Bildung - Kultur - Anthropologie
Master of Arts- Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Studieninformationen
Studierende auf dem Campus
Foto: Christoph Worsch (Universität Jena)
Der slawischsprachige Raum ist divers, spannend und kulturell wie politisch von großer Bedeutung. Ein Studium der Slawistik und das Erlernen slawischer Sprachen eröffnet diesen Raum für die vertiefte Beschäftigung. Es ermöglicht die berufliche Qualifikation in Kultur, Wirtschaft, Publizistik und Politik in einem weiten Feld – sei es als Experte für Sprachen, Literaturen und Kulturen einzelner Länder, der Teilregionen oder des gesamten Raums.
Slawische Sprachen werden von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, von der Steppe bis zum Pazifischen Ozean gesprochen. Der slawischsprachige Raum reicht von Mitteleuropa bis zum Balkan und nach Mittelasien; er umfasst Nachbarstaaten wie Polen und Tschechien, und reicht bis zur Ukraine und Russland; er beinhaltet die habsburgisch und italienisch geprägten Länder Slowenien und Kroatien genauso wie das an die Türkei angrenzende Bulgarien oder die Minderheiten der Republik Moldau. Im heterogenen Raum der Länder der ehemaligen Sowjetunion spielt Russisch bis heute als Minderheitensprache und als Lingua franca eine wichtige Rolle – vom Baltikum, in den Kaukasus und bis nach Kasachstan.
Im Studium der Slawistik erwerben Sie fundierte Kenntnisse der slawischen Sprachen, Literaturen und Kulturen in ihren historischen und gegenwärtigen Erscheinungsformen und ihren vielfältigen Kontexten. Sie nähern sich diesem Gegenstand aus drei sich ergänzenden Perspektiven: sprachwissenschaftlich – der Struktur, Geschichte und gesellschaftlichen Situation der slawischen Sprachen; literaturwissenschaftlich – der Analyse von Texten, Gattungen und Autor:innen; und kulturwissenschaftlich – gesellschaftlichen, historischen und medialen Phänomenen der jeweiligen Länder.
Grundlage des Studiums ist eine intensive Sprachausbildung im Umfang von 30–40 LP. Ihre Schwerpunktsprache wählen Sie dabei frei aus dem Angebot des Instituts – Russisch, Polnisch, Tschechisch, Bulgarisch, Serbisch/Kroatisch oder Ukrainisch – und können, wenn Sie möchten, eine zweite slawische Sprache hinzunehmen. Sie sind dabei nicht auf eine bestimmte Sprachkombination festgelegt: Sie können zum Beispiel Polnisch und Bulgarisch lernen oder sich ganz auf eine Sprache konzentrieren. Alternativ kann der Erwerb von Sprachen außerhalb unseres Kernangebots – etwa Ungarisch, Albanisch, Estnisch oder Slowakisch – auf Antrag anerkannt werden, wenn er für Ihr Studienprofil sinnvoll ist.
Mehr-Fach-Bachelor
Grafik: Sophie Bartholome (Universität Jena)Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Abschluss. Die Regelstudienzeit beträgt insgesamt sechs Semester, in denen verschiedene Lehrveranstaltungsformen (z. B. Seminare, Vorlesungen oder Übungen) zu den einzelnen Modulen angeboten werden.
Ein Mehr-Fach-Bachelor besteht aus einem Kernfach mit 120 Leistungspunkten (Abkürzung: LP / 1 LP = 30 Zeitstunden für Präsenzzeit, Vor- und Nachbereitung, Lernen und Prüfungsleistungen) und einem Ergänzungsfach mit 60 LP.
Mit 50 LP fachwissenschaftlichem Anteil vertiefen Sie sprach-, literatur- und kulturwissenschaftliche Methoden über die gesamte Slavia hinweg. Die Jenaer Slawistik vertritt die slawische Welt in ihrer ganzen Breite. Das eröffnet Ihnen zum Beispiel eine Schwerpunktsetzung auf Kroatien und Tschechien als Länder der ehemaligen Habsburgermonarchie, eine sprachübergreifende Beschäftigung mit Phänomenen wie Mehrsprachigkeit in unterschiedlichen Konstellationen, oder einen Wechsel des sprachlichen Schwerpunkts im Laufe des Studiums – so möchten wir Sie befähigen, in Zeiten von KI und radikalen Veränderungen der Wissenslandschaft Ihren eigenen, individuellen Bildungsweg zu finden und erfolgreich zu begehen.
| 1. Semester | 2. Semester | 3. Semester | 4. Semester | 5. Semester | 6. Semester |
|---|---|---|---|---|---|
| Basismodule Sprachwissenschaft (10 LP) | Aufbaumodule Sprachwissenschaft (10 LP) | Basismodule Literaturwissenschaft (10 LP) | Aufbaumodule Literaturwissenschaft (10 LP) | Praxismodul (10 LP) | Bachelorarbeit (10 LP) |
| Sprachpraxis (10 LP) | Sprachpraxis (10 LP) | Sprachpraxis (5 LP) | Modul(e) Kulturwissenschaft oder Sprachpraxis (10 LP) | Modul Sprachwissenschaft (5 LP) | Modul Kulturwissenschaft oder Sprachpraxis (5 LP) |
| Modul Kulturwissenschaft oder Sprachpraxis (5 LP) | ASQ-Modul (10 LP) |
Abkürzungen: LP = Leistungspunkt
Das Institut verbindet unterschiedliche disziplinäre und regionale Schwerpunkte – von der west- und ostslawistischen Sprach- und Literaturwissenschaft über die südslawistisch-balkanologische Kulturwissenschaft, eng verzahnt mit den Südosteuropastudien, bis zur Polonistik – und verfolgt dabei einen vergleichenden Ansatz, der Sprachen, Literaturen und Kulturen des slawischen Raums zueinander und zu ihren Nachbarn in Beziehung setzt.
Zahlreiche Partnerschaften mit Universitäten in der Region ermöglichen Auslandssemester, etwa in Polen (Jagiellonen-Universität Kraków, Adam-Mickiewicz-Universität Poznań), Bulgarien (Universität Veliko Tărnovo, Universität Sofia), Serbien (Universität Belgrad), Rumänien (Alexandru-Ioan-Cuza-Universität Iași), Moldau (Staatliche Universität der Republik Moldau, Chișinău) und Kasachstan (Nazarbayev University, Astana). Wir arbeiten eng mit ukrainischen Partnern zusammen und hoffen, dass auch hier Austausch möglich werden wird; die Aktivitäten des mit Halle gemeinsam getragenen Aleksander-Brückner-Zentrums bieten ein reiches, interdisziplinäres Feld der Beschäftigung mit unserem Nachbarland Polen. Regelmäßige landeskundliche Exkursionen in die jeweiligen Länder verankern das Studium zusätzlich in der gelebten Sprach- und Kulturwirklichkeit.
Mögliche Berufsfelder:
Die Slawistik qualifiziert für ein breites Spektrum an Berufsfeldern, in denen Sprach-, Kultur- und Regionalkompetenz gefragt sind:
Wie in den geisteswissenschaftlichen Fächern üblich, führt der Bachelor selten unmittelbar in ein festes Berufsbild. Entscheidend sind vielmehr die individuelle Kombination Ihrer Fächer, im Studium gesetzte Schwerpunkte, Praktika und Auslandserfahrung sowie – in vielen Fällen – ein anschließendes Masterstudium, das Ihr Profil fachlich vertieft und schärft. Vor allem aber gilt: Wer die Begeisterung mitbringt, slawische Sprachen intensiv zu erlernen und sich auf die Kultur, Geschichte und Gegenwart der jeweiligen Länder einzulassen, dem eröffnen sich vielseitige, internationale Perspektiven.
Für die Aufnahme des Studienganges ist das Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung wie die Allgemeine Hochschulreife (=Abitur) notwendig.
Weitere Informationen zu Hochschulzugangsberechtigungen finden Sie hier.
Den aktuellen, lückenlosen Lebenslauf verfassen Sie bitte in tabellarischer Form. Geben Sie bitte alle Daten Ihres schulischen und bisherigen akademischen Werdegangs an. Mehr Informationen dazu finden Sie hierExterner Link.
Bitte laden Sie im Bewerbungsportal das Schulzeugnis hoch, das Sie zum Studium an einer Hochschule berechtigt. Mehr Informationen finden Sie hierExterner Link.
Bitte laden Sie eine Notenübersicht aller bisheriger Studienzeiten und Abschlüsse sowie ggf. die Zeugnisurkunde im Portal hoch.
Für alle deutschsprachigen Studiengänge muss ein Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse erbracht werden. Für den Nachweis werden von der Universität Jena folgende Zeugnisse anerkannt:
Bitte beachten Sie: Wir empfehlen Ihnen dringend den geforderten Deutschsprachnachweis bereits zum Zeitpunkt Ihrer Bewerbung vorzuweisen!
Falls Sie noch kein solches Sprachzeugnis haben, können Sie sich ab dem Niveau B1 in Deutsch für unseren DSH-Kurs bewerben. Mit diesem Kurs erhalten Sie die optimale sprachliche Vorbereitung, können sich bereits in Jena einleben und erhalten alle Vorteile des Studierenden-Status.
Jedes Bewerbungsdokument, das im Original nicht auf Deutsch oder Englisch verfasst wurde, muss zusätzlich in deutscher oder englischer Übersetzung vorgelegt werden. Diese Übersetzung muss von autorisierten Übersetzungsbüros angefertigt werden.
Bewerber*innen mit Hochschulabschlüssen aus Indien, Vietnam oder aus der VR China müssen eine APS-Zertifikat einreichen.
Bewerber*innen aus den folgenden Ländern müssen einen Nachweis über ihre jeweilige Hochschulaufnahmeprüfung erbringen:
Ernst-Abbe-Platz 8
07743 Jena
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Ernst-Abbe-Platz 8
07743 Jena
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Öffnungszeiten:
nach Vereinbarung per Mail
Ernst-Abbe-Platz 8
07743 Jena
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Öffnungszeiten:
nach Vereinbarung per Mail
Ernst-Abbe-Platz 8
07743 Jena
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Bachstraße 18k
07743 Jena
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Sprechzeiten:
Individuelle Beratungstermine:
Ab sofort bietet das ASPA wieder Sprechzeiten an, zunächst im Rahmen einer Testphase immer mittwochs zwischen 9:00 und 12:00 Uhr. Die Wahrnehmung ist nur mit Terminvereinbarung möglich.
Telefonsprechzeiten:
Montag und Freitag 9:00 bis 11:00 Uhr
Mittwoch 13:00 bis 15:00 Uhr
Das ASPA ist überwiegend zuständig für Studierende an der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, der Philosophischen Fakultät und der Theologischen Fakultät.
Postanschrift:
Akademisches Studien- und Prüfungsamt
Fürstengraben 1
07743 Jena
Raum 302
Ernst-Abbe-Platz 8
07743 Jena
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Universitätshauptgebäude / SSZ
Fürstengraben 1
07743 Jena
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Sprechzeiten:
Beratungen finden persönlich, telefonisch und via Zoom statt. Terminvereinbarungen erfolgen telefonisch unter 03641 9-411 111 (Mo bis Fr von 9 bis 11 Uhr) oder außerhalb dieser Sprechzeit unter 03641 9-411 200. Zudem können Sie den Service-Desk nutzen.
Beratungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils von 9:00 bis 12:20 Uhr, am Dienstag von 14:00 bis 18:00 Uhr sowie am Mittwoch und Donnerstag von 14:00 bis 16:00 Uhr.
Ihre Fragen können Sie auch in unseren offenen Runden – der Online-Gruppen-Beratungen – stellen.
Videochat: Zum Videochat – Zoom Videochat ZeitenMontag bis Freitag von 12.30 bis 13:00 Uhr Passwort ZSB2020 Datenschutzhinweisepdf, 126 kb
Universitätshauptgebäude, Raum E065
Fürstengraben 1
07743 Jena
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Öffnungszeiten:
Info-Tresen (UHG; Raum E0.65)
Montag 10 - 12 Uhr
Dienstag 13 - 15 Uhr
Mittwoch 10 - 12 Uhr
Donnerstag 13 - 15 Uhr
Freitag 10 - 12 Uhr
Kontaktlose Bearbeitung Ihrer Anliegen im Service-Desk unter
www.uni-jena.de/service-ssz
oder auch postalisch.
Telefonsprechstunde (03641 - 9411111):
Montag bis Freitag
jeweils 09 - 11 Uhr.
Postanschrift:
Universität Jena
Studierenden-Service-Zentrum
Fürstengraben 1
07743 Jena
Universitätshauptgebäude
Fürstengraben 1
07743 Jena
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