesellschaftliche Debatten einmischen – insbesondere dann, wenn grundlegende Fakten – etwa zum Klimawandel oder zu globalen Gesundheitsrisiken – politisch relativiert werden?