Valencia, Spanien (DAS)
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Deutsche Schule Valencia, Spanien (Deutsch/ Biologie)
Schriftzug "Valencia"
Foto: Aus dem ErfahrungsberichtZeitraum: Februar 2026 - Juni 2026 (SoSe 2026) | Schulinfos: hierExterner Link
Vorbereitung des Auslandspraktikums
Die Kontaktaufnahme mit der Praktikumsschule erfolgte über die E-Mail des Praktikumskoordinators. Die erste Bewerbung wurde am 05.12.2024 versendet. Ich bewarb mich sowohl für das Wintersemester 2025/26 als auch für das Sommersemester 2026. Da der zeitliche Vorlauf für das Wintersemester zu knapp war, erhielt ich die Zusage für das Sommersemester 2026. Rückblickend empfehle ich, sich etwa 13–14 Monate vor dem gewünschten Semester zu bewerben. Bereits etwa zwei Wochen nach dem Versand meiner vollständigen Bewerbungsunterlagen erhielt ich die Bestätigung meines Praktikumsplatzes.
Vor Beginn des Praktikums war insbesondere die Beantragung eines aktuellen polizeilichen Führungszeugnisses erforderlich. Dieses erhielt ich im Januar 2026 und konnte es rechtzeitig vor Praktikumsbeginn im Februar bei der Schule einreichen. Gegebenenfalls muss auch ein spanisches Führungszeugnis vor Ort angefordert werden. Weitere formale Vorbereitungen waren in meinem Fall nicht notwendig.
Für den Zeitraum meines Auslandsaufenthaltes schloss ich eine Auslandskrankenversicherung (Health Insurance Care College Comfort) ab. Die Kosten beliefen sich auf 160 €. Glücklicherweise musste ich die Versicherung während meines Aufenthalts nicht in Anspruch nehmen, sodass ich keine Erfahrungen mit der praktischen Abwicklung sammeln konnte. Dennoch würde ich empfehlen, sich vor Abschluss einer Versicherung Gedanken darüber zu machen, welche Aktivitäten während des Auslandsaufenthaltes perspektivisch naheliegend sind. Gerade in Spanien bieten sich beispielsweise Wanderungen oder andere Outdoor-Aktivitäten an, bei denen kleinere Unfälle nicht ausgeschlossen werden können. Es lohnt sich daher, im Vorfeld genau zu prüfen, welche Leistungen, beispielsweise Hilfsmittel oder medizinische Behandlungen, von der jeweiligen Versicherung abgedeckt werden.
Die Anreise erfolgte mit dem Flugzeug. Den Flug buchte ich über Skyscanner bereits im September 2025 für den Praktikumsbeginn im Februar 2026. In meinem Fall war die frühe Buchung sinnvoll, da mein Zeitfenster durch die universitären Prüfungen stark eingeschränkt war. Meine letzte Prüfung fand erst wenige Tage vor der Abreise statt. Anschließend blieb nur sehr wenig Zeit, um meine Wohnung auszuräumen, das Gepäck zu packen und alle organisatorischen Vorbereitungen abzuschließen. Dadurch kam letztlich nur ein bestimmter Direktflug infrage, damit ich pünktlich zum Schulbeginn vor Ort sein konnte.
Zum Punkt Gepäck und Packliste sollte insbesondere ausreichend Sonnencreme nicht fehlen. Sonnencreme ist in Spanien deutlich teurer als in Deutschland. Ich nahm etwa 750 ml Sonnencreme von zu Hause mit und konnte diese während meines gesamten Aufenthaltes vollständig aufbrauchen. Dadurch ließ sich einiges an Geld sparen. Darüber hinaus gibt es vor Ort nahezu alle Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen. In Valencia gibt es beispielsweise auch Rossmann-Filialen, sodass typische Hygieneartikel nicht zwangsläufig vermehrt mit ins Ausland genommen werden müssen. Abgesehen davon, kann es im Februar/März morgens und abends kühl sein – Winter- oder Regenjacke, Pullover und Regenschirm sollten daher unbedingt eingepackt werden.
Empfehlenswert ist außerdem, wichtige Medikamente aus Deutschland mitzunehmen, sofern man regelmäßig bestimmte Präparate verwendet oder bekannte Wirkstoffe bevorzugt. Zwar gibt es in Spanien selbstverständlich zahlreiche Apotheken, jedoch unterscheiden sich einige Medikamente hinsichtlich ihrer Wirkstoffe oder Dosierungen. Im Bezug auf wichtige Dokumente kann ich empfehlen, sämtliche Studien- und Unterrichtsmaterialien möglichst zu digitalisieren, um unnötiges Gepäck zu vermeiden.
Das Schulhalbjahr begann am 09.02.2026, ich selbst reiste am 07.02.2026 an und hatte somit lediglich den Sonntag, um mich vor Ort einzuleben. Ursprünglich hätte ich gerne einige Tage früher anreisen wollen. Aufgrund meiner Prüfungsphase aus dem vorherigen Semester war dies jedoch nicht möglich. Im Nachhinein empfand ich diesen kurzen Zeitraum sogar als Vorteil. Während andere Praktikantinnen und Praktikanten berichteten, dass sie in ihrer ersten Woche vor allem mit dem Gefühl des Alleinseins zu kämpfen hatten, blieb dafür bei mir kaum Zeit. Bereits am Montag begann der Schulalltag, sodass ich unmittelbar in neue Aufgaben eingebunden war und viele neue Eindrücke sammeln konnte. Rückblickend würde ich sagen, dass eine Anreise zwei Tage vor Praktikumsbeginn vollkommen ausreichend sein kann. Wer jedoch weiß, dass er mehr Zeit benötigt, um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen, sollte entsprechend früher anreisen. Dies hängt stark von der eigenen Persönlichkeit ab.
Abschließend würde ich zukünftigen Studierenden dringend empfehlen, bereits vor dem Auslandsaufenthalt einen Spanisch-Sprachkurs zu besuchen. Ich selbst hatte vor meiner Abreise keinerlei Spanischkenntnisse und nutzte lediglich die Sprachlern-App Duolingo. Für alltägliche Situationen, beispielsweise beim Einkaufen, waren die dort erworbenen Grundlagen zwar hilfreich, für eine echte Verständigung reichten sie jedoch nicht aus. Rückblickend wäre ein Sprachkurs eine sehr sinnvolle Vorbereitung gewesen und hätte den Einstieg in den Alltag sowie die Kommunikation vor Ort deutlich erleichtert.
Unterkunft
Während meines Praxissemesters wohnte ich im Stadtteil Benimaclet in einer Wohngemeinschaft mit insgesamt vier Zimmern. Das Zimmer entsprach den Bildern und der Beschreibung, die ich vor der Anreise erhalten hatte. Die Lage der Wohnung war optimal, da ich nur fünf Minuten zu Fuß zur Schule benötigte und sowohl die Metrostation, als auch die Tramstation direkt um die Ecke lagen. Eine Busstation befand sich ebenfalls direkt vor meiner Wohnhaustür. Außerdem gab es ausreichend Supermärkte in der Nähe meiner Wohnung und so gestaltete sich mein Alltag sehr fußläufig.
Die Wohnungssuche verlief zunächst deutlich komplizierter als erwartet. Gemeinsam mit einer Kommilitonin der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die ebenfalls ihr Praxissemester an der Deutschen Schule absolvierte, suchte ich nach einer Unterkunft. Kennengelernt hatten wir uns erst durch die Tatsache, dass wir beide denselben Praktikumsplatz erhalten hatten. Da wir uns gut verstanden, beschlossen wir, gemeinsam nach einer Wohnung zu suchen. Meine Kommilitonin fand eine Wohnung über „Spotahome“, während ich dieselbe Wohnung zufällig auf „Idealista“ entdeckte. Da uns die Wohnung sehr gut gefiel, entschieden wir uns dafür. Etwa zwei Monate vor der Abreise wurde meine Buchung jedoch plötzlich von Spotahome storniert. Trotz mehrerer E-Mails und Telefonversuche ließ sich diese Entscheidung nicht mehr rückgängig machen. Besonders schwierig war es, überhaupt einen erreichbaren Kundenservice oder eine zentrale Ansprechperson zu finden. Positiv war allerdings, dass ich die bereits gezahlte Monatsmiete sowie die Servicegebühr unmittelbar vollständig zurückerstattet bekam.
Für meine Kommilitonin verlief die Situation deutlich ungünstiger. Nachdem sie sich intensiver mit der Unterkunft beschäftigt und zahlreiche negative Bewertungen gefunden hatte, entschied auch sie sich für eine Stornierung. Diese wurde jedoch über einen längeren Zeitraum hinausgezögert, sodass sich der Buchungszeitpunkt immer weiter dem Einzug näherte. Dadurch erhielt sie letztlich nur einen Teil ihres Geldes zurück und verlor einen erheblichen Betrag. Diese Erfahrung zeigte uns, dass bei der Wohnungssuche über entsprechende Plattformen Vorsicht geboten ist. Insbesondere hohe Servicegebühren bieten aus meiner Sicht keine Garantie für einen reibungslosen Ablauf.
Nachdem meine Buchung storniert worden war, wandte ich mich an verschiedene Erasmus-WhatsApp-Gruppen und fragte dort nach Hilfe. Bereits kurze Zeit später erhielt ich eine Nachricht von einer Person, deren Freund eine Wohnung vermietete. Der Kontakt erfolgte unkompliziert über WhatsApp und stellte sich im Nachhinein als große Erleichterung heraus. Die Vermieter waren deutschsprachig und schickten mir bereits vor der Anreise den vollständigen Mietvertrag zu. Im Gegensatz zur ursprünglichen Buchung wusste ich dadurch bereits im Vorfeld genau, welche Unterkunft mich erwartete. Außerdem erhielt ich alle wichtigen Informationen rechtzeitig vor der Anreise. Rückblickend empfand ich diese Art der Wohnungssuche deutlich vertrauenswürdiger als die Nutzung großer Vermittlungsplattformen. Aus diesem Grund würde ich zukünftigen Praktikantinnen und Praktikanten empfehlen, zunächst persönliche Netzwerke zu nutzen, beispielsweise Erasmus-Gruppen oder ehemalige Praxissemesterstudierende zu kontaktieren. Evtl. gibt es auch im ZLB in Jena (Koordinatorin Praxissemester im Ausland) noch den Kontakt einer ehemaligen Praktikantin, die in der Wohnung einer ehemaligen Lehrkraft gewohnt hat, welche immer wieder an Praktikant:innen vermietet wird. Auch eine Nachfrage direkt bei der Praktikumsschule kann sich lohnen, da dort teilweise Wohnungen oder private Vermieter bekannt sind. Grundsätzlich sollte man Wohnungsangebote immer sorgfältig prüfen und sich nicht ausschließlich auf Vermittlungsplattformen verlassen.
Die Kaltmiete für mein Zimmer betrug 400 € pro Monat. Die Kosten für Strom und Wasser wurden monatlich transparent über eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe mitgeteilt und entsprechend auf die jeweils in der Wohnung lebenden Personen aufgeteilt. Dadurch ergab sich eine monatliche Warmmiete von durchschnittlich etwa 450 €.
Finanzen
Während meines Aufenthalts in Valencia hatte ich eine Kaltmiete von 400 € pro Monat. Zusammen mit den monatlich transparent abgerechneten Strom- und Wasserkosten lagen meine Wohnkosten durchschnittlich bei etwa 450 € monatlich. Insgesamt empfand ich die Lebenshaltungskosten in Valencia als etwas höher als in Jena. Für Lebensmittel sollte man, abhängig vom eigenen Konsumverhalten, ungefähr 30 € bis 50 € pro Woche einplanen.
Für den öffentlichen Nahverkehr nutzte ich zunächst die SUMA-Karte. Damit lassen sich unter anderem Zehnerkarten für Metro und Bus erwerben. Die Karte selbst kostet einmalig 1 €, eine Zehnerkarte etwa 5,40 €. Gerade in den kühleren Monaten habe ich die Metro regelmäßig genutzt, da sie eine schnelle und zuverlässige Möglichkeit war, sich in der Stadt fortzubewegen. Ab dem Frühjahr bin ich jedoch überwiegend auf das öffentliche Fahrradverleihsystem Valenbisi umgestiegen. Über die entsprechende App können Fahrräder an zahlreichen Stationen in der Stadt ausgeliehen und an einer anderen Station wieder zurückgegeben werden. Das Jahresabonnement kostet 30 € und ermöglicht Fahrten von bis zu 30 Minuten ohne zusätzliche Kosten. Für längere Strecken kann man das Fahrrad einfach kurz an einer Station abstellen und anschließend erneut ausleihen. Durch die große Anzahl an Stationen und die einfache Nutzung war Valenbisi für mich eine sehr flexible, praktische und kostengünstige Alternative zum öffentlichen Nahverkehr.
Die Kosten für Freizeitaktivitäten hängen natürlich stark von den eigenen Interessen und Gewohnheiten ab. Besonders Restaurantbesuche, Bars oder organisierte Erasmus-Veranstaltungen können das monatliche Budget erhöhen. Auch Ausflüge, beispielsweise Wanderungen oder andere organisierte Aktivitäten, verursachen zusätzliche Kosten. Gleichzeitig bietet Valencia viele kostenlose Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Der Strand ist jederzeit frei zugänglich und auch zahlreiche Parks oder Sportmöglichkeiten können ohne große Ausgaben genutzt werden. Dennoch würde ich empfehlen, zusätzlich mindestens 100 € pro Monat für Freizeitaktivitäten einzuplanen, damit man die Stadt und Umgebung während des Aufenthalts möglichst vielseitig erleben kann.
Finanziell war mein Aufenthalt durch die Erasmus+-Förderung und das Auslands-BAföG sehr gut abgesichert. Die Erasmus+-Förderung betrug insgesamt etwa 3.760 €. Davon wurden zunächst 80 % vor Beginn des Aufenthalts ausgezahlt. Die restlichen 20 % erhielt ich nach Abschluss des Praktikums und nach Einreichung aller notwendigen Unterlagen, wie beispielsweise des Learning Agreements und der Praktikumsbestätigungen. Zusätzlich erhielt ich monatlich etwa 660 € Auslands-BAföG. Wer diese Förderung beantragen möchte, sollte sich frühzeitig darum kümmern und den Antrag spätestens sechs Monate vor Beginn des Auslandsaufenthalts stellen, damit die Bearbeitung rechtzeitig abgeschlossen werden kann. Studierende, die bereits Inlands-BAföG erhalten, sollten sich außerdem frühzeitig darüber informieren, wie sich der Wechsel zum Auslands-BAföG auf den bestehenden Bewilligungszeitraum auswirkt und wie der anschließende Übergang zurück zum Inlands-BAföG geregelt ist. Als weiteren praktischen Hinweis kann ich sagen, dass man in Valencia fast überall problemlos mit Karte bezahlen kann. Trotzdem ist es sinnvoll, immer einen kleineren Bargeldbetrag dabeizuhaben, beispielsweise für Märkte oder kleinere Geschäfte. Ich hatte für meinen gesamten Aufenthalt etwa 300 € Bargeld mitgenommen, was vollkommen ausreichend war. Insgesamt empfand ich die finanziellen Rahmenbedingungen während meines Aufenthalts als gut planbar. Mit einer frühzeitigen Organisation der Fördermöglichkeiten und einer realistischen Einschätzung der monatlichen Ausgaben lässt sich ein Auslandspraktikum in Valencia sehr gut finanzieren.
Leben an der Schule
Während meines Praktikums an der Deutschen Schule Valencia fühlte ich mich durch verschiedene Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner gut unterstützt. Besonders der Praktikumskoordinator war eine wichtige Bezugsperson während meines Aufenthalts. Er führte sowohl in der Mitte als auch am Ende des Schulhalbjahres Befragungen mit uns Praktikantinnen und Praktikanten durch, bei denen wir unsere Erfahrungen teilen und sowohl positive als auch negative Rückmeldungen geben konnten. Dadurch entstand der Eindruck, dass unser Wohlbefinden und unsere Erfahrungen während des Praktikums ernst genommen wurden. Bei Fragen oder Problemen konnte man sich außerdem jederzeit an die Lehrkräfte wenden. Zwar gab es keine festen Mentorinnen oder Mentoren für die jeweiligen Unterrichtsfächer, jedoch wurden wir zunächst an die entsprechenden Fachschaftsleitungen verwiesen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich durch die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Lehrkräften eigene Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, an die man sich bei Bedarf wenden konnte.
Die Deutsche Schule Valencia wird von etwa 710 Schülerinnen und Schülern besucht, wobei die Klassen durchschnittlich aus ungefähr 27 Lernenden bestehen. Auffällig war für mich die sprachliche Situation an der Schule. Der Unterricht findet in nahezu allen Fächern auf Deutsch statt, während in den Pausen hauptsächlich Spanisch gesprochen wird. Eine Ausnahme bilden die deutschsprachigen Muttersprachlerinnen und Muttersprachler, die sich auch außerhalb des Unterrichts häufig auf Deutsch unterhalten.
Die Atmosphäre im Kollegium empfand ich zu Beginn meines Praktikums als sehr angenehm und offen. Die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften war freundlich und unterstützend, sodass ich mich schnell willkommen fühlte. Gleichzeitig nahm ich gewisse Spannungen zwischen Teilen des Kollegiums und der Schulleitung wahr. Besonders positiv empfand ich den Kontakt zu den anderen Praktikantinnen und Praktikanten. Zwischen uns entwickelte sich schnell ein freundschaftliches Verhältnis, wodurch der Austausch über Erfahrungen und Herausforderungen während des Praktikums sehr bereichernd war.
Auch die Ausstattung der Schule hat mich überzeugt. Die Klassenräume waren technisch sehr gut ausgestattet und verfügten über Beamer sowie digitale Whiteboards. Besonders für mein Fach Biologie bot der Fachschaftsraum viele Möglichkeiten, da dort zahlreiche Modelle und Materialien für die Unterrichtsgestaltung sowie für Exkursionen vorhanden waren. Eine besondere Besonderheit der Deutschen Schule Valencia ist außerdem die sogenannte „Passarella“. Dieser verglaste und lichtdurchflutete Pausenbereich war ein sehr angenehmer Ort, um sich während der Pausen aufzuhalten.
Während meines Praktikums hatte ich viele Möglichkeiten, mich aktiv in den Schulalltag einzubringen. Nach Absprache mit den jeweiligen Lehrkräften konnte ich hospitieren, eigenen Unterricht übernehmen und sogar eine Exkursion leiten. Außerdem bestand die Möglichkeit, an Projekten mitzuwirken und an weiteren Exkursionen teilzunehmen. Dabei wurde lediglich darauf geachtet, dass sich nicht mehrere Praktikantinnen oder Praktikanten gleichzeitig im Unterricht befanden. Insgesamt bot die Deutsche Schule Valencia sehr vielfältige Möglichkeiten, praktische Erfahrungen zu sammeln und einen umfassenden Einblick in den Schulalltag zu erhalten.
Freizeit
Neben dem Schulalltag bietet Valencia sehr viele Möglichkeiten, seine Freizeit abwechslungsreich zu gestalten. Besonders empfehlen kann ich die Erasmus-Angebote, vor allem die Plattformen Happy Erasmus und Erasmus Life. Gerade in den ersten Tagen lohnt es sich, sich dort anzumelden und eine entsprechende Karte zu holen. Nach der Registrierung kann man über diesen Seiten unkompliziert an verschiedenen Ausflügen und Aktivitäten teilnehmen, die teilweise deutlich günstiger sind als vergleichbare Angebote beispielsweise über GetYourGuide. Angeboten werden unter anderem Wandertrips, Rafting-Touren, Tagesausflüge sowie verschiedene Veranstaltungen im Bereich Nachtleben. Besonders praktisch ist, dass man über diese Plattformen, teilweise kostenlosen oder sehr günstigen Eintritt in Clubs erhalten kann. Dabei muss man lediglich auf die jeweiligen Zeiten achten, zu denen die Angebote gelten. Ich habe diese Möglichkeiten während meines Aufenthalts häufig gemeinsam mit Freunden genutzt und dadurch auch viele Orte außerhalb Valencias kennenlernen können. Besonders schön fand ich beispielsweise Ausflüge nach Calpe, Altea und Guadalest. Auch Reisen nach Alicante oder zur Insel Tabarca wurden über Erasmus organisiert und waren eine tolle Möglichkeit, die Umgebung und weitere Teile Spaniens kennenzulernen.
Ein Ausflugsziel, das ich besonders empfehlen kann, ist Buñol. Der Ort lässt sich auch unabhängig von Erasmus mit einem Langstreckenbus von einer der Busstationen in Valencia erreichen. Besonders beeindruckend fand ich die Wasserfälle und die Natur rund um Buñol, die einen schönen Kontrast zur Stadt Valencia bieten. Auch kulinarisch hat Valencia einiges zu bieten. Besonders empfehlenswert sind die typischen Patatas Bravas sowie generell die vielen verschiedenen Tapas, die man in zahlreichen Restaurants und Bars findet. Eine besondere Entdeckung für mich war das Restaurant Trellat in der Nähe der Schule. Dort gab es kleine MiniPizzen für nur drei Euro. Zwar handelt es sich dabei nicht um ein typisch spanisches Gericht, trotzdem war es eine schöne und preiswerte Möglichkeit, mit Freunden essen zu gehen.
Insgesamt bietet Valencia sehr viele Freizeitmöglichkeiten, sowohl innerhalb der Stadt als auch in der näheren Umgebung. Durch die Erasmus-Angebote konnte ich viele neue Orte entdecken, neue Kontakte knüpfen und meinen Aufenthalt über den Schulalltag hinaus sehr abwechslungsreich gestalten. Besonders beeindruckt haben mich die Fallas im März. Dieses berühmte Stadtfest gehört zu den größten Veranstaltungen Spaniens. Während dieser Zeit finden täglich Feuerwerke, Umzüge, Lichtshows und zahlreiche weitere Veranstaltungen statt. Riesige Figuren schmücken die Straßen und in der gesamten Stadt herrscht eine einzigartige Atmosphäre. Deshalb kann ich besonders ein Praktikum im Sommersemester empfehlen. Auch außerhalb der Fallas gibt es zahlreiche Veranstaltungen. Im Juli finden beispielsweise im Turia-Park regelmäßig kostenlose Konzerte statt. Darüber hinaus bietet Valencia unzählige Sportmöglichkeiten, wunderschöne Strände sowie ein lebendiges Nachtleben.
Allgemein
Rückblickend kann ich sagen, dass mein Praktikum an der Deutschen Schule Valencia eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens war. Die Entscheidung, mein Praxissemester dort zu absolvieren, war für mich definitiv die richtige und ich würde sie jederzeit wieder genauso treffen. Ich kann jedem, der die Möglichkeit dazu hat, nur empfehlen, ein Praktikum an der Deutschen Schule Valencia zu machen. Die Zeit dort hat mich sowohl persönlich als auch fachlich sehr bereichert, und ich würde diese Erfahrung nicht missen wollen und wünsche zukünftigen Praktikanten und Praktikantinnen eine ebenso magische Zeit.
Weitere Eindrücke sind auch in folgendem Erfahrungsberichtpdf, 636 kb zu finden.