Charlotte, North Carolina, USA (DSD)
Lesen Sie hier Erfahrungsberichte aus Charlotte, USA
South Academy of International Languages, Charlotte, USA (Geographie/ Biologie)
Klassenzimmer
Foto: privatZeitraum: Februar - Juni 2026 (SoSe 2026) | Schulinfos: hierExterner Link
Vorbereitung des Auslandspraktikums
Die Idee, mein Praxissemester im Ausland zu absolvieren, reifte schon lange. Von den ersten Überlegungen bis zu dem Tag, an dem ich tatsächlich Deutschland verließ, vergingen nahezu zwei Jahre. Im Frühling 2024 wurde ich durch Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie Dozentinnen und Dozenten im Rahmen universitärer Veranstaltungen erstmals auf die Möglichkeit aufmerksam, das Praxissemester auch im Ausland absolvieren zu können. Im Sommer desselben Jahres besuchte ich gemeinsam mit Mitstudierenden eine Informationsveranstaltung des Praktikumsamtes für Schulpraktika im Ausland (PSA). Nach dieser Informationsveranstaltung stand für mich fest: Mein Praxissemester im Ausland zu verbringen, war ein Ziel, das ich mit Nachdruck verfolgen wollte. Zu Beginn des Wintersemesters 2024/2025 begann ich mit der Suche nach einer geeigneten Schule. Ich entschied für mich, dass es in ein englischsprachiges Land gehen sollte. Ich möchte später Geographie auf Englisch unterrichten und ein Praxissemester im Ausland erschien mir als perfekte Gelegenheit, genau diese Fähigkeiten auszubauen. Ich stöberte durch die Angebote von PASCH- und FIT-Schulen, las mich durch unzählige Steckbriefe und Erfahrungsberichte der PSA-Seite und verschickte am Ende rund 10 individuell angepasste Bewerbungen an verschiedene Schulen. Das kostete viel Zeit und im Anschluss brauchte ich nochmals viel Geduld, denn die Rückmeldungen der Schulen ließen teils wochenlang auf sich warten. Am schnellsten reagierte einer meiner absoluten Favoriten: Die South Academy of International Languages (SAIL) in Charlotte, North Carolina, USA. Anfang Oktober 2024 nahm ich Kontakt zum dortigen Verantwortlichen auf und schon die Woche darauf stellte er mir ein mögliches Praxissemester im Sommersemester 2026 in Aussicht. Nach Abstimmung mit dem Praktikumsamt in Jena wurde im März 2025 schließlich alles verbindlich und mir wurde mein Praktikumsvertrag im Zeitraum vom 09.02.2026 bis 12.06.2026 bestätigt. Von diesem Moment an fühlte sich mein USA-Aufenthalt zum ersten Mal wirklich real an.
Mit der Zusage begann eine neue Phase der Vorbereitung: die Bürokratie rund um das benötigte J1-Visum. Wer als Praktikant/in in die USA reist, benötigt dieses Visum. Das Visum wird nur ausgestellt, wenn man über eine amerikanische Organisation offiziell vertreten wird und einen festen Praktikumsplatz vorweisen kann. Auf Empfehlung meines Betreuers vor Ort entschied ich mich, im Sommer 2025 für die Organisation „Intrax“, die gegen eine Gebühr von rund 1.000 Euro sämtliche Formalitäten für mich übernahm. Das hieß nicht, dass ich nichts mehr tun und keine Unterlagen mehr zusammenstellen musste, aber die Organisation übermittelte mir detaillierte Checklisten und zeigte eventuelle Fallstricke auf. Sie stellte sicher, dass ich wirklich alle zum damaligen Zeitpunkt für die Beantragung des Visums erforderlichen Unterlagen gesammelt in einer Mappe zusammenstellte. So ging ich im Dezember 2025 mit einer vollständigen Unterlagenmappe, in der alle Unterlagen ausgedruckt eingeheftet waren, zu meinem Visumsgespräch in Berlin. Das Speichern der Unterlange auf digitalen Medien konnte ich mir ersparen, denn die Botschaft in Berlin darf man mit einem Mobiltelefon und anderen Gegenständen nicht betreten. Wenn man so wie ich allein zum Gespräch reist, sollte man also sicherstellen, dass Mobiltelefon und seine persönlichen Sachen an anderer Stelle zu hinterlegen. Die US-amerikanische Botschaft in Berlin besitz keine Schließfächer. Ich habe meine Sachen kostenlos in ein Schließfach der Bibliothek der Freien Universität Berlin verstaut. Diese ist nur einigen Gehminuten von der Botschaft entfernt. Von anderen Visumsanwärter/innen habe ich gehört, dass sie gegen eine kleine Gebühr ihre Sachen in Kiosken in der nahegelegenen U-Bahn-Station abstellen durften. Ich bin also nur mit den nötigen ausgedruckten Dokumenten und meinem Reisepass in der Botschaft erschienen. Im Zuge der aktuellen US-Einreisebestimmung musste ich meine Social-Media-Kanäle der letzten fünf Jahre offenlegen, damit sie im Rahmen des Gesprächs und der anschließenden Prüfung eingesehen werden konnten. Das Gespräch selber verlief entspannt und dauerte weniger als drei Minuten. Keine 48 Stunden später hielt ich die Genehmigung in den Händen. Kurz darauf kam auch mein Reisepass per Post zurück.
Sicherheitshalber beantragte ich zusätzlich einen Internationalen Führerschein, obwohl ich wusste, dass in North Carolina auch der deutsche Führerschein ausreicht. Den internationalen Studierendenausweis (ISIC) habe ich ebenfalls beantragt, ihn letztlich aber nie gebraucht. Für meinen Aufenthalt in den USA während des Praxissemesters habe ich keine weiteren Versicherungen abgeschlossen. Glücklicherweise war die Auslandskrankenversicherung über das DAAD-Stipendium Lehramt.International, für das ich mich gesondert beworben und eine Zusage erhalten hatte, abgedeckt, so dass mir hierfür keine zusätzlichen Kosten entstanden sind. Wer nicht über eine solche Förderung verfügt, sollte auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Diese ist für die USA vergleichsweise teuer und wird in der Regel nach den Aufenthaltstagen berechnet. Die Kosten schwanken bei den unterschiedlichen Versicherungsunternehmen. Ein Vergleich lohnt sich deshalb definitiv.
Bei der Packliste hätte ich mir im Nachhinein weniger Gedanken machen sollen. Zwar war es bei meiner Ankunft im Februar noch winterlich kalt, doch der Frühling wurde quasi übersprungen. Schon im März zeigte das Thermometer rund 30 Grad Celsius. Kurze, leichte Kleidung ist also klar im Vorteil. Jedoch ist ein Zwiebellook zu empfehlen, da die klimagekühlten Räume in den USA sehr kalt werden können. Generell gilt: Lieber weniger einpacken, denn Shopping vor Ort ist unkompliziert und nicht erheblich teuer als in Deutschland. Außerdem sammelt man ja doch das eine oder andere Souvenir, das auch wieder mit zurück nach Deutschland sollte. Reizt man das Maximum des Gewichts der Koffer bereits auf der Hinreise aus, bleibt hierfür auf der Rückreise kein Platz. Zwei kleine aber sehr wertvolle Reisebegleiter waren für mich Universalreiseadapter und eine Mappe mit allen ausgedruckten wichtigen Unterlagen wie Stipendiumsnachweise oder Notfallkontakte der Eltern. Der Universalreiseadapter ist ein echter Gamechanger, nicht nur für die USA, sondern für Reisen weltweit.
Für die mobile Erreichbarkeit habe ich mir bereits im Voraus eine eSIM von „MintMobile“ besorgt. Für nur 15 Dollar im Monat gab es einen unlimitierten Datenvolumen-Tarif, der mehr als völlig ausgereicht hat. Diese Vorabbuchung kann ich nur empfehlen, da man so direkt bei der Ankunft ohne Umwege erreichbar ist und sich das lästige Warten auf eine physische SIM-Karte vor Ort spart.
Schließlich bin ich im Februar 2026 ab Frankfurt/Main nach Charlotte, North Carolina geflogen. Den Flug buchte ich rund sechs Wochen vor Abflug, quasi direkt nachdem mein Visum genehmigt worden war, zu einem Preis von etwa 350 bis 450 Euro. GoogleFlights half mir bei der Recherche. Gebucht habe ich am Ende über Americain Airlines. Lufthansa ist ebenfalls eine gute Option.
Rückblickend gäbe es einen zentralen organisatorischen Punkt, den ich anders angehen würde: Aufgrund von Prüfungsterminen in Jena bin ich erst an einem Samstag in Charlotte gelandet und stand bereits am darauffolgenden Montag zum ersten Mal in der Schule. Zwischen Prüfungsstress, Jetlag, Reisestrapazen und der Aufregung rund um eine völlig neue Umgebung blieb dadurch keine einzige Minute zum Ankommen. Diesen Fehler würde ich nicht noch einmal machen. Ich empfehle allen zukünftigen Praktikant/innen ausdrücklich, sich mindestens fünf Tage bis eine Woche Puffer vor Praktikumsbeginn einzuplanen, um sich in Ruhe von Freunden und Familie in Deutschland zu verabschieden und in Ruhe im Praktikumsland anzukommen.
Unterkunft
Ein ganz wesentlicher Grund, warum ich mich für die SAIL entschieden habe, war die Zusicherung der SAIL, dass ich einer Gastfamilie wohnen würde. Die Familien werden von der Schule selbst vermittelt und bestehen meist entweder aus Lehrkräften der Schule oder aus Eltern, deren Kinder die SAIL besuchen. Unterkunft und Verpflegung wurden vollständig von der Gastfamilie übernommen. Für mich entstanden dadurch keinerlei Wohnkosten. Im November 2025 erfuhr ich, welcher Familie ich zugeteilt worden war und ab diesem Moment schrieben wir uns regelmäßig. Als ich schließlich ankam, erwarteten mich ein herzlicher Empfang direkt am Flughafen und dann ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad in einer ruhigen, freundlichen Nachbarschaft. Die Familie hat zwei Söhne. Kinderbetreuung gehörte dabei nie zu meinen Aufgaben. Ich war von Beginn an Familienmitglied und nahm ganz selbstverständlich am Familienalltag teil. Ich wurde aufs herzlichste aufgenommen, dass es mir inzwischen richtig schwerfällt an den Abschied zu denken. Gemeinsame Ausflüge nach Atlanta und Charleston, entspannende Abende beim Super-Bowl, unzählige gemeinsame Mahlzeiten und einfach ganz normales Miteinander im Alltag, all das hat mein Praxissemester zu etwas gemacht, das weit über das reine Schulpraktikum hinausging. Das Haus, in dem meine Gastfamilie wohnt, liegt rund 20 Autominuten von der Schule entfernt. Morgens und nachmittags fuhr ich gemeinsam mit meinen Gastbrüdern mit dem klassischen gelben amerikanischen Schulbus zur Schule – ganz so, wie man ihn aus Filmen kennt. Je nach Verkehrslage dauerte die Fahrt zwischen 40 und 60 Minuten. Ab und zu stellte mir meine Gastfamilie auch ein Auto zu Verfügung, sodass ich Charlotte auf eigene Faust erkunden konnte. Für die USA gilt: Wer hier ohne Auto unterwegs ist, merkt schnell, dass man nicht weit kommt. Der öffentliche Nahverkehr ist – mit Ausnahme der großen Metropolen - nur schwach ausgebaut und im Alltag kaum praktikabel.
Finanzen
Finanziell hatte ich es dank meiner Gastfamilie deutlich leichter als viele andere Praktikant/innen, da mir dank meiner Gastfamilie keinerlei Kosten für Unterkunft und Verpflegung entstanden sind. Für Shopping, Konzerte und sonstige Freizeitaktivitäten habe ich im Schnitt etwa 100 bis 200 Dollar im Monat ausgegeben. Der mit Abstand größte Posten war jedoch das Reisen. Hier sind pro Monat mindestens 200 bis 300 Dollar zusammengekommen. Aus meiner Sicht waren diese Trips jedoch jeden Cent wert.
Über das DAAD-Stipendium erhielt ich nicht nur die Auslandskrankenversicherung sondern auch finanzielle Zuwendungen, die mir das Praxissemester finanziell erst ermöglicht haben. Ich erhielt für die Dauer meines Aufenthaltes monatlich den Höchstsatz von 1.400 EUR sowie einen einmaligen Flugkostenzuschuss in Höhe von 1.050 EUR. Die Zuwendungen des DAAD deckten meine laufenden Kosten (auch die, die in Deutschland während meines Auslandsaufenthaltes weiterliefen) ab, milderten das im Vergleich zu Deutschland spürbar höher Preisniveau in den USA ab und ermöglichten mir schließlich auch zahlreichen Reisen innerhalb der USA. Tatsächlich habe für mich für mehrere Stipendien beworben. Über die unterschiedlichen Anforderungen an die jeweilige Bewerbung, die Leistungen des einzelnen Stipendiums und vor allem die gesonderten Abgabefristen habe ich mich im Vorfeld umfassend informiert. Auch hier war die Zusammenstellung der Unterlagen sehr zeitaufwändig. Mit Blick auf die Bewilligung des Stipendiums hat sich der Zeitaufwand aber auf jeden Fall gelohnt. Für die Bewerbung um das Stipendium kann ich einen Tipp mitgeben, der bei mir vermutlich den Unterschied gemacht hat: Erzähle eine Geschichte. Es reicht nicht, nüchtern und sachlich ausführen, warum es ausgerechnet diese Schule sein soll. Viel wichtiger ist, ausführlich und emotional darzulegen, welchen Sinn der Aufenthalt für den eigenen weiteren Werdegang haben könnte. Bei mir war das ganz konkret: Ich wollte unbedingt in ein englischsprachiges Land, weil ich später Geografie auf Englisch unterrichten möchte. Genau diese klare, persönliche Motivation sollte im Bewerbungsschreiben spürbar werden.
Ein praktischer Punkt, der leicht unterschätzt wird: In den USA ist eine Kreditkarte unverzichtbar. Welche Kreditkartenanbieter man wählt, ist egal. Wichtig ist nur, dass es sich tatsächlich um eine echte Kreditkarte handelt, eine Debitkarte reicht hier oft nicht aus. In vielen Restaurants wird die Karte zur Absicherung hinterlegt, auch bei Mietwagen oder ähnlichen (Online-)Buchungen wird in der Regel zwingend eine Kreditkarte verlangt. Dabei ist es von Vorteil, tatsächlich die Plastikkarte mitzuführen und nicht nur eine auf dem Handy hinterlegte Karte vorzuzeigen.
Leben an der Schule
Wandbild eines Phönix
Foto: privatDie South Academy of International Languages ist eine öffentliche K-8 Magnet School. Das bedeutet, dass die Schule vom Kindergarten bis zur 8. Klasse unterrichtet und als Magnetschule einen klaren Schwerpunkt auf Sprachen setzt. An der Schule werden insgesamt rund 1.300 Schüler:innen unterrichtet. In der Middle School (6.–8. Klasse) liegen die Kursgröße meist zwischen 15 und 20 Schüler:innen. Die Zusammensetzung ist sprachlich und kulturell sehr vielfältig – viele Schüler:innen stammen aus Familien mit mehrsprachigem Hintergrund.
Ein typischer Schulalltag begann an der SAIL um 8:15 Uhr mit einer Phase der Selbstarbeit, während welcher gewartet wurde, bis gegen 8:30 Uhr alle Schulbusse eingetroffen waren. Danach startete der Unterricht mit der ersten 65-minütigen Einheit. Die 30-minütige Mittagspause war je nach Klassenstufe unterschiedlich getaktet. Der Schulalltag endete um 15:15 Uhr. Sprachlich ist die Schule bemerkenswert breit aufgestellt. Neben Englisch und Deutsch werden ebenfalls Spanisch, Französisch, Japanisch und Chinesisch unterrichtet bzw. als Immersionsprogramme angeboten. Technisch ist die Schule solide ausgestattet. Jedes Kind erhält in der 3. Klasse ein eigenes Chromebook und jeder Klassenraum verfügt über ein Smartboard. Für meinen eigenen Unterricht habe ich trotzdem meinen Laptop aus Deutschland mitgebracht, dazu ein HDMI-Adapter. Beides würde ich auch zukünftigen Praktikant/innen empfehlen, um unabhängig von der Schulausstattung arbeiten zu können.
An der SAIL gab es von Anfang an feste Ansprechpersonen, so dass ich mich nie allein gelassen fühlte. Ich hatte eine Ansprechpartnerin für organisatorische Fragen rund um das Praktikum, eine Mentorin für meine eigentliche Lehrtätigkeit sowie eine weitere Ansprechpartnerin für alle Angelegenheiten rund um meine Gastfamilie. Insgesamt habe ich das gesamte Kollegium als sehr freundlich und hilfsbereit erlebt und wurde von allen Kolleg/innen von Anfang an herzlich aufgenommen.
Freizeit
Footballstadion
Foto: privatCharlotte selbst ist geographisch ein echter Glücksfall. In rund zwei Stunden erreicht man die Berge, in etwa zweieinhalb Stunden den Strand – Wer also sowohl Natur als auch Meer sucht, ist hier goldrichtig aufgehoben. Die Stadt überzeugt zudem mit zahlreichen Parks und einer regelrechten Sportbegeisterung: American Football, Baseball, Fußball und Basketball haben allesamt ihre großen Fans, und auch als Konzertstadt hat Charlotte einiges zu bieten. Mein persönlicher Geheimtipp abseits der klassischen Touristenpfade ist das U.S. National Whitewater Center – ein Outdoor- Freizeitpark mit künstlichem Wildwasser, Klettermöglichkeiten und Mountainbike-Trails, der bei Einheimischen extrem beliebt, bei Tourist/innen aber oft noch unbekannt ist. Ein weiterer Vorteil: Der Flughafen Charlotte ist ein wichtiger Hub von American Airlines, wodurch Flüge in Städte wie New York oder Miami oft überraschend günstig zu bekommen sind. Diese Anbindung habe ich genutzt, um auch über die Region hinaus zu reisen. Innerhalb North Carolinas und der näheren Umgebung lohnt sich außerdem unbedingt ein Ausflug nach Charleston sowie zu weiteren Küstenstädten – wunderschöne, historische Orte, die sich stark vom eher modernen Charlotte abheben.
Charlotte selbst hat viele Freizeitangebote für junge Leute: Viele Studierende treffen sich in Bars, auf Konzerten oder bei Sportveranstaltungen. Besonders empfehlenswert ist meiner Meinung nach ein Besuch eines NBA-Spiels der Charlotte Hornets oder eines Baseballmatches, um amerikanische Sportkultur hautnah zu erleben.
Kulinarisch ist die Region ganz klar von der Südstaatenküche geprägt: Wer nach Charlotte kommt, sollte unbedingt Barbecue probieren. Auch ein waschechtes Southern Country Boil, bei dem Meeresfrüchte, Mais und Kartoffeln gemeinsam gekocht und direkt auf dem Tisch serviert werden, darf auf keinen Fall fehlen.
Allgemeines
Insgesamt war das Praxissemester eine sehr prägende Erfahrung, die meine Erwartungen in vielerlei Hinsicht erfüllt und teilweise sogar übertroffen hat. Zu Beginn hatte ich vor allem die Erwartung, meine Unterrichtskompetenzen zu erproben und Erfahrungen im bilingualen Unterricht sowie im Umgang mit einer für mich neuen Schulstruktur zu sammeln. Gleichzeitig hatte ich Bedenken, ob meine Englischkenntnisse für einen professionellen Unterricht ausreichen würden und wie gut ich mich an die Vorgaben des amerikanischen Schulsystems anpassen könnte. Im Laufe des Praktikums zeigte sich jedoch: Nicht sprachliche Perfektion, sondern Flexibilität, gute Vorbereitung und eine klare Unterrichtsstruktur sind entscheidend für erfolgreichen Unterricht. Rückblickend hat das Praxissemester meine Entscheidung, Lehrkraft zu werden, weiter gefestigt. Es hat mir nicht nur wertvolle Einblicke in den Berufsalltag vermittelt, sondern auch gezeigt, in welchen Bereichen ich bereits über solide Kompetenzen verfüge und woran ich künftig weiterarbeiten möchte. Die Erfahrungen aus dem Ausland werden meine weitere Ausbildung und meinen späteren Berufsweg nachhaltig prägen und haben mich sowohl fachlich als auch persönlich ein gutes Stück weitergebracht.
Viele weitere Eindrücke sind im folgenden Erfahrungsberichtpdf, 890 kb zu finden.