Science Slam "Geschlecht zwischen Biologie und Gesellschaft"

Aktuelle Forschungsfragen leicht und verständlich präsentiert

Kind vor Tafel mit zahlreichen Formeln

Foto: Adobe Stock
Kind vor Tafel mit zahlreichen Formeln
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Veranstaltungseckdaten

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Beginn
Ende
Veranstaltungsarten
Vortrag
Science Slam
Ort
Haus A
Am Klinikum 1, Hörsaal 2
07747 Jena
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Veranstaltungssprache
Deutsch
Veranstaltungswebseite
Mehr erfahrenExterner Link
Barrierearmer Zugang
ja
Öffentlich
ja

Was passisert bei diesem Science Slam?

Fünf Forschende stellen in diesem schnellen Wettbewerb ihre spannenden Themen in jeweils nur 5 Minuten vor. Kreativ und humorvoll werden so aktuelle Forschungsfragen verständlich erklärt. Dabei werden u.a. gängige Stereotypen von der Psychologie hinterfragt („Frauen können Gefühle beim Anderen besser erkennen.“). Oder aber es wird aus dem Blickwinkel der Medizin ganz grundsätzlich darüber nachgedacht, „warum es überhaupt Frauen und Männer gibt“. Eine Jury aus Schüler:innen entscheidet, wer gewinnt. Das Publikum darf zusätzlich einen Publikumspreis vergeben.

Der 1. Science Slam am Universitätsklinikum Jena wird gemeinsam mit dem Projekt „Gender in Focus“ unter dem Motto „Geschlecht zwischen Biologie und Gesellschaft“ präsentiert.

Vortragende:

KAROLINE SCHUBERT (Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie) Well, actually… Die Folgen von Mansplaining im Arbeitskontext

Mansplaining – ein harmloses Klischee oder doch ein echtes Problem? Ich nehme euch mit in eine Studie, die untersucht, inwiefern Geschlecht und Hierarchie die Wahrnehmung herablassender Erklärungen beeinflussen können und warum dabei nicht nur die Betroffenen interessant sind, sondern auch diejenigen, die mansplainen.

INKE HENNEBERGER (Sprechwissenschaft und Soziophonetik Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft) Frequenz & Vorurteil -  Geschlechterstereotypen in der Werbestimmenforschung

Inkes Forschungsinteresse liegt in der geschlechtsspezifischen Beschaffenheit und Wahrnehmung von Werbestimmen. Geschlechterrollen haben sich sowohl in unserer gesamten Gesellschaft, als auch in der Werbung AUGENscheinlich diversifiziert, aber auch OHRENscheinlich? Wie viel oder wie wenig Klischee steckt in Werbestimmen? Finden wir es heraus!

JULIA FREITAG (Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie) Ein Blick sagt mehr als tausend Worte – aber wer versteht ihn?

„Frauen lesen Gefühle zwischen den Zeilen“, „Männer brauchen bei Emotionen den Wink mit dem Zaunpfahl“ – wir alle kennen solche Klischees. Aber verstehen Frauen subtile emotionale Signale tatsächlich besser als Männer? Als Psychologin gehe ich dieser Frage auf den Grund und schaue genauer hin: Was sagt die Wissenschaft?

JULIA BARTHL (Medizin) Wer räumt besser auf? Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der alternden Niere

Unsere Zellen besitzen ein eigenes Recyclingprogramm, die Autophagie. Doch verändert sich diese zelluläre Müllabfuhr bei Männern und Frauen im Alter unterschiedlich? Am Beispiel des Proteins MORG1 untersuche ich, welche Rolle diese Prozesse für die alternde Niere spielen und warum das biologische Geschlecht bei der Erforschung altersbedingter Erkrankungen stärker berücksichtigt werden sollte."

MARTEN SZIBOR (MEDIZIN) Warum gibt es überhaupt Männer und Frauen?