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ChinaKooP

China-Kompetenz-Plattform für Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Thüringen
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Foto: AdobeStock

ChinaKooP: Kompetenzen stärken für Kooperationen mit China

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Abbildung: Liana Franke

Chinas Volkswirtschaft ist im vergangenen Jahrzehnt stark gewachsen. Damit nimmt China als internationaler Impulsgeber und Handels- sowie Kooperationspartner für Forschung und Innovation einen wichtigen Platz in der Welt ein. Zugleich rückt China aufgrund innen- und geopolitischer Entwicklungen und als systemischer Wettbewerber immer stärker in den Fokus kritischer Aufmerksamkeit.

In dieser Vielschichtigkeit muss China als Kooperationspartner an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die bisher wissenschaftlich über ein großes Themenspektrum mit chinesischen Partnern kooperierten, neu bewertet werden. Mit der Richtlinie zur Förderung des regionalen Ausbaus der China-Kompetenz in der Wissenschaft will die Bundesregierung dieses ambivalente Verhältnis in der Zusammenarbeit aufgreifen. Die China-Kompetenz deutscher Akteure zu erhöhen ist eine „wesentliche Grundlage für erfolgreiche wissenschaftliche und wirtschaftliche Kooperationen mit chinesischen Partnern auf Augenhöhe […]. Kooperation mit China muss sich an Standards und Zielen des deutschen bzw. europäischen Wissenschaftssystems orientieren, gleichzeitig aber die besonderen Gegebenheiten und Anforderungen in China […] kennen. Dies erfordert eine umfassende Informiertheit für ein bewusstes Handeln der Akteure im deutschen Forschungs- und Innovationssystem.“[1] Auch in der China-Strategie der Bundesregierung ist die Vermittlung von China-Kompetenz ein zentrales Thema.

Das Netzwerk

Daher werden im Rahmen der Fördermaßnahme "Regio-China" zwölf ausgewählte Standorte der deutschen Forschungs- und Bildungslandschaft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt, um ihre China-Kompetenz regional durch Austausch mit anderen Institutionen zu vertiefen, zu erweitern, neue Formate zu entwerfen und sich zu vernetzen.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena wird für drei Jahre mit rund 500.000 Euro gefördert, um in Zusammenarbeit mit Thüringer Hochschulen und Netzwerkpartnern das Projekt „China-Kompetenz-Plattform für Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Thüringen“ umzusetzen.

Das BMBF hat auf seiner Webpräsenz Übersichtskarte aller BMBF-Projekte mit Kurzbeschreibung Regio-ChinaExterner Link

Von 2017-2022 hatte das BMBF schon einmal elf Projekte zum "Ausbau der China-Kompetenz an deutschen Hochschulen" Externer Link (Übersichtskarte mit Kurzbeschreibungen) gefördert. Die Ergebnisse dieser Förderung sind in unserer Literaturliste enthalten.

Für "China-Kompetenz" an Hochschulen in anderen Bundesländern nutzen Sie den Verbund der Chinazentren an deutschen HochschulenExterner Link

  • Ziele

    Insbesondere für Hochtechnologiestandorte wie z.B. Jena mit ihren vielfältigen Beziehungen zu China ist es relevant, für einen differenzierten Umgang mit China zu sensibilisieren, bei Anbahnung und Ausgestaltung von Kooperationen klare Leitlinien in Einklang mit ethisch-akademischen Grundsätzen zu formulieren und für deren rechtssichere und nachhaltige Ausgestaltung zu qualifizieren. Zentrale Elemente dieses Projektes sind daher ein Qualifizierungs- und Zertifikatsprogramm für China-Kompetenz sowie die Erarbeitung einer China-Strategie, die u.a. Fragen zum Schutz geistigen Eigentums in der Zusammenarbeit sowie zum Umgang mit Dual-Use Technologien oder Gütern beantwortet.

    Zudem wird der Austausch innerhalb der Region und national gestärkt. In diesem Rahmen trägt das Vorhaben dazu bei, vorhandene Wissens- und Kompetenzlücken zu schließen und eine Profilbildung über eine differenzierte Zusammenarbeit mit China voranzutreiben.

  • Zielgruppen

    Die Zielgruppen sind Mitarbeitende der Verwaltung, Forschende und wissenschaftlicher Nachwuchs, Studierende, Lehrende sowie universitäre Gründungsinteressierte.

    Breitenwirkung der Maßnahmen
    Breitenwirkung der Maßnahmen
    Grafik: Kathleen Rudolph
  • Maßnahmenkatalog

    Das Vorhaben setzt sich aus acht Arbeitspaketen zusammen.

    Governance, Management und Monitoring
    Das Koordinationsbüro an der Universität Jena ist als Anlaufstelle mit ausgewiesener China-Expertise für die Umsetzung der Maßnahmen und Zielerreichung verantwortlich. Ein internes und ein externes Expertengremium unterstützt mit fachlicher Expertise und hat eine Monitoringfunktion inne.

    Etablierung einer China-Kompetenz-Plattform
    Über ein „Flying-Office-Konzept“ wird dezentral und unabhängig vom Sitz der Anlaufstelle die Netzwerkbildung, Wissensvermittlung und der Austausch mit den Akteuren der Region umgesetzt. Der Aufbau eines nachhaltigen Wissensspeichers zur Dokumentation und Weitergabe von Ergebnissen sowie Good Practice Beispielen ist ein zentraler Baustein des Vorhabens.

    Erfassung der Bedarfe in der China-Kompetenz
    Um den Anforderungen und Bedarfen gerecht zu werden, werden durch Umfragen und Interviews IST-Stand und die Bedarfe erhoben, um passgenau Qualifizierungs- und Informationsangebote für die Zielgruppen des Vorhabens zu entwickeln.

    Potentiale und Good Practice
    Potentiale und Anwendungsfälle werden insbesondere in Fachbereichen mit besonderer Bedeutung für die Profilbildung (Optik/Photonik, Nachhaltigkeit/Energiespeicher, u.a.) bzw. dort, wo ein hohes Interaktionslevel mit chinesischen Partnern besteht, analysiert. Die Etablierung offener Dialogformate wie auch geschlossener Beratungsformate, die auch kritische Themen aufgreifen, dienen dazu im Dialog Verständnis und Grenzen für verschiedene Denk- und Vorgehensweisen zu schaffen.

    Befähigung und Qualifizierung
    Modulare Qualifizierungsbausteine zur Entwicklung von China-Kompetenz werden entwickelt und über einen Train-the-Trainer-Ansatz an die Netzwerkpartner weitergegeben. Ein Querschnittsangebot richtet sich an alle Zielgruppen. Es soll für China sensibilisieren und ein Grundwissen zu Landeskunde, Sprache, Kultur und Entwicklungen im Bereich Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie die ethische und interkulturelle Dimension der Zusammenarbeit vermitteln. Zielgruppenspezifische Qualifizierungsangebote werden (weiter-)entwickelt und auf die in der Umfrage eruierten Anforderungen und Bedürfnisse zugeschnitten. Insbesondere der wissenschaftliche Nachwuchs wird für die Notwendigkeit des Erwerbs von China-Kompetenz sensibilisiert, qualifiziert und vernetzt.

    Erarbeitung einer China-Strategie
    Auf institutioneller Ebene werden eine China-Strategie, sowie Leitlinien und Prüfprozesse zur formalen Gestaltung von Kooperationen etabliert. Interessierte Institutionen der Region werden dabei unterstützt, eine China-Strategie zu erarbeiten und umzusetzen.

    Vernetzung und Transfer in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik
    Die Netzwerkpartner bringen sich in den nationalen und internationalen Diskurs in Fokusbereichen ein. Sie stehen mit dem Verbund der China-Zentren und über Angebote der Wissenschaftsallianzen in intensivem Austausch. Die Qualifizierungsformate werden institutionell im Fortbildungsprogramm für Mitarbeitende bzw. in Curricula einzelner Fächer verankert. Zudem wird über Lehrende und Absolvent:innen die Vermittlung von China-Kompetenz in Institutionen und Unternehmen der Region umgesetzt.

    Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
    Über diverse Kanäle werden Informationsangebote zu China veröffentlicht. Es wird zielgruppenspezifisch für das Thema sensibilisiert und ergebnisorientiert sowie für die Öffentlichkeit publiziert.

    Work packages and goals
    Work packages and goals
    Foto: Kathleen Rudolph
  • Projektteam
    • Projektleitung: Dr. Claudia Hillinger, Leiterin Internationales Büro
    • Projektkoordination: Linus Schlüter
    • Projektassistenz: Kerstin von Nordheim
  • Steuerungsgremium Universität Jena
    • Graduierten-Akademie: Dr. Alexander Schwarzkopf
    • Servicezentrum Forschung und Transfer: Valerie Daldrup, Dr. Oliver Pänke
    • Büro des Vizepräsidenten für Forschung: Dr. Karoline Oelsner
    • Hochschulkommunikation: Katja Bär
    • Lehrstuhl für Interkulturelle Wirtschaftskommunikation: Prof. Dr. Christoph Vatter
    • Professur für Sozialgeographie: Jun.-Prof. Dr. Simon Runkel
    • Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik: Prof. Dr. Andreas Freytag
  • Externes Beratungsgremium
    • Dr. Sigrun Abels: Sinologin und Leiterin des China Center for Cultural Studies on Science and Technology in China (China Center), Technische Universität Berlin
    • Prof. Dr. Hans Gebhardt: Seniorprofessor für Humangeographie (emeritiert) mit Spezialisierung auf China
    • Jochen Kuck: Jurist und Experte im Bereich Exportkontrolle u.a. im akademischen Kontext und Kooperationen mit China, Forschungszentrum Jülich
    • Claudia Wessling: Journalistin, Asienexpertin und Leiterin des Bereichs Kommunikation und Publikationen, Mercator Institute for China Studies (MERICS) 
    • Prof. Dr. Xun Luo: Professor für Interkulturelle Kommunikation und Wirtschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Literaturlisten

Die Übersetzung auf Chinesisch finden Sie hier in Kurzzeichenpdf, 497 kb und Langzeichenpdf, 351 kb

我校中國能力項目簡介:整體字pdf, 351 kb 
我校中国能力项目简介:简体字pdf, 497 kb  

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Kontakt

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Claudia Hillinger, Dr.
Leitung Internationales Büro
vCard
Dr. Claudia Hillinger
Foto: Jens Meyer (Universität Jena)
Universitätshauptgebäude, Raum 2.66
Fürstengraben 1
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Linus Josef Schlüter
Projektkoordination ChinaKoop
vCard
Kahlaische Straße 1
07745 Jena Google Maps – LageplanExterner Link
Kerstin von Nordheim
Projektassistenz ChinaKooP
vCard
Kerstin  von Nordheim
Foto: Anne Günther (Universität Jena)
Raum 308
Kahlaische Straße 1
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[1] BMBF, Bekanntmachung im Rahmen der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung Richtlinie zur Förderung des regionalen Ausbaus der China-Kompetenz in der Wissenschaft (Regio-China), https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2021/06/3684_bekanntmachungExterner Link [abgerufen am 24.07.2023]