Sinnbild für den Lehrpreis: ein goldener Papierflieger fliegt drei weißen Papierfliegern voran

Lehrpreis

Der Lehrpreis der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird jährlich für herausragende Lehrkonzepte verliehen.
Sinnbild für den Lehrpreis: ein goldener Papierflieger fliegt drei weißen Papierfliegern voran
Foto: adobe stock

Der Lehrpreis der Universität Jena

Der Lehrpreis würdigt besonderes Engagement in der Lehre und macht beispielgebende Lehrkonzepte sichtbar. Nominiert werden können alle Professor/inn/en und wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen der Universität, die in der universitären Lehre tätig sind. Neben Einzelpersonen können auch Teams vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen sind möglich.

Prämiert wir die beste Lehrveranstaltungskonzeption. Seit 2015 wird eine zusätzliche Auszeichnung in einem jährlich wechselnden Themenschwerpunkt vergeben.

Die Konzepte der Lehrpreisträgerinnen und Lehrpreisträger werden auf den Seiten der Servicestelle LehreLernen als Good practices@FSU vorgestellt - zusammen mit einer Auswahl weiterer Beispiele innovativer Lehrgestaltung.

Die Ausschreibung des Lehrpreises wird durch die Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland unterstützt.

Lehrpreisausschreibung 2020

Prämiert wird die beste Lehrveranstaltungskonzeption (2.500 €).  
Zusätzlich wird in diesem Jahr eine Auszeichnung (2.500 €) in folgendem Themenschwerpunkt vergeben: "Lehre in großen Gruppen (ab 80 Studierende)".

Direkt zum Download der Ausschreibung und des Nominierungsformulars

Auswahl- und Nominierungsverfahren

Wer trifft die Auswahlentscheidung?
Die Preisträger/innen werden durch das Expertenkollegium der Akademie für Lehrentwicklung auf Basis der eingegangenen Nominierungsunterlagen ausgewählt.

Welche Auswahlkriterien gibt es?
Mit einem Lehrpreis ausgezeichnet werden können Lehrkonzepte, die mindestens in einem der folgenden Kriterien als herausragend bewertet werden:

  • innovative Lehrmethoden und Lernmaterialien werden zielgruppenspezifisch eingesetzt
  • durch die didaktische Gestaltung der Lehrveranstaltung wird der Lernprozess und -erfolg der Studierenden auf besondere Art und Weise unterstützt
  • beispielgebende Formen der Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden werden genutzt

Wer kann nominiert werden?
Alle in der Lehre an der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätigen Professorinnen und Professoren sowie alle wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen können nominiert werden. Neben einzelnen Lehrpersonen können auch Teams vorgeschlagen werden.

Wer darf nomieren?

  • Studierende (mindestens fünf)
  • Fachschaften
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
  • Professor/inn/en

Wie kann nomiert werden?
Neben Nominierungen durch Studierende und/oder andere Lehrende sind auch Eigenbewerbungen möglich.
Für die Nominierung steht ein Nominierungsformular zur Verfügung, das für die Einreichung eines Vorschlags auszufüllen ist. Das ausgefüllte Formular muss dann zusammen mit den weiteren notwendigen Nominierungs­unterlagen bis zum 8. Mai 2020 per E-Mail an die Akademie für Lehrentwicklung (ale@uni-jena.de) gesendet werden.

Hier können Sie die Ausschreibung und das Nominierungsformular downloaden:

 

Lehrpreisausschreibung 2021

Vorankündigung des Themenschwerpunktes:  "Umgang mit Vielfalt"

Bisherige Lehrpreisträger

Lehrpreis 2019 Inhalt einblenden

Prämiert wurde die beste Lehrveranstaltungskonzeption (2.500 €). Zusätzlich wurde in diesem Jahr eine Auszeichnung im Themenschwerpunkt "Integration des Lehramtsstudiums in die universitäre Lehre" (2.500 €) vergeben.

Aus den eingegangenen Nominierungen konnten zwei hervorragende Lehrkonzepte für den Lehrpreis 2019 ausgewählt werden.

Den Preis für die beste Lehrveranstaltungskonzeption erhält Dr. Carina Gräf-Giesen (Institut für Psychologie) für die Vorlesung "Empirische Forschungsmethoden".

Begründung:
Mit dieser Vorlesung wird eine Lehrveranstaltung prämiert, in der die ausgewählten Lehrmethoden auf herausragende Weise für die Vermittlung der entsprechenden Lehrinhalte geeignet sind. Der Einsatz unterschiedlicher Methoden und Medien (z.B. Live-Demonstration, Befragung und Peer-to-peer-Instruction mit PINGO) erfolgt dabei jeweils in didaktisch begründeter Weise und wird konsequent umgesetzt. So wird es möglich, schwierige und abstrakte Vorlesungsinhalte, die grundlegend für das Studium sind, für Studierende erfahrbar zu machen und damit eine lernrelevante Aktivierung der Studierenden auch im Rahmen einer Großveranstaltung zu erreichen. 
Besonders hervorzuheben ist darüber hinaus die gute Übertragbarkeit dieses Lehrkonzepts auf andere Fachbereiche im Rahmen der Vermittlung empirischer Forschungsmethoden.

Den Preis im Themenschwerpunkt "Integration des Lehramtsstudiums in die universitäre Lehre" erhält Dr. Fabian Pettig (Institut für Geographie) für das Seminar: "Sinn und Unsinn digitaler Lernumgebungen im Geographieunterricht".

Begründung:
In diesem Seminar wird eine zentrale Herausforderung im Bereich der Lehrerbildung aufgegriffen, die Digitalisierung. Das Potential digitaler Medien im Geographieunterricht wird dabei wissenschaftsbasiert und fachbezogen reflektiert. Mit dieser Vorgehensweise gelingt auf vorbildliche Weise die didaktische Begründung von Digitalisierungskonzepten.
Gleichzeitig zeichnet sich dieses Lehrkonzept durch eine hervorragende Verknüpfung von Wissenschaft und Anwendungsbezug aus und geht so auf spezifische Bedürfnisse von Lehramtsstudierenden ein: Es werden Unterrichtskonzepte entworfen und über das gesamte Semester hinweg weiterentwickelt. Zudem ist die Erstellung einer gemeinsamen Kurszeitschrift zum Seminarende ein positiv motivierendes Ziel für die Studierenden. Neben der gut funktionierenden Verschränkung von Peer-Feedback und Dozentenfeedback ist auch bei diesem Lehrkonzept die Übertragbarkeit auf andere Lehrveranstaltungen im Lehramtsstudium gesondert hervorzuheben.

Beide Lehrpreise wurden im Rahmen des DIES LEGENDI am 12. November 2019 in den Rosensälen feierlich verliehen.
Zur Pressemitteilung.

Lehrpreis 2018 Inhalt einblenden

Mit insgesamt 21 Vorschlägen konnte eine hohe Resonanz der Ausschreibung 2018 erreicht werden und an die Anzahl der Nominierungen vergangener Jahre angeknüpft werden.
Innerhalb der 21 Vorschläge waren die Nominierungen für den allgemeinen Lehrpreis (9 Nominierungen) und dem Lehrpreis mit dem Themenschwerpunkte "Grenzüberschreitende Lehrformen" (12 Nominierungen) eindeutig zuzuordnen.

Den Preis für die beste Lehrveranstaltungskonzeption erhält Daniel Löffelmann für das Seminar "Rousseaus Émile".

Mit diesem Seminar wird eine Lehrveranstaltung prämiert, die es auf hervorragende Art und Weise schafft, Inhalte eines klassischen Seminars mit einer Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten zu verbinden. Die besondere Herausforderung war hierbei, einerseits ein geeignetes Maß an Leitung und unterstützenden Vorgaben zu finden und andererseits die Eigeninitiative der Studierenden zu fördern, dies alles vor dem Hintergrund einer Grundlagenveranstaltung zu Beginn des Studiums. Gelöst wurde dies von Herrn Löffelmann durch klar formulierte Arbeitsaufträge, die in ihrer Konzeption selbstständige Leistungen der Studierenden bedingen. So erfüllen die Studierenden im Verlauf des Seminars zahlreiche Schreibaufgaben, die zur gezielten Förderung des wissenschaftlichen Schreibens dienen. Da die angefertigten Schreibaufgaben ab Semestermitte sukzessive zur Hausarbeit führen, kann das Potenzial dieser Prüfungsform auf hervorragende Weise ausgeschöpft werden.

Den Preis im Themenschwerpunkt "Grenzüberschreitende Lehrformen" erhalten Dr. Jacob Eder (Historisches Institut) und Dr. Tobias Freimüller (ehemalig Historisches Institut) für das Seminar mit 11-tägiger Exkursion nach Israel "Erinnerungskultur in Israel. Totengedenken, Holocausterinnerung und ‚deutsche Spuren‘".

Diese Lehrveranstaltung hat die "Grenzüberschreitung" in mehrfacher Hinsicht erreicht: Inhaltlich wurde die historische Auseinandersetzung mit gegenwärtiger interkultureller Begegnung verschränkt. Darüber hinaus wurden Grenzen dahingehend überschritten, dass neben den Lehrenden auch die Studierenden in die Veranstaltungsplanung einbezogen wurden. So wurden das Programm des Seminars und die Route der Exkursion durch die Studierenden aktiv mitgestaltet. Überschreitung von Grenzen wurde in dieser Lehrveranstaltung zudem durch den interkulturellen Austausch mit einer israelischen Studierendengruppe vor Ort erreicht, durch Abbau von Vorurteilen bzw. Revidieren von Pauschalurteilen und die Entwicklung eines tieferen Verständnisses der israelischen Gesellschaft (z.B. verschiedene Positionen zum Wehrdienst und zur Rolle des Militärs).
Die Studierenden, die diese Lehrveranstaltung für den Lehrpreis nominierten, betonen vor allem das hohe Engagement der Lehrenden bei der Konzeption und Durchführung dieser Lehrveranstaltung.

Beide Lehrpreise wurden im Rahmen des DIES LEGENDI am 15. November 2018 in den Rosensälen feierlich verliehen. Neben der Lehrpreisverleihung und der Vorstellung der durch die ALe geförderten Lehrprojekte ist der DIES LEGENDI  ein jährliches Format, um Ideen und Gedanken von Studium und Lehre fachübergreifend und universitätsweit auszutauschen.

Lehrpreis 2017 Inhalt einblenden

Für die Ausschreibung 2017 sind 13 Nominierungen eingereicht worden. Über die Vergabe des Lehrpreises hat der Studienausschuss des Senats am 21. Juni 2017 beraten.

Damit wird ein interdisziplinär angelegtes, projektgebundenes Konzept gewürdigt, das Studierende im eigenverantwortlichen und kooperativen Arbeiten fördert. Begleitet durch die beiden Lehrenden erstellten die Studierenden im Semesterverlauf gemeinsam eine publikationsfähige Übersetzung von Voltaires Erzählung Micromégas. Die Aneignung übersetzerischer Kompetenz wurde gezielt mit dem Erwerb sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlicher Kenntnisse verbunden. Durch die Verschränkung von Theorie- und Praxis-Elementen konnte Erlerntes unmittelbar und ineinandergreifend zur Anwendung gebracht, reflektiert und gefestigt werden. Die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Werkstattformat wurde von den nominierenden Studierenden als hoch motivierend und ertragreich wahrgenommen. Der prämierte Ansatz ist auch auf Lernsituationen in anderen Philologien übertragbar.

  • Den Preis im Themenschwerpunkt Lehrkonzepte für die Studieneingangsphase (2.500 €) erhalten Prof. Dr. Martin Mundhenk (als ehemaliger Studiendekan) und die Fachschaft Mathematik stellvertretend für das in der Fakultät von Lehrenden und Studierenden gemeinsam entwickelte Konzept zur Neugestaltung der Studieneingangsphase Mathematik.

Es wird ein Betreuungsmodell ausgezeichnet, das sich Lernschwierigkeiten von Studienanfänger/inne/n in einem kombinierten Ansatz annimmt. Das Konzept stützt sich auf 3 Kernbausteine, die auf ein aktives Begleiten des Selbststudiums und kontinuierliche Rückmeldungen zum Lernfortschritt ausgerichtet sind:

  1. eine interaktionsfördernde Ausformung des Übungsbetriebs,
  2. fachkundige tutorielle Hilfestellungen im Mathe-Café und
  3. eine konzentrierte Prüfungsvorbereitung beim Klausurvorbereitungswochenende des FSR.

Allen Bausteinen gemein ist das Ziel, die Studierenden in der Erlangung elementarer mathematischer Kompetenzen zu unterstützen und an die selbstständige Auseinandersetzung mit mathematischen Fragestellungen heranzuführen. Als Pilotprojekt hat Frau Prof. Anke Pohl die Übungen zur Vorlesung "Analysis für Lehramtsstudierende" neu aufgesetzt. Die offenere Gestaltung ermöglicht es, individueller auf Schwierigkeiten der Teilnehmenden einzugehen und ihnen das methodische Herangehen an Probleme nahezubringen.

Den Ausschuss beeindruckte das gemeinschaftliche Zusammenwirken von Lehrenden und Studierenden im Bemühen um eine nachhaltige Verbesserung des Studieneinstiegs und die außergewöhnliche Initiativstärke des Fachschaftsrates Mathematik.

Die Lehrpreise wurden am 16. November 2017 im Rahmen des Dies Legendi feierlich verliehen. Die Veranstaltung fand in den Rosensälen statt und gab Lehrenden und Studierenden Gelegenheit, sich über Aspekte guter Lehre auszutauschen.

Lehrpreis 2016 Inhalt einblenden

Der Studienausschuss des Senats hat am 29. Juni 2016 über die Preisvergabe entschieden. Dem Ausschuss lagen 22 Anträge zur Bewertung vor. Die überwiegende Zahl der nominierten Lehrkonzepte zeichnete sich durch einen deutlich forschungsorientierten Zugang aus.

Mit dem allgemeinen Lehrpreis wird das herausragende Modell der Lehrforschung gewürdigt, das im Fach Soziologie für das Bachelorstudium entwickelt wurde. Es bietet Studierenden im Rahmen eines zweisemestrigen Pflichtmoduls die Möglichkeit, in die wissenschaftliche Forschungspraxis einzutauchen. Die Lehrenden unterstützen die studentischen Projektgruppen in der Konkretisierung und Umsetzung einer eigenen Forschungsidee. Ziel ist es, die Verbindung von theoretischem Wissenserwerb und praktischer Anwendung in besonderer Weise zu fördern. Die Auszeichnung wird geteilt und geht an zwei unterschiedlich akzentuierte Ausgestaltungen des Konzepts Lehrforschung. Prämiert werden (mit jeweils 1.500 €):

Den Ausschuss beeindruckte das didaktisch reflektierte und stetig weiterentwickelte Lehrformat ebenso wie die sichtbaren Erträge der studentischen Forschungsarbeit.

Im Themenschwerpunkt Forschungsorientierte Lehre plädierte das Gremium ebenfalls für eine Teilung des Preises. Jeweils 1.000 € erhalten:

Frau Dr. Dippel erhält den Preis für das Projektseminar "Ethnographie trifft Ludologie. Auf spielerischen Wegen zu Wissen", das die Erforschung von Alltagskultur in den kreativen und kooperativen Prozess einer Produktentwicklung einbettet. Die wissenschaftliche Befassung mit dem Thema Spiel mündet hier in ausgereiften Spiele-Prototypen.

Frau Palme wird für die interdisziplinäre Blockübung "Conflict Analysis and Reconciliation Studies - Lessons from the National and International Refugee Debate" ausgezeichnet, die ein aktuelles Forschungsthema mit gesellschaftspolitischer Relevanz aufgreift. Durch die Begegnung mit Betroffenen und Akteuren wird das Prinzip des erfahrungsbezogenen Lernens verwirklicht und ein tieferes Problemverständnis ermöglicht.

Die Verleihung der Lehrpreise fand am 25. Oktober 2016 in den Rosensälen statt.

Programm zur Verleihung der Lehrpreise

Bilder zur Verleihung der Lehrpreise

Posterpräsentationen zu den prämierten Modellen

Lehrpreis 2015 Inhalt einblenden

2015 ging der Lehrpreis der Universität an:

  • die Arbeitsgruppe Chemiedidaktik unter der Leitung von Prof. Dr. Volker Woest und
  • Dr. René Thierbach (Institut für Ernährungswissenschaften).

Außerdem wurde im Themenschwerpunkt Integration von E-Learning-Elementen Prof. Dr. Jürgen Bolten (Bereich Interkulturelle Wirtschaftskommunikation) ausgezeichnet.

Pressemitteilung

Der Lehrpreis der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird vergeben mit freundlicher Unterstützung von

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