Zwei junge Frauen unterhalten sich in Gebärdensprache

Gesundheit, Behinderung und chronische Erkrankung im Studium

Studium und Handicap vereinbaren
Zwei junge Frauen unterhalten sich in Gebärdensprache
Foto: Andi Weiland

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist bestrebt, Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen geeignete Bedingungen für ein gleichberechtigtes und diskriminierungsfreies Studium zu schaffen und arbeitet darauf hin, dabei identifizierte Barrieren abzubauen.

Pfeil mit Aufschrift "zum Auslandstudium"
Digitales Masterstudium im AuslandExterner Link
Der DAAD bietet Stipendien für Personen, die aus gesundheitlichen oder familiären Gründen nicht an physischer Auslandsmobilität teilnehmen können, die Möglichkeit, ein Masterstudium an einer ausländischen Universität in digitaler Form von Deutschland aus zu absolvieren.
Information

REALISE (Recognize mental health issuse early in Jena)

Die Studienzeit ist eine sensible Phase für die psychische Gesundheit, denn 75% aller psychischen Erkrankungen entstehen vor dem 25. Lebensjahr. Das Forschungsprojekt REALISE will Ihnen dabei helfen, Ihre individuelle psychische Gesundheit im Verlauf des Semesters im Blick zu behalten, Ihnen wichtige Informationen zum Thema geben und dabei die psychische Belastung bei Studierenden der Uni Jena über das Semester wissenschaftlich untersuchen. Durchgeführt wird die Studie vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie der Uni Jena.

Hier Externer Linkkönnen Sie sich für die Studie registrieren und an der ersten Online-Befragung teilnehmen.

Falls Sie eine Möglichkeiten sehen, mit einem Ihrer Uni-Seminare und dem Team des Studentischen Gesundheitsmanagements zu kooperieren, melden Sie sich gerne jederzeit unter: SGM@uni-jena.de

Informationen und Angebote für Studierende mit Behinderung, chronischer Erkrankung und psychischen Problemen

  • Von der Studienvorbereitung zum Studienstart

    Studienwahl

    Sie interessieren sich für ein Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena? Dann setzen Sie sich im Vorfeld mit der Informationsstelle für chronisch kranke und behinderte Studienbewerber/-innen und Studierende der Universität in Verbindung. Dort finden Sie Information und Beratung zu den Besonderheiten des Studiengangs mit Blick auf Ihre Beeinträchtigung, den Bedingungen vor Ort, den Möglichkeiten der Studienorganisation, Ansprechpersonen etc..

    Sonderanträge für die Hochschulzulassung

    Im Zusammenhang mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen können sich in der Schul- und Studienlaufbahn Umstände, wie zum Beispiel schlechtere Schulleistungen oder eine verlängerte Schuldauer aufgrund häufigerer Krankheitsphasen, fehlende Auslands - und Praxiserfahrung etc., ergeben, die sich für den Hochschulzugang nachteilig auswirken können. Um in diesen Fällen einen chancengerechten Hochschulzugang zu ermöglichen, können Sonderanträge gestellt werden. Hierzu gehören Härtefallanträge und Anträge auf Nachteilsausgleich zur Verbesserung der Durchschnittsnote oder der Wartezeit bei der Hochschulzulassung. Diese Anträge können jedoch nur gestellt werden, wenn grundsätzlich die für den gewählten Studiengang geforderten Hochschulzugangsvoraussetzungen erbracht werden.

    Wird im gewählten Studiengang neben der generellen Hochschulzulassung zudem ein Eignungsfeststellungsverfahren gefordert, sind eventuell zusätzliche Nachteilsausgleiche für die Prüfung nötig.

    Zur Studienwahl, Regelungen der Hochschulzulassung sowie Möglichkeiten von Sonderanträgen informiert und berät Sie gerne die Informationsstelle für chronisch kranke und behinderte Studienbewerber und -bewerberinnen und Studierende im Studierenden-Service-Zentrum sowie der Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen.

    Immatrikulation

    Im Immatrikulationsantrag haben Sie die Möglichkeit, das Dezernat für Studierende über Ihre Behinderung oder chronischen Erkrankungen freiwillig zu informieren. Auf dieser Grundlage können mögliche Barrieren und Hilfen im Vorfeld eingeplant werden.

    Studieneingangsphase

    Die Zentrale Studienberatung (ZSB) der Universität berät und unterstützt Studierende speziell in der Studieneingangsphase während des ersten Studienjahrs bei der Orientierung im Studienalltag.

    Weiterführende Informationen

    bietet die Informations- und Beratungsstelle für Studierende mit Behinderungen und chronischen ErkrankungenExterner Link des Deutschen Studentenwerks

  • Studienfinanzierung bei beeinträchigungsbedingten Mehrbedarfen (z.B. technische Hilfen, Assistenzen)

    Ausführliche Informationen und Beratung zu Möglichkeiten der Finanzierung von Studium und Mehrbedarfen bieten

  • Behindertengerechtes Wohnen

    In drei Wohnheimen des Studierendenwerks Thüringen in Jena stehen behindertengerechte bzw. behindertenfreundliche Zimmer/AppartementsExterner Link zur Verfügung. Eine frühzeitige Anmeldung eines besonderen Bedarfs wird empfohlen.

  • Nachteilsausgleiche in Studium und Prüfungen
  • Umgang mit Barrieren im Studium

    Wenn Sie in Ihrem Studienalltag an der Universität auf Barrieren treffen, die Sie in Ihrem Studium behindern, sprechen Sie bitte zunächst die zuständigen Stellen darauf an, um eine Lösung zu finden. Sollte dies nicht möglich oder ausreichend sein, wenden Sie sich bitte an den Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und chronsichen Erkrankungen im Diversitätsbüro.

  • Psychische Gesundheit im Studium - Hilfe bei Problemen und psychischen Belastungen

    Zweifel und Probleme gibt es in jedem Studium. Manchmal werden diese jedoch größer oder unübersichtlicher, so dass ihre Lösung alleine zunehmend schwierig werden kann.

    Eine Übersicht über Informationen und Ansprechpersonen an der Universität, die Sie bei Problemen in Ihrem Studium oder Studienalltag unterstützen können, finden Sie hier.

    Sollten sich die Probleme negativ auf Ihr Studium auswirken oder Sie in Ihrem Studien- und Lebensalltag beeinträchtigen, können Sie sich gerne zur kostenlosen persönlichen Beratung an die Psychosoziale Beratungsstelle des Studierendenwerks ThüringenExterner Link wenden.

    Ein offenes Ohr für Ihre allgemeinen Sorgen und Nöte finden Sie auch bei der bundesweiten  TelefonseelsorgeExterner Link. Hier können Sie sich rund um die Uhr anonym am Telefon aussprechen und zu eventuell weitergehender Hilfe beraten lassen.

    Beratung, Seelsorge und Hilfe für alle Angehörigen der Universität bei Problemen bieten die Mitglieder der Theologischen Fakultät im Rahmen der Telefonseelsorge der Universität Jena jeweils montags bis freitags, von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr unter 03641 9-42666. Außerhalb dieser Zeiten können Sie E-mail-Kontakt mit den Seelsorgenden über seelsorge@uni-jena.de aufnehmen.

    Studierende christlichen Glaubens in Lebenskrisen bzw. schwierigen Situationen finden vertrauensvolle seelsorgerische Unterstützung und Begleitung bei der Studierendenpfarrerin der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG)Externer Link Jena  sowie beim Hochschulseelsorger der Katholischen Studierendengemeinde (KSGExterner Link) Jena.

    Für Menschen muslimischen Glaubens unterhält Islamic Relief Deutschland das Muslimische Seelsorgetelefon MuTeS,Externer Link dessen hierfür geschulte Ehrenamtliche ein offenes Ohr und anonyme und vertrauliche Beratung in jeder Lebenslage und Notsituation bietet.

    In psychischen Krisen- und Ausnahmesituationen finden Sie professionelle Notfall- und weitergehende Hilfe bei einer der hierExterner Link genannten Stellen.

    Wenn Sie in großer seelischer Not sind und Suizidgedanken haben, vertrauen Sie sich bitte einer Ihnen nahestehenden Person an und/oder wenden Sie sich an eine Stelle mit erfahrenen Beraterinnen und Beratern, die Ihnen professionell und vertraulich helfen. Angebote zur Hilfe rund um die Uhr in Jena und Umgebung finden Sie auf den Seiten von NEST - des Netzwerks zur Suizidprävention in ThüringenExterner Link.

    Sie möchten sich einfach mal mit anderen Studierenden über Ihre Situation ausquatschen? "CampusCouch - ein offenes Ohr von und für Studierende" ist ein Zuhör- und Gesprächsangebot von Psychologiestudierenden an alle Studierende.

    Die Post-COVID-Ambulanzen am Universitätsklinikum bietet Hilfe für Menschen, die sich vor mindestens 3 Monaten mit dem Corona-Virus (SARS-CoV-2) infiziert haben und noch aktuell noch immer an Beschwerden leiden. mehr erfahrenExterner Link

    Psychotherapeutische Hilfe für Erwachsene in Form von Diagnostik, Beratung (Problemklärung bzw. Entscheidung über die Notwendigkeit einer Psychotherapie) sowie psychotherapeutische Behandlung bieten zwei  Ambulanzen des Instituts für Psychologie der Universität Jena. Die angewendeten Psychotherapieverfahren sind von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt, so dass die Therapiekosten in der Regel übernommen werden.

    • Die  Ambulanz „Standort am Steiger“ ist die Lehr- und Forschungsambulanz des Lehrstuhls für Klinische Psychologie. Das Behandlungsangebot umfasst Tiefenpsychologische Psychotherapie, Kognitive Verhaltenstherapie, Psychoanalyse.
    • Die Ambulanz für Psychotherapie "Standort Johannisfriedhof" ist Teil der Abteilung für klinisch-psychologische Intervention der Universität Jena. Das Angebot umfasst  Einzel- und/oder Gruppentherapie in Kognitiver Verhaltenstherapie. Das Amulanzgebäude ist barrierfrei zugänglich.

    Einen Überblick über die existierenden Selbsthilfegruppen in Jena sowie Beratung dazu bietet die Service-, Beratungs- und Netzwerkeinrichtung IKOS JenaExterner Link. Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Menschen, die körperlich, psychisch oder sozial auf ähnliche Weise herausgefordert sind. Im Erfahrungsaustausch untereinander, durch gegenseitige Hilfe und in Gesprächsrunden stärken sie sich den Rücken und können somit ihre persönlichen Lebensumstände verbessern.

    Information und Hilfe für Angehörige psychisch erkrankter Menschen durch Telefon- und Email-Beratung bietet das "SeeleFon" der Familien-Selbsthilfe PsychiatrieExterner Link. Das Angebot kann anonym in Anspruch genommen werden.

    Eine Zusammenstellung weiterer Anlaufstellen in Jena zur Unterstützung bei Problemen finden Sie hierpdf, 788 kb.

  • Post-COVID Ambulanzen des Universitätsklinikums
  • Mentoring-Programm für Studierende mit Neurodiversität, Behinderung und/oder chronischen/psychischen Erkrankungen

    Jedes Semester fangen 11% der Studierenden Ihr Studium mit Neurodiversität, Behinderung und/oder chronischen/psychischen Erkrankungen an (best2-Studie des deutschen Studentenwerkes), was neben allen sowieso schon aufkommenden Schwierigkeiten durch den Wechsel von der Schule an die Uni, nochmal weitere Unsicherheiten und Barrieren mit sich bringen kann.

    Das Mentoring-Programm vermittelt neurodiversen, behinderten und/oder chronisch/psychisch kranken Studienanfänger:innen an Studierende fortgeschritteneren Semesters, die im Laufe ihres Studiums bereits Kontakt zu Bewältigungsstrategien hatten und dadurch Erfahrungen und Tipps gesammelt haben, die Ihnen zu einem leichteren Start helfen können.

  • Peer-Netzwerke

    Für Studierende mit Behinderung, Neurodiversität, chronischen oder psychischen Erkrankungen bietet das Diversitätsbüro die Gelegenheit zu regelmäßigen Peer-Vernetzung an der Universität Jena. Die Treffen ermöglichen den persönlichen Austausch über Erfahrungen, Erlebnisse, Herausforderungen, gefundene Lösungen und vieles mehr und werden von einer studentischen Assistenz moderiert.
    Die Termine und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

    Hochschulübergreifend existieren verschiedene selbstorganisierte bundesweite Netzwerke für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Eine Auswahl ist unter dem Thema "Interessengemeinschaften von Studierenden mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen" (weiter unten auf dieser Seite) aufgelistet.

  • Auslandsstudium - Erasmus+ -Sonderförderung für Studierende mit Schwerbehinderung und/oder Kind(ern)
  • DAAD-Programm "Chancen.Digital - Stipendien für ein digitales Masterstudium im Ausland
  • Vortrag "Autismus im Job" (YouTube-Video)

Angebote zur Gesundheitsprävention und -förderung

  • Studentisches Gesundheitsmanagement
  • Studentische Initiative "CampusCouch"
  • Podcast Campusgespräch
Information

Viele Studierende mit sichtbaren oder nicht sichtbaren psychischen oder chronischen Erkrankungen bzw. Behinderungen oder Neurodiversitäten wünschen sich mehr Vernetzung untereinander. Wenn Sie sich angesprochen fühlen und sich vernetzen wollen, wenden Sie sich gerne an das Diversitätsbüro.

Allgemeine Beratung und Interessenvertretung an der Universität Jena

Beauftragter für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung | Diversitätsbeauftragter
Diversitätsbüro, Raum 104
Zwätzengasse 3
07743 Jena
Telefonsprechzeiten:
nach Vereinbarung per E-Mail
Postanschrift:
Wir weisen darauf hin, dass unser Büro (1. OG) in der Zwätzengasse 3 nicht barrierefrei ist (kein Fahrstuhl).
Daher bitten wir Sie uns ihren Bedarf mitzuteilen, um angemessene Räumlichkeiten anzubieten. Vielen Dank

Information und Beratung zum Studium konkret: Studienwahl und Studienplatzzulassung, Studienorganisation, Nachteilsausgleichen

Informationsstelle für chronisch kranke und behinderte Studienbewerber/-innen und Studierende
Universitätshauptgebäude, Raum E065
Fürstengraben 1
07743 Jena
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Info-Tresen:
Montag 10 - 12 Uhr
Dienstag 13 - 15 Uhr
Mittwoch 10 - 12 Uhr
Donnerstag 13 - 15 Uhr
Freitag 10 - 12 Uhr

Kontaktlose Bearbeitung Ihrer Anliegen im Service-Desk unter
www.uni-jena.de/service-ssz
oder auch postalisch.

Telefonsprechstunde:
Montag bis Freitag
jeweils 09 - 11 Uhr.