Mikrobielle Kulturen in Petrischalen, vorn: Streptomyces lividans

Profillinie LIFE

Die Profillinie LIFE umfasst die Bereiche Mikrobiologie und Infektionsforschung, Biodiversität und Bio-Geo-Interaktionen, sowie die Alternsforschung.
Mikrobielle Kulturen in Petrischalen, vorn: Streptomyces lividans
Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Über die Profillinie LIFE

In der Profillinie LIFE werden vorhandene Strukturen der aktuellen Forschungsschwerpunkte der in Jena traditionsreichen Lebenswissenschaften und der Medizin unterstützt. Gleichzeitig werden neue, zukunftsweisende Themen identifiziert und gefördert. Durch ein hohes Maß an Interdisziplinarität werden innerhalb der Profillinie LIFE Brücken zwischen den verschiedenen Fakultäten der Friedrich-Schiller-Universität, sowie zu den außeruniversitären Partnern geschlagen. Die Anwendung technischer Lösungen in der biologischen Forschung verschränkt die Profillinien LIGHT und LIFE miteinander, während soziale und ethische Aspekte gemeinsam mit der Profillinie LIBERTY ergründet werden.

Film - Forschung in der Profillinie LIFE der FSU Jena
Video: FREJM.net

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

Hallimasch in Kultur
Mikrobiologie und Chemische Signale
Mikrobielle Gemeinschaften und chemische Kommunikation
Fluoreszenzmikrosopische Aufnahme von Keimzentren, in denen nach Infektion B-Zellen reifen.
Infektionsbiologie
Humanpathogene, Diagnostik und Therapien
Untersuchungsgebiet Jena  Experiment
Biodiversität
Speziesdiversität und Ökosysteme
Tropfen fallen auf eine Wasseroberfläche.
Bio-Geo-Interaktionen
Ober- und unterirdische Interaktionen, Bodencharakterisierung
Fluoreszenzmikroskopische Aufnahme einer Zelle
Alternsforschung
Molekularmechanismen des Alterns und altersbedingte Krankheiten
Generierung eines virtuellen Infektionsmodells.
Bioinformatik und Systembiologie
Datengetriebene Forschung und Digitalisierung

Lebenswissenschaften mit Tradition

Ernst Haeckel Portrait des Ökologie-Begründers Ernst Haeckel Foto: Archiv Hoßfeld

Naturwissenschaftliche Forschung hat in Jena Tradition. Insbesondere die Botanik, Ökologie und Mikrobiologie blicken auf eine bedeutende Historie am Forschungsstandort Jena zurück.

So beschrieb der Botaniker Matthias Jacob Schleiden Mitte des 19. Jahrhunderts als erster Zellen in lebenden Pflanzen und wurde damit zum Pionier der Zelltheorie. Durch die Interaktion mit Carl Zeiss und Ernst Abbe begründete er früh die enge Zusammenarbeit mit der optischen Industrie in Jena, die nach wie vor einen Kristallisationskeim für Innovationen am Wissenschaftsstandort bildet.

Der Begriff „Ökologie“ wurde in Jena geboren, als 1866 der Evolutionsforscher Ernst Haeckel damit erstmals eine neue Teildisziplin innerhalb der Biologie definierte, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen den Organismen und ihrer Umwelt beschäftigt. Die chemische Basis solcher Wechselwirkungen wird in der Chemischen Ökologie erforscht, welche ebenfalls ihren Ursprung in Jena hat, durch das Wirken des Botanikers Ernst Stahl.

Der Mikrobiologe Hans Knöll verschrieb sich im frühen 20. Jahrhundert die Wirkstoff-Forschung und -Produktion, sein besonderes Interesse galt dabei der Herstellung von Penicillin und des Tuberkulose-Impfstoffes BCG. Das von ihm 1950 gegründete BCG-Institut - später Zentralinstitut für Mikrobiologie und experimentelle Therapie (ZIMET) und heute Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (HKI) - war das erste Gebäude des Beutenbergcampus, welcher heute einen zentralen Standort für Wissenschaft und Forschung in Jena darstellt.

Strukturbildende Einrichtungen Inhalt einblenden
Vorhandene Forschungsstrukturen Inhalt einblenden

Exzellenzeinrichtungen und Forschungszentren:

Exzellenzcluster "Balance of the Microverse"

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), Halle-Jena-Leipzig

 

Sonderforschungsbereiche (SFBs) und Transregios (TRRs):

ChemBioSys (SFB 1127), seit 2014

FungiNet (SFB/TRR 124), seit 2013

AquaDiva (SFB 1076), seit 2013

NC3 (SFB/TRR 212), seit 2018 (Beteiligung)

Kürzlich beendete SFBs:

ReceptorLight (SFB/TRR 166), 2015 - 2020

 

Graduiertenkollegs (GRKs) und Forschungsgruppen (FORs):

QuaLiPerF (FOR 5151), seit 2020

Jena Experiment (FOR 5000), seit 2019 (Beteiligung)

SYNABS (FOR 3004), seit 2019

Mechanisms of Lysosomal Homeostasis (FOR 2625), seit 2017 (Beteiligung)

MAD Soil (FOR 2179), seit 2015

DynIon (FOR 2518), seit 2015

Active Perception (FOR 2293), seit 2015 (Beteiligung)

TreeDì (Interanationales GRK 2324), seit 2018 (Beteiligung)

TransTiP (Internationales GRK 2309), seit 2018 (Beteiligung)

ProMoAge (GRK 2155), seit 2016

Molekuare Signaturen adaptiver Stressreaktionen (GRK 1715) en, seit 2012

Kürzlich beendete GRKs und FORs:

Exploring mechanisms underlying the relationship between biodiversity and ecosystem functioning (FOR 1451), 2010 - 2020

Häm und Häm-Abbauprodukte (FOR 1738), 2012 - 2019

Anaerobic Biological Dehalogenation (FOR 1530) en, 2011 - 2018

 

Strukturierte Promotionsprogramme:

Jena School for Microbial Communiaction (JSMC)

Jena School of Molecular Medicine (JSMM)

IMPRS "Exploration of Ecological Interactions with Molecular and Chemical Techniques"

IMPRS for Global Biogeochemical Cycles (IMPRS gBGC)

IMPRS for the Science of Human History (IMPRS SHH)

Helmholtz Interdisciplinary Graduate School for Environmental Research (HIGRDADE)

Leibniz Graduate School on Ageing and Age-Related Diseases (LGSA)

ILRS for Microbial and Biomolecular Interactions (ILRS Jena)

Young Biodiversity Graduate School (yDiv)

 

Weitere Projekte und Einrichtungen:

NFDI4Chem, DFG-gefördertes Konsortium für die nationale Forschungsdateninfrastruktur

NFDI4Biodiversity, DFG-gefördertes Konsortium für die nationale Forschungsdateninfrastruktur (Beteiligung)

Zentrum für Innovationskompetenz Septomics (ZIK), fakultätsübergreifende Forschungseinrichtung

Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (NutriCARD), BMBF-gefördert

Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen (CSCC), BMBF-gefördert

InfectControl 2020, Teil der BMBF Zwanzig20- Initiative

InfectoGnostics, BMBF Forschungscampus

Automated Multisensor Stations for Monitoring of BioDiversity (AMMOD), BMBF-gefördertes Projekt

Gut-Brain-Axis: Targets for improvement of cognition in the elderly (SmartAge), EU-finanziertes Innovative Training Network

Understanding virus-host interactions (ViroInf), EU-finanziertes Innovative Training Network

OrganAge, Programm für junge klinische Wissenschaftler

AntiAge, Else-Kröner-Forschungskolleg

InfectoOptics, Leibniz-WissenschaftsCampus

Regeneratives Altern, Leibniz-WissenschaftsCampus 

Beteiligte Fakultäten Inhalt einblenden
Kooperationspartner Inhalt einblenden

Kontakt

Das 12-köpfige Koordinationsteam dient der Profillinie LIFE als berichterstattendes und strategisches Element, Sprecher*in (aktuell Prof. Erika Kothe) sowie Stellvertreter*in (aktuell Prof. Michael Bauer) werden alle 3 Jahre neu gewählt. Darüber hinaus wird das Koordinationsteam von einer Koordinatorin (Dr. Franziska Eberl) unterstützt. Eine aktuelle Liste der Mitglieder des Koordinationsteams finden Sie hier [pdf, 50 kb].

Erika Kothe, Univ.-Prof. Dr.
Sprecherin Profillinie LIFE
Erika Kothe
Telefon
+49 3641 9-49291
Fax
+49 3641 9-49292
Mikrobielle Kommunikation
Neugasse 25
07743 Jena
Michael Bauer, Prof. Dr.
Stellvertretender Sprecher Profillinie LIFE
Michael Bauer
Telefon
+49 3641 9-323100
Universitätsklinikum Jena, Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie
Erlanger Alle 101
07747 Jena
Franziska Eberl, Dr.
Koordinatorin Profillinie LIFE
Franziska Eberl
Telefon
+49 3641 9-48964
Hellfeldsches Haus
Neugasse 23
07743 Jena
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